Freitag, 30. April 2021

Rezension zu More than Love - Was dein Blick mir sagt von Nicole Knoblauch


Allgemeines:
Format: Taschenbuch / eBook
Seiten: 246
Erschienen am 30. April 2021
bei beHEARTBEAT

Worum geht es:
Josh und Mia waren unzertrennlich - bis zu jener verhängnisvollen Nacht, in der alles zerbrach, was sie sich aufgebaut hatten. Zehn Jahre später hat Josh nur einen Wunsch: die Hochzeit zwischen seiner großen Liebe Mia und seinem ehemals besten Freund Ben zu verhindern. Am Standesamt angekommen ist er sich seiner Sache jedoch nicht mehr so sicher. Als ihm dann plötzlich ausgerechnet Mia, im Brautkleid und völlig aufgelöst, direkt in die Arme läuft, sieht er seine Chance. Er weiß, dass sie eigentlich zusammengehören. Aber kann er ihr Vertrauen überhaupt noch zurückgewinnen?

Die Autorin:
Nicole Knoblauch schreibt auch unter dem Pseudonym Nicci Cole und ist fasziniert von romantischen Geschichten und starken Frauenfiguren. Das spiegelt sich oft in ihren Büchern wider. Sie ist Mitglied bei DELIA, der Vereinigung deutschsprachiger Liebesroman-Autor*innen und Jurymitglied beim DELIA-Literaturpreis 2020. Wenn sie nicht schreibt, entwirft und näht die studierte Germanistin und Historikerin historische Kostüme. Zusammen mit ihrem Mann und zwei Söhnen lebt sie ihr persönliches Happy End im Rhein-Main Gebiet.

Meine Meinung:
Wenn Josh und Mia keinen Verlag gefunden hätten, dann hätte ich selbst einen nur für sie gegründet! 

Die Geschichte von Josh und Mia gehört zu diesen Geschichten die viel zu gut sind um sie nicht zu erzählen. Josh ist ein Protagonist bei dem ich zwar auch mal die Fausthandschuhe rausholen und ihm die Leviten lesen wollte aber eben auch eine Figur die sich entwickelt. Eine Storyline die einfach Sinn ergibt und mich als Leser mit sehr viel Freude erfüllt hat.

Und dann ist da Mia. (Bitte stellt Euch hier mindestens 1.001 Herzen vor, denn diese möchte ich Mia schenken). Zwischendurch wollte ich sie einfach nur in den Arm nehmen und wiegen und halten. Ich hätte so gern die Möglichkeit gehabt ihre Hand zu nehmen. Auch sie meistert die Storyline die für sie gedacht ist auf eine besondere und herzerwärmende Art.

Ja ich bin ein bisschen verliebt. Verliebt in Josh und auch in Mia. Und natürlich in die besonderen Nebendarsteller auf vier Beinen mit den flauschigen Körpern. Denn ein paar Alpakas spielen dann auch noch eine Rolle in dieser Geschichte und sie sind ganz bezaubernd. Eine Bereicherung für das Buch aber keine Angst, sie nehmen genau den richtigen Platz ein und drängen sich nicht in den Vordergrund. Die Autorin hat da genau das richtige Maß der Dinge erkannt und umgesetzt.

Diese Geschichte lebt. Der Schreibstil von Nicole Knoblauch auch durch ihre natürlichen Dialoge der Story ein eigenes Leben ein. Dadurch ist die Geschichte immer im Fluss und verfliegt quasi im Fluge beim lesen. Man vergisst die Zeit und den Raum um einen herum und wird eins mit der Geschichte und den Figuren. Das gelingt nicht vielen Autoren und Nicole Knoblauch hat diese Art zu Erzählen perfektioniert.

More than Love erzählt gefühlvoll und voller Liebe die Geschichte von Josh und Mia. Manchmal bricht kurz das Herz des Lesers aber durch ihre Worte schafft es die Autorin genauso gut die Herzen der Leser und ihrer Figuren wieder zu heilen.

Nicole Knoblauch schenkt mir ihren Geschichten Licht und Zuversicht. Schafft eine Zuflucht und läßt einen kurz die Welt vergessen. DANKE!

Eine absolute Empfehlung, dieses Buch, jedes andere ebenso!

5(000) Sterne!

