Format: Hardcover
Erschienen am 8. Oktober 2025
im S. Fischer Verlag
Umfang: 288 Seiten
Worum geht es:
Eine Tochter steht in der Wohnung ihrer plötzlich
verstorbenen Mutter. Die Mutter ist fort, ihre gesamten Ersparnisse
auch. Was bleibt, sind Fragen: Warum ist die Wohnung so chaotisch, der
Briefkasten so voll? Und wie ist es überhaupt möglich, seine eigene
Mutter an einen Heiratsschwindler zu verlieren?
Sarah Kuttner erzählt die Geschichte einer Frau, die Liebe suchte und auf einen Love Scammer traf. Die sich verliebte und die Augen verschloss. Die nichts zurückließ, außer einem schier endlosen Chat mit dem Betrüger. Vor allem aber ist es die Geschichte einer Tochter, die zurückbleibt, mit einer Leerstelle, wo einmal die Mutter war.
Also liest die Tochter die Nachrichten, die nicht für sie bestimmt waren, liest Dinge über sich selbst, die sie nie wissen wollte. Und doch, ganz langsam, füllt sich die Leerstelle mit einer Nähe, wie sie beiden zu Lebzeiten nicht möglich war.
Die Autorin:
Sarah Kuttners erster Roman »Mängelexemplar« erschien 2009 und stand wochenlang auf der Bestsellerliste. Damals wie heute schreibt sie über ernste, existenzielle Themen direkt, ehrlich und gleichzeitig schwerelos. Bekannt wurde Sarah Kuttner durch ihre Moderationen auf VIVA und MTV sowie diversen Sendungen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Seit 2017 moderiert sie gemeinsam mit Stefan Niggemeier den Podcast »Das kleine Fernsehballett«, außerdem spricht sie auf YouTube über ADHS und mentale Gesundheit. Sarah Kuttner lebt seit 2023 auf dem Land und hat inzwischen einen ziemlich grünen Daumen.
Meine Gedanken:
Dieses Buch hat mich positiv überrascht und mich schon ziemlich mitgenommen. Es geht zum einen um den schmerzlichen Verlust eines Familienmitglieds. Dann geht es um die Entfremdung von einem Familienmitglied. Es geht um Hilflosigkeit. Es geht um ein Verbrechen und um Kriminalität. Das Buch macht wütend und sprachlos.
Man möchte am liebsten gar nicht glauben wie viel Wahrheit in diesem Buch steckt.
Die Autorin erzählt die Geschichte ihrer Mutter. Sowas kann man sich fast gar nicht ausdenken. Es wäre zu schön wenn es rein fiktiv wäre aber es passiert zuhauf da draußen. Und das ist schon echt traurig.
Das Buch ist schon ziemlich hart und ich kann es deswegen nur eingeschränkt empfehlen. Aber nur weil ich es thematisch schon für den einen oder anderen Lesenden vielleicht zu krass sein könnte.
Die Autorin schreibt unglaublich gut und hat mich mitgerissen und einsogen in diese wahre Geschichte. Ich könnte mir gut vorstellen nochmal etwas von der Autorin zu lesen.

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