Donnerstag, 13. Juli 2023

Rezension zu Einfach ein Buch veröffentlichen von Dr. Birgit Constant

 


Allgemeines: 
Format: Taschenbuch 
Erscheint am 12. Juni 2023 im Selfpublishing 
Seiten der Printausgabe: 215 
Danke für das Rezensionsexemplar

Die Autorin:
Birgit Constant ist promovierte Mediävistin, hat elf Sprachen gelernt und sich in Übersetzung, IT und PR herumgetrieben, bevor sie in der Buchwelt landete. Seit 2014 arbeitet sie als freie Autorin, Texterin und Lektorin in Landshut.

Worum geht es:
Der kompakte Leitfaden für alle, die noch nicht wissen, wie sie ihr erstes Buch erfolgreich auf den Buchmarkt bringen. Sie sind frustriert, weil Sie keine Zeit zum Schreiben finden, mit einer Schreibblockade kämpfen oder sich mit der Überarbeitung Ihres Manuskripts überfordert fühlen? Sie sind unsicher, wie Sie das Schreibhandwerk lernen, einen Verlag finden oder Ihr Buch selbst veröffentlichen können? Ihnen graut vor Marketing, dem Aufbau Ihrer Internetpräsenz oder der deutschen Bürokratie? Lösen Sie die obigen Probleme doch einfach durch diesen Autorenratgeber! Darin lernen Sie Schritt für Schritt mithilfe vieler Aufgaben, Tipps und Checklisten: - wie Sie schneller und effizienter Ihr Manuskript fertigstellen und für eine Veröffentlichung vorbereiten - aus den vielfältigen Veröffentlichungsmöglichkeiten die für Sie und Ihre Bücher passende auszuwählen - welche Marketingmaßnahmen notwendig sind, um Ihr Zielpublikum zu erreichen, eine treue Leserschaft zu gewinnen und sich im Büchermarkt zu etablieren - wie Sie Ihre Schreibkarriere systematisch und unter Erfüllung gesetzlicher Vorschriften aufbauen - wie Sie sich ein unterstützendes Netzwerk aus lesenden und schreibenden Gleichgesinnten schaffen, mit dem Sie Ihren Traum vom Schreiben leben können Umfangreich erweiterte, aktualisierte und komplett überarbeitete Neuausgabe von „Autor werden in vier Schritten“

Rezension:
Für die Rezension des Buchs habe ich es nun von Seite 1 bis zur letzten Seite am Stück gelesen. Das möchte ich an dieser Stelle eher weniger empfehlen. Ich würde eher empfehlen, die Kapitel dann zu lesen, wenn man eben an dem jeweiligen Punkt ist. Ansonsten kann es eventuell dazu kommen, wie es eben bei mir war, das einige Stellen sich zum aktuellen Zeitpunkt als Zeitverschwendung anfühlen, um es mal ganz direkt zu sagen.

Das Buch ist im großen und ganzen ein gutes Nachschlagewerk, was aber das Rad nicht neu erfindet. An einigen Stellen geht es sehr in die Tiefe, und für mich zum Beispiel, auch etwas zu tief und für meinen Geschmack auch etwas zu langatmig. Für andere kann das bestimmt aber auch sehr hilfreich sein. Und an anderen Stellen bleibt es dann eher oberflächlicher aber was auch ganz gut ist. 

Wie schon gesagt, eine gute Zusammenfassung aller notwendigen Schritte und mit zusätzlichen Tipps und Wegweisern wo man weitere Informationen finden kann.

Für mich war nichts neues dabei. Dafür habe ich einfach schon Dutzende Bücher zu dem Thema gelesen aber wer einen ersten Überblick braucht, wird mit dem Buch genau das finden was gesucht wird.

Mir persönlich hat die unpersönliche Anredeform (Siezen) gar nicht gefallen. Das machte das Buch für mich eher zu einem Schulbuch und hat mir das flüssige Lesen eher erschwert und ich kam so immer wieder aus dem Lesefluss und der Spaß Faktor wurde stark geschmälert.