Donnerstag, 22. April 2021

Rezension Der Preis der Zeit von Tim Tigner

 

Allgemeines:
Format: Taschenbuch
Seiten: 448
Erschienen am 30. März 2021
Rezensionsexemplar vom Festa Verlag

Worum geht es:
Würdest du ein besserer Mensch werden, wenn du für immer leben könntest? Als ein Team von Wissenschaftlern ein Jugendserum entwickelt, das mehr oder weniger Unsterblichkeit garantiert, glauben sie, damit würden alle Probleme der Menschen auf magische Weise verschwinden. Aber sie irren sich. Denn sie haben mit ihrer Erfindung Ereignisse mit unvorstellbaren und tödlichen Folgen in Gang gesetzt ... 

Der Autor:
Tim Tigner begann seine Karriere in der sowjetischen Spionageabwehr bei den US Army Special Forces, den Green Berets. Er studierte Psychologie in Frankreich, Radiologie in England und Philosophie in Griechenland. Heute lebt er mit seiner Frau Elena und ihren beiden gemeinsamen Töchtern als freier Schriftsteller in Nordkalifornien. Seine literarischen Vorbilder sind Robert Ludlum, Ken Follett, John Grisham, Lee Child und Vince Flynn.

Meine Meinung:
Ein Klappentext der zwar das wesentliche verrät aber doch gleichzeitig nichts verrät und einen zudem gekonnt mit seinen eigenen Gedanken auf ein komplett falsche Fährte bringen kann. Ist bei mir zu 100% geglückt. Ich hatte etwas anderes erwartet und wurde dadurch positiv überrascht.

Die Geschichte wird erzählt durch unterschiedliche Hauptfiguren, Erzählperspektiven und Zeitebenen. Dadurch verliert das Buch zu keiner Zeit seine Spannung und macht es einem quasi unmöglich es zur Seiten zu legen.

Bei diesem Buch kommt zudem das beste zum Schluss. Das Ende ist völlig unvorhersehbar. Es hat mich wirklich sehr überrascht und ich fand diesen Plot äußers gut gemacht.

Der Schreibstil des Autors ist spannend, flüssig und egal welche Perspektive er wählt, er schaffte es mich völlig mitzunehmen und seine Figuren glaubwürdig, interessant und spannend zu gestalten.

Ich wurde sehr gut unterhalten und empfehle dieses Buch gerne weiter.

4 Sterne.

Rezension zu Wie Salz auf der Zunge von Charlotte Runcie

 

Allgemeines:
Format: Taschenbuch
Seiten: 400
Erschienen am 13. April 2021
Rezensionsexemplar vom Bloggerportal

Klappentext:
Das Meer hat Charlotte Runcie schon immer magisch angezogen - die beruhigende, meditative Seite ebenso wie die wilde unbezähmbare. Als Charlotte ihre geliebte Großmutter verliert und zum ersten Mal schwanger ist, verspürt sie diesen Drang so stark wie noch nie. 

 In »Wie Salz auf der Zunge« geht die Autorin nicht nur ihrer ganz persönlichen Faszination auf den Grund. Sie schreibt zugleich eine Kulturgeschichte der See aus weiblicher Sicht: wir erfahren von Meerjungfrauen und Najaden, griechischer Mythologie und schottischen Legenden, Schiffbrüchigen und Sirenen. 

»Runcie wirft ihr Netz weit aus und kombiniert sehr einfühlsam persönliches Memoir mit profunder Kulturgeschichte.« (The Times)

Die Autorin:
Charlotte Runcie ist Kolumnistin und Kulturredakteurin des »Daily Telegraph«. Sie hat einige Jahre in Edinburgh gelebt und gearbeitet, wo sie u.a. auch einen Folk Music-Chor leitete. Heute lebt sie im schottischen Grenzland. Runcie hat außerdem eine geheime Vergangenheit als Lyrikerin: Sie war Foyle Young Poet of the Year. »Wie Salz auf der Zunge« ist ihr erstes Buch. 

Meine Meinung:
Ein Buch so wild und frei wie das Meer. Eine Geschichte so wahr und faszinierend wie der Atlantik. Die Autorin nimmt uns mit auf eine Reise an Wasser, in ihre Gedanken, zu ihren Gefühlen und lässt uns teilhaben wie es ist zu spüren wenn neues Leben entsteht, heranwächst und geboren wird und das Leben alles verändert. Eine sehr persönliche und herzerwärmende Geschichte und zudem gepickt und erweitert durch Geschichte von, über und mit dem Meer.

Hat mir gut gefallen.

