Dienstag, 31. März 2026

Gelesen im März 2026

März

13. Der Tod auf dem Nill / Seiten 320 / Rezension
14. Grand Hotel Avalon / Seiten 432 / Rezension
15. 22 Bahnen / Seiten 208 / Rezension 
16. Frankie: Unter Menschen / Seiten 240 / Rezension

Samstag, 28. März 2026

Meine Gedanken zu Frankie 2: Unter Menschen von Jochen Gutsch

 

Format: Hardcover 
Erschienen am 11. März 2026
im Penguin Verlag
Umfang: 240 Seiten

Worum geht es:
Im Grunde hat Frankie alles, was ein Kater braucht: Riesen-Fernseher, Riesen-Bett, Futter mit viel Soße. Nur sein Menschenfreund Gold fehlt ihm, der seit Monaten in der Klapse sitzt. Eines Tages gerät Frankie nach einem nächtlichen Streifzug in ein Müllauto, das mit ihm davonfährt. Weit weg von seinem Zuhause. Von allem, was er kennt.
Verzweifelt sucht Frankie nach einem Weg zurück. Dabei trifft er auf ein Mädchen, die rätselhafte Shattab. Sie ist allein, schmutzig und abgehauen aus der »Kanakensammelstelle«, wie sie sagt. Und so beginnt ein großes Abenteuer und die Reise durch ein Land, in dem beide Fremde sind.
Zusammen begegnen sie den unterschiedlichsten Gestalten, Menschen wie Tieren. Einer alten Frau, die vielleicht mal die Fotografin von John Lennon war, zwei belesenen Aaskrähen, brutalen Jugendlichen ohne Herz. Frankie und Shattab rauben moralisch eine Tankstelle aus, sie fliehen auf eine Hühnermastfarm, sie treiben auf einem Fluss Richtung »Arsch der Welt«. Und die ganze Zeit über ist ein Sheriff auf der Jagd nach dem Mädchen.

Der Autor:
Jochen Gutsch, geboren 1971, lebt als Journalist und Schriftsteller in Berlin. Für seine Arbeiten wurde er mit dem Theodor-Wolff-Preis und dem Henri-Nannen-Preis ausgezeichnet. Zusammen mit Maxim Leo verfasste er mehrere Bestseller, darunter »Es ist nur eine Phase, Hase«. Der Roman »Frankie« gehörte zu den erfolgreichsten Büchern im Jahr 2023 und wurde bislang in 25 Sprachen übersetzt.

Meine Gedanken:
In Band 1 landet Frankie bei Gold der mit einem Faden spielt der von der Decke hängt. Frankie nistet sich bei Gold ein und sie werden Freunde. In Band 1 nahm der Autor das Thema Depression und zeigte uns wie ein Kater diese an einem Menschen wahrnimmt und wie sie von Außen betrachtet wirkt und aussieht.

In Band 2 widmet sich der Autor gemeinsam seiner Figur Frankie einem weiteren nicht so leichten Thema und verpackt das humorvoll und gibt es uns nochmal die Perspektive eines Katers der davon gar keine Ahnung hat. Ein Kater unangenehme Fragen stellt weil er es verstehen möchte. Ein Kater der Wörter sagt, die beim Lesen aufschrecken lassen aber einfach weil Kater die Bedeutung nicht kennt und diese einfach aufschnappt.

Am Anfang von Band 2 ist Frankie allein. Er hat zwar ein wunderbares Zuhause und es fehlt ihm an nichts. Aber Frankie ist einsam. Also fängt er an herumzustreunern. Und durch ein blödes Ereignis ist er plötzlich ganz weit weg und findet nicht mehr zurück.
Er versucht den Weg nach Hause zu finden und dabei trifft er auf ein Mädchen. Das Mädchen ist allein unterwegs. Aber bald sind sie zu zweit und machen sich gemeinsam auf den Weg.

An manchen Stellen ist das Buch hart zu lesen. Frankie passiert nicht nur einmal wirklich schlimme Dinge. Ebenso ist die Story von dem Mädchen. Mit Frankie die Geschichte ihrer Flug kennenzulernen ist nicht immer leicht zu lesen.

Aber der Autor schaft es eben auch zum zweiten Mal dieses nicht so leichtes Thema humorvoll zu verpacken und das gelingt ganz allein durch Frankie und dies ist herzzerreißend und herzerwärmend zu gleich.

