Montag, 31. Oktober 2022

Rezension zu Als der Wind die Wellen rief von Josephine Cantrell

 

Allgemeines:
Format: Taschenbuch
Erschienen am 20.September 2022
im Tinte & Feder Verlag
Seiten der Printausgabe: 395
Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt durch die Autorin

Zum Inhalt:
Wind und Wellen, Salz und Licht. Mehr erwartet die junge Fotografin Orla Donovan nicht, als sie in ihr Heimatdorf Saltmore an der irischen Küste zurückkehrt. Im Pub lernt sie den Saisonarbeiter Seán Gallagher kennen, der gerade einen alten Leuchtturm restauriert. Orla kann sich seinem Charme nicht entziehen, doch je tiefer ihre Beziehung wird, desto sicherer ist sie sich, dass er ein Geheimnis mit sich trägt. Orla sucht nicht nur seine Nähe, sondern folgt auch seinen Spuren. Vor vielen Jahren kam es in Saltmore zu einer schrecklichen Tragödie – gibt es eine Verbindung zu Seán? 

Über die Autorin:
Josephine Cantrell lebt in Baden-Württemberg. Beruflich ist sie als Psychologin und Heilerziehungspflegerin in der Begleitung von Menschen mit Behinderung tätig.

Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten mit ihrem Mann und ihrem Hund. Sie liebt die Atlantikküste, besucht gern Konzerte und interessiert sich für Kunst. Bücher gehören schon seit früher Kindheit zu ihrem Leben – Josephine Cantrell liest gern, doch noch viel lieber schreibt sie selbst. 

Nach den Bestsellern »Als der Sommer verschwand« und »Als die Tage leiser wurden« ist »Als der Wind die Wellen rief« ihr dritter Roman.

Wenn sie nicht schreibt, ist sie am liebsten mit Mann & Hund in der Natur unterwegs. Sie liebt Bücher, Wälder, Kaffee und die wilde Atlantikküste - außerdem schlägt ihr Herz für Musik. Lieblingslieder hört sie in Endlosschleife und für Konzerte tingelt sie durch die ganze Welt. ​ 

Mehr über die Autorin gibt es hier:
www.josephine-cantrell.com
www.instagram.com/josi.cantrell.autorin
www.facebook.com/CantrellJosephine

Meine Meinung:
Dieses Buch vereint zusammen einige schwierige Themen auf die man sich einlassen muss um jede Seite so genießen zu können wie ich es getan habe. Aber wie bringt man diese Themen nahe ohne zu sehr zu spoilern? ;.-) Dazu wurde schon viel in anderen Rezension gesagt, deswegen möchte ich wie immer in meiner Rezension nur auf meine persönliche Meinung und mein eigenes empfinden zu der Geschichte eingehen.

Jeden einzelne Figur in diesem Buch kam mir vor als wäre sie nicht ein Charakter aus einer Geschichte sondern eine wahre echte Personen die so mal existiert hat oder gar irgendwo in Irland leben könnte. Das ist das für mich wirklich besondere an den Geschichten der Autoren. Die lebendigen Figuren und ihre Geschichten.

Das zweite was mich besonders überzeugt hat war wie auch schon in den vorherigen Bücher der lebhafte und atmosphärische Schreibstil, der mir immer wieder das Gefühl gab direkt auf einer Klippe an den Küsten Irlands zu stehen.

Und der dritte Punkt sind die interessanten und nicht immer einfachen Themen und die Konstellationen die sich daraus ergeben.

All das hab ich auch in dem dritten Buch der Autorin gefunden.

Wieder eine wundervolle Geschichte.

5 Sterne und ganz viel Liebe für dieses Buch.

Mittwoch, 12. Oktober 2022

Rezension zu Das Schmetterlingsmädchen von Rene Denfeld

 

Allgemeines:
Format: Hardcover
Erschienen am 23. August 2022
im Festa Verlag
Seiten der Printausgabe: 336
Rezensionsexemplar vom Verlag

Klappentext:
Vor 20 Jahren verschwand ihre Schwester. Naomi selbst hat kaum Erinnerungen an dieses Ereignis – und doch will die »Kinderfinderin« die Spur aufnehmen. Die Suche führt sie direkt in die Dunkelheit von Portland in Oregon, wo mehr Kinder auf der Straße leben als im Rest des Landes. Und immer wieder findet man die Leichen junger Mädchen im Fluss ... Dort trifft Naomi auf Celia, ein zwölfjähriges Mädchen, das vor ihren Eltern geflohen ist. Der Vater missbrauchte sie, die Mutter ist suchtkrank. Celias einzige Hoffnung sind die Schmetterlinge. Sie sieht sie überall um sich herum – ihre schillernden Beschützer und Führer auf den trostlosen Straßen.

Die Autorin:
Bevor Rene Denfeld als Autorin arbeitete, war sie als Ermittlerin für eine Pflichtverteidigung tätig und untersuchte Hunderte der schlimmsten Verbrechen – darunter auch der berühmte Fall der »Central Park Five«. In einigen Prozessen bewahrte sie Menschen vor der Todesstrafe. 2017 wurde sie von der New York Times als Heldin des Jahres ausgezeichnet. Rene lebt mit ihren Adoptivkindern in Portland, Oregon, und setzt sich auch weiterhin für soziale Gerechtigkeit ein. Sie schrieb die von der Presse hoch gelobten Bestseller The Enchanted, The Child Finder (Das Schneemädchen) und The Butterfly Girl (Das Schmetterlingsmädchen).

Meine Meinung:
Nach Das Schneemädchen war ich sehr gespannt auf Das Schmetterlingsmädchen und so viel sei verraten: Ich war absolut begeistert.
Der Schreibstil von Rene Denfeld ist poetisch und melodisch. Und auf eine sehr angenehmeweise besitzergreifend. Denn die Sätze habe mich gefesselt und mich nicht mehr los gelassen.
Die Autorin hat eine zärtliche Art der Erzählsweise die tief geht. Wie sie die Stimme dieses verletzten Kindes wieder gibt hat mich sehr berührt. Ebenso konnte ich die Verbissenheit von Naomi spüren und mitempfinden. Von Seite zur Seite konnte ich spüren wie diese beiden Seelen nach und nach weiter verletzt wurden und trotzdem wuchsen. Für mich war dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Ich hatte Angst um Celia. Die Gefahr schwebte wie ein böses Omen über jeden einzelnen Buchstaben. Naomis Suche erscheint hoffnungslos und viel zu verbissen. Ihre Verzweiflung lag zwischen den Zeilen und berührte mich sehr.
Auch die noch weiteren Perspektiven und Nebenschauplätze fand ich sehr spannend und die fügte sich gut mit ins Bild hinein.
Das Buch ist eine sehr gelungene Fortsetzung. Man kann das Buch zwar ohne Vorwissen lesen aber meine Empfehlung ist klar, zu erst Das Schneemädchen zu lesen.

Ich vergebe 5 Sterne