4 Sterne,

Rezension zu Die Form des Wasser von Andrea Camilleri

 

Allgemeines:
Format: Taschenbuch
Seiten: 249
Erschienen am 1. Januar 2002 

Worum geht es:
Commissario Salvo Montalbano aus Sizilien ist der neue Star unter den Mordkommissaren der internationalen Krimiliteratur: ein liebenswerter Eigenbrötler mit einer Vorliebe für schöne Frauen und gutes Essen. Aber auch jemand, der "seine" Sizilianer kennt und mit südlicher Nonchalance und nüchternem Realitätssinn die vertracktesten Fälle löst - und deshalb schon bald das raffiniert inszenierte Spiel um den Fall Luparello durchschaut ...
Commissario Montalbano löst seinen ersten Fall.

Der Autor:
Bekannt geworden ist Andrea Camilleri, einer der meistgelesenen Autoren Italiens, durch seine Bestsellerkrimis um den Commissario Montalbano. Doch sein Werk hat noch eine ganze Reihe anderer Facetten. In vielen weiteren Romanen und Erzählungen beeindruckt er seine Leser, erscheinen sie nun in historischem oder kriminalistischem Gewand. Außerdem hat Camilleri Gedichte und Essays verfasst sowie als Regisseur und Universitätsdozent gearbeitet. Fast immer präsent ist dabei ein verbindendes Element: Camilleris Heimat Sizilien, wo er 1925 zur Welt kam. Auch wenn er in Rom lebt, ist der dreifache Vater seinen sizilianischen Wurzeln immer treu geblieben und holt sich die Inspiration für seine Werke immer wieder auch bei Spaziergängen durch seinen Geburtsort und Zweitwohnsitz Porto Empedocle.

Meine Meinung:
Der Autor hat einen tollen Schreibstil. Sehr flüssig. Interessant und spannend erzählt. Die Figuren werden nach und nach vertraut. Ich habe sie schnell wie gute Freunde und Bekannte empfunden. Die Umgebung wird deutlich aber nicht blumig beschrieben. Alles hat genau die richtige Erzählstruktur. Ich habe das Buch zudem sehr schnell lesen können. Aber es war eher unaufgeregt und ruhig. Eine angenehme Geschichte, die zwar nicht den Puls schneller schlagen ließ aber doch neugierig auf die Auflösung machte. Ich wurde gut unterhalten und manchmal reicht eben genau das auch aus.

Rezension zu Totenlied von Tess Gerritsen

 

Allgemeines: 
Format: Taschenbuch
Seiten: 336
Erschienen am 15. Januar 2018
blanvalet Verlag
 
Worum geht es:
Eine verstörende Melodie, ein tragisches Schicksal, ein tödliches Geheimnis ... 
Von einer Italienreise bringt die Violinistin Julia Ansdell als Souvenir ein altes Notenbuch mit. Es enthält eine handgeschriebene, bislang unbekannte Walzerkomposition. Julia ist fasziniert von dem Stück, doch jedes Mal, wenn sie die aufwühlende Melodie spielt, geschehen merkwürdige Dinge. Etwas Bösartiges geht von dem Walzer aus; es scheint das Wesen von Julias dreijähriger Tochter zu verändern. Weil niemand ihr Glauben schenkt, reist Julia heimlich nach Italien, um nach der Herkunft der mysteriösen Komposition zu forschen ...
 
Die Autorin:
So gekonnt wie Tess Gerritsen vereint niemand erzählerische Raffinesse mit medizinischer Detailgenauigkeit und psychologischer Glaubwürdigkeit der Figuren. Bevor sie mit dem Schreiben begann, war die Autorin selbst erfolgreiche Ärztin. Der internationale Durchbruch gelang ihr mit dem Thriller »Die Chirurgin«, in dem Detective Jane Rizzoli erstmals ermittelt. Seither sind Tess Gerritsens Thriller um das Bostoner Ermittlerduo Rizzoli & Isles von den internationalen Bestsellerlisten nicht mehr wegzudenken. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Maine.

Meine Meinung:
Dieses Buch enthällt eine völlig andere Geschichte als ich sie erwartet hatte. Und ich hatte schon einige Probleme mich auf diese Thematik einzustellen. Aber trotzdem fand ich die Hintergründe und die Idee dahinter dann wiederum sehr interessant. Das Buch hatte hier und da ein paar Längen aber enthält zudem eine sehr Geschichte vor der ich irgendwie tiefe Respekt aber auch Trauer emfunden habe.
Ich finde den Klappentext nur leider echt unglücklich und ich glaube wenn es ein paar Hinweise auf die eigentlichen Hintergründe gegeben hätte, dann hätte ich mich auch besser von Anfang an darauf einstellen können. Ich hätte zum Beispiel nie in der Buchhandlung nach dem Buch gegriffen aufgrund von Titel und Klappentext und das wäre im Nachhinein doch schade gewesen. Denn ich finde diese Menschen sollten heut zu Tage mehr Aufmerksamkeit bekommen.