Wie Band 1 ein absolutes Highlight und eine große Empfehlung. 

Freitag, 20. März 2026

Meine Gedanken zu 22 Bahnen von Caroline Wahl

 

Format: Hörbuch
Erschienen am 18. April 2023
im Dumont Verlag
Umfang: 208 Seiten

Worum geht es:
Tildas Tage sind strikt durchgetaktet: studieren, an der Supermarktkasse sitzen, sich um ihre kleine Schwester Ida kümmern und an schlechten Tagen auch um die Mutter. Zu dritt wohnen sie im traurigsten Haus der Fröhlichstraße in einer Kleinstadt, die Tilda hasst. Ihre Freunde sind längst weg, leben in Amsterdam oder Berlin, nur Tilda ist geblieben. Denn irgendjemand muss für Ida da sein, Geld verdienen, die Verantwortung tragen. Nennenswerte Väter gibt es keine, die Mutter ist alkoholabhängig. Eines Tages aber geraten die Dinge in Bewegung: Tilda bekommt eine Promotion in Berlin in Aussicht gestellt, und es blitzt eine Zukunft auf, die Freiheit verspricht. Und Viktor taucht auf, der große Bruder von Ivan, mit dem Tilda früher befreundet war. Viktor, der genau wie sie immer 22 Bahnen schwimmt. Doch als Tilda schon beinahe glaubt, es könnte alles gut werden, gerät die Situation zu Hause vollends außer Kontrolle. 22 Bahnen ist eine raue und gleichzeitig zärtliche Geschichte über die Verheerungen des Familienlebens und darüber, wie das Glück zu finden ist zwischen Verantwortung und Freiheit.

Die Autorin:
CAROLINE WAHL wurde 1995 in Mainz geboren und wuchs in der Nähe von Heidelberg auf. Sie hat Germanistik in Tübingen und Deutsche Literatur in Berlin studiert. Danach arbeitete sie in mehreren Verlagen. 2023 erschien ihr Debütroman ›22 Bahnen‹ bei DuMont, für den sie mit dem Ulla-Hahn-Autorenpreis, dem Grimmelshausen-Förderpreis und dem Buchpreis Familienroman der Stiftung Ravensburger Verlag ausgezeichnet wurde. Außerdem wurde ›22 Bahnen‹ Lieblingsbuch der Unabhängigen 2023.

Meine Gedanken:
Der Schreibstil von Caroline Wahl ist sehr speziel, insbesondere in dem Punkt wie sie ihre wörtliche Rede gestaltet. Ich vermute, wenn man das Buch liest und nicht hört ist es weniger störend aber beim Hören war es jedes Mal so, als würde die Geschichte kurz unterbrochen. Deswegen habe ich auch relativ lange dafür gebraucht weil ich mich nie richtig fallen lassen konnte.
Des Weiteren haben mir die Rückblende auch nicht gefallen, auch ihr bin ich jedes Mal aus dem Hörfluss geraten und hatte wenig Lust weiter zu hören.
Die Storyline in der Jetzt-Zeit war mitunter echt heftig und ich konnte auch gut mitfühlen.
Und leider kommt diese Story auch nicht ganz ohne Lovestory aus und diese hat den Fokus auch in eine ganz andere Richtung natürlich noch gelenkt. Irgendwie macht dieses Buch ziemliche viele Fäßer auf und das wurde einfach sehr viel.

War nicht ganz meine Story und deswegen nur eine eingeschränkte Empfehlung. 

Dienstag, 17. März 2026

Meine Gedanken zu Grand Hotel Avalon von Maggie Stiefvater

 

Format: Hardcover 
Erschienen am 24. September 2024
im S. Fischer Verlag
Umfang: 432 Seiten

Worum geht es:
Januar 1942. Für June Porter Hudson ist die Führung des Avalon und seines ihm treuen Personals kein Beruf, sondern Berufung. Umgeben von der magischen Einsamkeit der Appalachen, steht das legendäre Grand Hotel für Luxus, Raffinesse und für sein besonderes Heilwasser. Doch als die Wirrungen des Krieges in seine Welt einbrechen, muss June sich einer harten Prüfung stellen, denn nur sie kennt die Kräfte, die aus den Quellen hinter den Fassaden wirken. Sind das Hotel und die ihm verschriebenen Menschen zu retten und eine Katastrophe aufzuhalten? »Grand Hotel Avalon« ist eine bezwingend-soghafte Geschichte über Liebe, Geheimnisse, Verrat und eine unwiderstehliche Heldin, deren Hingabe mitten ins Herz trifft.