So kann ich nur 3,5 Sterne vergeben.

Dienstag, 4. Juli 2023

Rezension zu Ein Geist in der Kehle von Doireann Ní Ghríofa

 


Allgemeines:
Format: Hardcover
Erschienen am 29. März 2023
im btb Verlag
Seiten der Printausgabe: 384
Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt durch das Bloggerportal

Worum geht es:
DIES IST EIN WEIBLICHER TEXT
ZWEI SCHRIFTSTELLERINNEN, Jahrhunderte voneinander getrennt: In ihrem ungewöhnlichen Prosadebüt verbindet Doireann Ní Ghríofa Essay und Autofiktion, um das Innenleben und die tiefe Verbundenheit zwischen zwei schreibenden Frauen aus zwei verschiedenen Epochen zu erkunden. Es ist eine Feier des Lebens, der Liebe und des rechten Umgangs mit Leiden. Im 18. Jahrhundert trinkt eine irische Adelige, als sie erfährt, dass ihr Mann ermordet wurde, eine Handvoll seines Blutes und verfasst ein außergewöhnliches Gedicht, das zum nationalen Mythos werden wird. In der Gegenwart entgeht eine junge Mutter nur knapp einer Tragödie und stößt auf ein Gedicht, das sie bereits als Schulkind gelesen hat. Besessen von den Parallelen zu ihrem eigenen Leben macht sie sich auf die Suche nach dem verschwiegenen Rest des Geschehens. Eine große Geschichte über eine Frau, die ihre Stimme befreit, indem sie in die Vergangenheit vordringt und die einer anderen findet.

Die Autorin:
Doireann Ní Ghríofa ist eine irische Dichterin und Essayistin. Ihre Themen kreisen um Mutterschaft und Begehren, Tod und Familie, in ihrem Schreiben überbrückt sie die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Sie ist vielfach preisgekrönt, und ihre Werke sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Für ihre Texte erhielt sie unter anderem das Lannan Literary Fellowship (USA), den Ostana-Preis (Italien), ein Seamus Heaney Fellowship (Queen's University), den Hartnett Poetry Award und den renommierten Rooney Prize for Irish Literature. Mit »Ein Geist in der Kehle« gelang ihr ein international gefeierter Bestseller und der vielfach beachtete Durchbruch auf literarischer Ebene, sie gewann damit u.a. den An Post Irish Book of The Year Prize. 

Meine Rezension:
Während mich die Leseprobe förmlich aus den Socken gehauen hat, hat mich das gesamte Buch mitunter doch eher eingeschläfert. Ich finde auch schwer zu sagen wie viel Fiktion und wie viel Realität in diesem Buch steckt. Zunächst hat sich der Anfang eher wie eine erfundene Geschichte gelesen und unter diesem Gesichtspunkt, fand ich es wirklich einfach nur schrecklich. Aber je mehr mir klar wurde, dass es biografisch ist, fand ich es höchst emotional. Und ich konnte mich mit der Autorin identifizieren und ich konnte auch gut hinein- und mitfühlen.

Aber richtig überzeugt war ich trotzdem bis zum Schluss nicht.

Ich würde auf jeden Fall auch ein zweites Buch von der Autorin lesen aber diesem hier kann ich leider nur 3 Sterne geben.