Alles in allem empfehlenswert.

Rezension zu Die Falle von Melanie Raabe

 

Allgemeines: 
Format: Taschenbuch
Seiten: 352
Erschienen am 11. April 2016
btb - Verlag

Worum geht es:
Die berühmte Bestsellerautorin Linda Conrads lebt sehr zurückgezogen. Seit elf Jahren hat sie ihr Haus nicht mehr verlassen. Als sie im Fernsehen den Mann zu erkennen glaubt, der vor Jahren ihre Schwester umgebracht hat, versucht sie, ihm eine Falle zu stellen - Köder ist sie selbst. 
 
Die Autorin:
MELANIE RAABE wurde 1981 in Jena geboren. Nach dem Studium arbeitete sie tagsüber als Journalistin – und schrieb nachts heimlich Bücher. 2015 erschien DIE FALLE, 2016 folgte DIE WAHRHEIT, 2018 dann DER SCHATTEN. Ihr vierter Bestseller heißt DIE WÄLDER. Ihre Romane werden in über 20 Ländern veröffentlicht, mehrere Verfilmungen sind in Arbeit. Seit 2019 betreibt Melanie Raabe zudem gemeinsam mit der Künstlerin Laura Kampf einen erfolgreichen wöchentlichen Podcast rund um das Thema Kreativität, „Raabe & Kampf“. 2020 erscheint ihr erstes Sachbuch: KREATIVITÄT - Wie sie uns mutiger, glücklicher und stärker macht. Melanie Raabe lebt und arbeitet in Köln.
 
Meine Meinung:
Nachdem ich das Buch KREATIVITÄT von der Autorin gelesen hatte, war ich auch neugierig geworden auf die Thriller der Schriftstellerin. Also wählte ich DIE FALLE aus, da es auch das Debüt gewesen ist. Zudem hat mich die Grundidee einer vollständig zurückgezogenen Hauptfigur sehr neugierig gemacht. In den Inneren Monologen der Figur wird ihre Verletztlichkeit und Zerrissenheit, die alten Verletzungen und die nicht überwundenen Traumata sehr deutlich.
Man wird zusammen mit ihr in einen Strudel aus Wirklichkeit, Einbildung und Schmerz gezogen und versucht einen Weg dadurch zu finden.
Ich fand die Geschichte sehr faszinierend und nicht vorhersehbar. Zu erst dachte ich, ja klar, genau, ist doch völlig logisch aber dann kommt die Autorin mit Wendungen um die Ecke mit denen ich nicht gerechnet hatte.

Mir hat das Buch im Großen und Ganzen gut gefallen.
Ich bin auf die weiteren Thriller gespannt.

Samstag, 13. März 2021

Rezension zu Die Stunde der Wut von Horst Eckert

 

Allgemeines: 
Format: Taschenbuch
Seiten: 446
Erschienen am 8.März 2021
Rezensionsexemplar vom Bloggerportal

Worum geht es: 
Mit Immobiliendeals wurde Hartmut Osterkamp reich. Kompromisslos baut er sein Imperium aus. Ihm ist jedes Mittel recht. Kriminalrätin Melia Adan ist überzeugt, dass Neonazis auf einer Osterkamp-Baustelle die Leiche einer ehemaligen Kollegin verschwinden ließen. Noch hat sie keinen Beweis. Aber schon bald gefährliche Feinde. Hauptkommissar Vincent Veih hat es mit dem Mord an der Tochter eines Psychiaters zu tun. Was zuerst wie eine Beziehungstat aussieht, führt Vincent auf ein Schlachtfeld von Gier, Korruption, politischen Intrigen – und blanker Wut. 