Die Autorin:
Maggie Stiefvater, geboren 1981, liest schon immer für ihr Leben gern und hat bereits als Jugendliche angefangen, Geschichten zu erzählen und zu schreiben. Mit ihren Jugendbüchern stand sie auf der New-York-Times- und SPIEGEL-Bestsellerliste. Sie lebt mit ihrer Familie in den Bergen Virginias.

Meine Gedanken:
Leider habe ich dieses Buch wohl einfach nicht verstanden, nicht im Ganzen nicht verstanden, aber doch wohl in dem wichtigen Aspekt was die Quellen bzw. das Heilwasser unter bzw. um das Hotel betrifft. Mir hat sich leider nicht erschlossen was die Bedeutung ist, für was es verantwortlich ist und schon mal gar nicht was June in dem Wasser macht und auch nicht warum sie es machen muss.
In dem Buch gibt es auch eine Storyline mit einer Lovestory, die an sich nicht viel Raum einnimmt allerdings wird im Verlauf der Geschichte auch noch ein kleines Liebesdreieck und irgendwie hat es micht schlicht genervt da über Junes Gefühle lesen zu müssen.
June und die Menschen die in dem Hotel arbeiten müssen Gäste bewirten und von vorne bis hinten bedienen zu einer Zeit in der Krige herrscht und eben genau gegen diese Länder Krieg geführt wird. Es handelt sich nicht um Zivilisten sondern um hochrangige Politker und Botschafter. Und bis sich Amerika entschieden hat, was mit ihnen passieren soll, wohnen sie unter Arest im Hotel Avalon.
Dass dies nicht ohne Widerstand und Ablehnung passiert ist wohl klar. Es gibt einige Irrungen und Wirrungen. Und dann spielen auch noch Schnecken eine Rolle und ein besonderes Kind. Aber leider konnte mich nichts von alle dem so richtig überzeugen.
Der Schreibstil ist sehr atmosphärisch und die Wortwahl irgendwie sehr angenehm und alles insgesamt flüssig zu lesen. Das mochte ich sehr an dem Buch. Aber trotzdem nur eine eingeschränkte Empfehlung von mir.

Sonntag, 8. März 2026

Meine Gedanken zu Der Tod auf dem Nil von Agatha Christie

 

Format: Taschenbuch
Erschienen am 8. September 2014
im Atlantik Verlag
Umfang: 320 Seiten

Worum geht es:
Hercule Poirot freut sich auf eine erholsame Kreuzfahrt auf dem Nil. Doch dazu kommt es nicht. Auch Linnet Ridgeway hat sich den Verlauf ihrer Flitterwochen wohl anders vorgestellt. Die junge, bildschöne Millionenerbin wird tot aufgefunden, und Poirots Ermittlungskünste sind gefragt. Fast jeder der Mitreisenden hat ein Motiv.

Die Autorin:
Agatha Christie begründete den modernen britischen Kriminalroman und avancierte im Laufe ihres Lebens zur bekanntesten Krimiautorin aller Zeiten. Ihre beliebten Helden Hercule Poirot und Miss Marple sind - auch durch die Verfilmungen - einem Millionenpublikum bekannt. 1971 wurde sie in den Adelsstand erhoben. Agatha Christie starb 1976 im Alter von 85 Jahren.

Meine Gedanken:
Für mich bisher das schwächste Agatha Christie Buch in 2026. Es gibt sehr viel Vorgeplänkel in dem die diversen Personen kennenlernt die dann eben gemeinsam mit Poirot über den Nil schippern. Aber genau diese Informationen machen den Plot komplett vorhersehbar. Es ist klar wer stirbt und warum und wer daran beteiligt sind.
Trotzdem verdächtigt Poirot natürlich zwischendurch die oder andere Person. Und es gibt einige Personen auf diesem Schiff und während dieser Reise.
Agatha Christie versucht falsche Verdächtigungen fast schon zu erwzingen und das macht das Buch teilweise sehr langatmigt.
Trotzdem ein typischer Christie und mochte die Geschichte trotzallem aber als Start in das Christie Universum würde ich dieses Buch nicht empfehlen.