Montag, 3. Juli 2023

Rezension zu Der Bojenmann von Kester Schlenz und Jan Jepsen

 


Allgemeines:
Format: Taschenbuch
Erschienen am 12. April
im btb Verlag
Seiten der Printausgabe: 320
Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt durch das Bloggerportal

Worum geht es:
So einen exzentrisch exponierten Toten hat der Hamburger Kommissar Thies Knudsen, leitender Ermittler des LKA in Altona, noch nie gesehen: Die hölzerne Kunstfigur »Bojenmann«, die bei Övelgönne im Fluss auf einer Tonne steht, ist über Nacht abgesägt und ausgetauscht worden. Durch eine ähnlich aussehende, besonders makabre Leiche. Knudsen und sein Team, die toughe Dörte Eichhorn und die Forensikerin »Spusi« Diercks, sind ratlos. War hier ein Spinner am Werk? Oder steckt mehr dahinter? Schon bald ist klar: Ein Serientäter sucht Hamburg heim, denn weitere kunstvoll hergerichtete Opfer folgen. Kommissar Knudsen tut schließlich das, was er immer tut, wenn er nicht weiter weiß: er fragt seinen alten Freund Oke La Lotse Andersen um Rat. Der ehemalige Lotse lebt direkt an der Elbe in Övelgönne, unweit vom Tatort, hat Elbwasser im Blut, kennt sich bestens aus im Hafen der Hansestadt, ist außerdem belesen und denkt scharf. Andersen bringt Knudsen und sein Team schließlich auf die richtige Spur. Sie führt zu einem Mann, der seit Jahren verschwunden ist - und einer internationalen Seemannsmission, dem Duckdalben. Hier laufen alle Fäden zusammen. Doch können sie den Mörder stoppen, bevor er erneut zuschlägt?
 
Die Autoren:
Kester Schlenz, geboren 1958, ist ein echtes Nordlicht. Sternzeichen Fische. Geboren in Kiel, aufgewachsen in Schleswig. Mit 16 Jahren samt Family in Richtung Hamburg gezogen. Dort auch studiert und Journalist geworden. Stationen, unter anderem: Szene Hamburg, Cinema, Brigitte und Stern. In der Stern-Kantine ist auch die Idee zum »Bojenmann« geboren worden. Denn regelmäßig wird Schlenz von seinem Kumpel Jepsen mittags im Verlag besucht. Ansonsten spielte Schlenz in seiner Jugend Schlagzeug, und zwar in einer Band, die in Hamburg-Bergedorf weltbekannt war. Der Name der Gruppe tut hier nichts zur Sache. »Sadoboys« klingt ja nun wirklich gewöhnungsbedürftig.
 
Jan Jepsen, geboren 1962, wurde in der Nacht der großen Hamburger Sturmflut gezeugt. Er wuchs – größtenteils in Gummistiefeln – in der ehemaligen Lotsensiedlung Övelgönne auf: „Unten am Hafen, wo die großen Schiffe schlafen.“ Schon früh entdeckte er seine Leidenschaft für das Schreiben, Reisen und die Fotografie. Sein erster Roman („Wie die Wilden“) handelt von einer Kindheit an der Elbe und wurde von der Kritik als Hamburger Antwort auf Tom Sawyer und Huckleberry Finn bezeichnet. Auf einer gemeinsamen Reportage in Norwegen lernte er Kester Schlenz kennen. Aus Kennenlernen wurde Freundschaft, aus Freundschaft in Co-Autorenschaft ihr erster gemeinsamer Krimi „Der Bojenmann“. Das Motto der beiden: Vier Gehirnhälften schreiben (und morden) besser als zwei.

Meine Meinung:
Dieses Buch war ein Kampf, anders kann ich es nicht sagen, leider. Es war sehr anstrengend zu lesen. Und der Roman war manchmal (eigentlich sehr oft) mehr Hamburg Reiseführer als eine Kriminalgeschichte. Zudem hat das Buch ein offenes Ende und das hat mir geschmacklich echt den Rest gegeben. Am Ende habe ich mich einfach nur geärgert. Diese Lesezeit war verschwendete Lesezeit. Anders kann ich das nicht sagen. Die Handlung bleibt auf der Strecke, steht gefühlt bis zum Ende still und viel zu viel Hamburg-Füllmaterial den eine Hamburgerin und sonst auch niemand braucht.
Hat mir gar nicht gefallen und kann ich überhaupt nicht empfehlen.