Der Autor:
Horst Eckert, geboren 1959, lebt in Düsseldorf. Er gilt als "der wichtigste Vertreter des hartgesottenen Kriminalromans in Deutschland" (Ulrich Noller, WDR), "der seine Leser mit einer Sprache fesselt, wie sie hierzulande kaum ein anderer Krimiautor beherrscht: stimmig, rasant, illusionslos" (Martin Schöne, ZDF). Homepage: www.horsteckert.de - Facebook: www.facebook.com/horsteckert Eckert studierte Politikwissenschaft in Erlangen und Berlin. 15 Jahre lang arbeitete er als Fernsehjournalist (u.a. für "Tagesschau", "RTL-Nachtjournal"). 1995 erschien sein Krimidebüt "Annas Erbe" im Grafit-Verlag. 2013 erschien mit "Schwarzlicht" der erste Band der Vincent-Veih-Reihe bei Wunderlich. Sein aktueller Thriller "Wolfsspinne" (Herbst 2016) behandelt das rechte Terrornetzwerk um den NSU und die Verflechtungen der Verfassungsschutzbehörden. "Auf höchstem Niveau", urteilte hr-Info. Eckerts Romane sind ins Französische, Niederländische und Tschechische übersetzt sowie mehrfach preisgekrönt (Marlowe für "Aufgeputscht", Friedrich-Glauser-Preis für "Die Zwillingsfalle"). Der "Deutschlandfunk" bezeichnet sie als "im besten Sinne komplexe Polizeithriller, die man nicht nur als spannenden Kriminalstoff lesen kann, sondern auch als einen Kommentar zur Zeit". Horst Eckert schreibt auch Kurzgeschichten (im Kindle-Shop für das E-Book: "Crime Stories 1-5") und gibt Workshops für angehende Autoren. 

Rezension:
Obwohl dies Band 2 einer Reihe ist und ich Band 1 nicht gelesen habe und dieses Buch auf die Geschehnisse zurückgreift aus Teil 1, konnte ich der Story problemlos folgen. 
Durch die kurzen Kapitel und vielen Szenenwechsel ist der Einstieg in die Geschichte ziemlich rasant und das hat mir zu Anfang auch gut besonders gut gefallen. Aber je weiter die Story voranschreitet umso mehr hätte ich mir ausführlichere Szenen gewünscht. Die Vielzahl an Handlungsorte und die hohen Anzahl von unterschiedlichen Perspektiven überfüllt die Geschichte nach und nach ohne dabei an Tiefe zu gewinnen. Es bleibt alles sehr oberflächlich und dadurch kam leider kaum Spannung auf. 

Zudem ist mir leider immer wieder negativ aufgestossen, dass auf die Hautfarbe der weiblichen Ermittlerin hingewiesen wurde ohne das es überhaupt nötig ist, denn dies wird aus der Story an sich schon ersichtlich und mal ehrlich was ist daran so wichtig? Wenn jemand weiß ist wird doch auch nicht immer wieder darauf hingewiesen und es nahezu so sehr verdeutlich, dass der Leser es nicht kapieren würde. Dabei hätte ich mir wirklich viel mehr Sensitivität gewünscht. Aus diesem Grund kann ich nur 2 Sterne vergeben, sonst wären es 3 gewesen.

Donnerstag, 25. Februar 2021

Abgebrochen: Bella Germania von Daniel Speck

 

 

Worum geht es:

München, 2014: Die Modedesignerin Julia ist kurz vor dem ganz großen Durchbruch. Als plötzlich ein Mann namens Vincent vor ihr steht, der behauptet, er sei ihr Großvater, gerät ihre Welt aus den Fugen. Mailand, 1954: Der junge Vincent fährt von München über den Brenner nach Mailand, um dort für seine Firma zu arbeiten. Er verfällt dem Charme Italiens, und er begegnet Giulietta. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Doch sie ist einem anderen versprochen. Eine tragische Liebe nimmt ihren Lauf, die auch Jahrzehnte später noch das Leben von Julia völlig verändern wird.

Fazit:
Den Anfang fand ich noch ganz nett und war dann schon neugierig was Vincent wohl in Mailand erlebt aber kaum war er dort angekommen, konnte mich die Geschichte nicht mehr mitnehmen. Ich habe dann noch etwas weitergelesen aber schlicht schnell das Interesse verloren.

Leider nichts meins und eindeutig nicht gut genug um meine wenig Zeit damit zu verschwenden.

Zuviele Bücher und zu wenig Zeit. ;-)

Rezension zu Dinosaurier auf anderen Planeten von Danielle McLaughlin

 

Allgemeines: 
Format: Hardcover
Seiten: 254
Erschienen am 22. Februar 2021
Rezensionsexemplar

Die Autorin:
Danielle McLaughlin hat als Rechtsanwältin praktiziert, bevor sie mit 40 Jahren zu schreiben begann. Ihre Geschichten wurden in The New Yorker, The Irish Times, The Stinging Fly und verschiedenen Anthologien veröffentlicht, sie gewann u.a. die William Trevor/Elizabeth Bowen International Short Story Competition und den Willesden Herald International Short Story Prize. Ihr Erzählungsband »Dinosaurier auf anderen Planeten« kam 2015 auf die Shortlist der Irish Book Awards Newcomer of the Year und wurde 2019 mit einem der höchstdotierten literarischen Preise weltweit ausgezeichnet, dem Windham-Campbell Prize. Danielle McLaughlin lebt im County Cork, Irland und schreibt an ihrem ersten Roman.

Über das Buch: 
Eine junge Frau lernt ihren Mann ganz neu kennen, als sie zum ersten Mal seine Heimat an der nordirischen Küste besuchen; eine Mutter will verstehen, warum ihr kleiner Sohn so besessen ist von Tierknochen und der Apokalypse … In diesen Geschichten ist die Welt ebenso schön wie fremd. Männer und Frauen, Alt und Jung bewegen sich durchs Leben, wie ein Tourist ein fernes Land erkundet: aufmerksam, mit einer Mischung aus Staunen und Misstrauen. Sie leben in ständiger Gefahr, missverstanden, verletzt oder abgelehnt zu werden, und wollen doch nur begreifen, wer sie sind, in welcher Welt sie leben.

Rezension:
In dem Buch befinden sich zwölf sehr unterschiedliche Kurzgeschichten.
Jede auf eine eigene Art erzählt und interessant.

Ich glaube das wir hier mit Danielle McLaughlin einen wahren Stern am irischen Autoren Himmel gefunden haben. Eine Schriftstellerin die sich ohne jeden Zweifel neben Cecelia Ahern und Sally Rooney behaupten kann.

Die Geschichten haben Tiefe, Gefühl und strotzen nur so von Emotionen. Ebenson habe ich sie als Null vorhersehbar empfunden.

Die Storys sind auf den Punkt erzählt.
Die Autorin steigt spät in die Handlung ein und geht dann ohne zu viel Spielraum zu lassen wieder hinaus. Man kann nur erahnen und raten was den Figuren passieren könnte nachdem die Autorin uns nicht weiter an ihrem Leben teilhaben lässt. Aber der Moment den die Schrifstellerin eingefangen hat ist faszinierend und lässt einen manchmal nachdenklich und manchmal auch geschockt fasziniert zurück.

Ich hatte ein paar schöne Lesestunden und hoffe sehr auf mehr Lesestoff der Autorin.

4 von 5 Sternen.

Rezension zu Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins von Milan Kundera

 

Allgemeines: 
Format: Hardcover
Seiten: 451
Erschienen in24. Juni 1988
Selbstgekauft
 
Der Autor:
Milan Kundera, 1929 in Brünn, ehemals Tschechoslowakei, geboren, ging 1975 ins Exil nach Frankreich, wo er seither lebt und publiziert. Sein Werk wurde in alle Weltsprachen übersetzt und mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet.

Worum geht es:
Der Prager Chirurg Tomas, der die Frauen begehrt und zugleich fürchtet, ein Erotomane, der seine Scheidung wie eine Hochzeit feierte und fortan der Liebe aus dem Weg ging, bricht für die Kellnerin Teresa mit einigen seiner Grundsätze. Seine erotischen Freundschaften, wie jene mit der Malerin Sabina, führt er aber weiter. Teresa verlässt ihn in Zürich, wo sich die beiden, inzwischen verheiratet, nach dem russischen Einmarsch in Prag, niedergelassen haben. Sie kehrt in ihr Heimatland zurück, er folgt ihr, verliert seine Stellung und arbeitet als Fensterputzer, später als Lastwagenfahrer in einem Dorf fern von Prag. Das Glück endet in der Katastrophe - Tomas und Teresa sterben bei einem Verkehrsunfall nach einem Tanzabend. 

Rezension:
Ich konnte diesem Buch nichts abgewinnen.
Ich befürchte ich habe diese Geschichte eventuell einfach nicht verstanden.
Es hatte wirklich etwas von Geschichte wie damals in der Schule.

Und nebenbei der Spoiler im Klappentext ist wirklich ein Spoiler, denn das kommt im Buch gar nicht vor.

Das war eines der Buch, die ich einfach nur ganz schnell wieder vergessen möchte.
Zum Glück ist das schon fast geschehen.

2 von 3 Sternen.