Format: Hardcover
Erschienen am 16. Juni 2026
im DUMONT Verlag
Umfang: 288 Seiten
Rezensionsverlag vom Verlag
Worum geht es:
Anton, 60 Jahre alt, ist Stepptänzer. Ja, er ist nicht mehr so schnell wie früher, aber mit seiner Erfahrung und Ausdruckskraft tanzt er – noch – allen davon. Wer sollte ihm also die Stelle als Choreograf an einer Theaterbühne streitig machen? Doch die neue Intendantin sieht das anders – und engagiert ausgerechnet Emma, Antons Tochter. Anton ist verletzt, wütend, traurig und zugleich stolz auf seine Tochter. Zeigen kann er ihr das nicht.
Die Absage spült etwas in ihm hoch, das er nicht länger verdrängen kann: das Gefühl des Älterwerdens. Plötzlich spürt er die eigene Endlichkeit und fragt sich, ob er sein Leben richtig gelebt hat. Eine Frage, die ihn wieder an eine alte große Liebe denken lässt. Jo war damals einfach spurlos verschwunden. Hätte er mit ihr ein besseres Leben gelebt?
Es ist Emma, die auf Jos Spur stößt. Mit ihr reist er nach Irland. Alte Konflikte zwischen Vater und Tochter brechen wieder auf. Für Anton wird es eine Reise zu sich selbst und er begreift: Zu Ende ist es erst, wenn es zu Ende ist. Bis dahin will das Leben gelebt werden.
Der Autor:
Ewald Arenz wurde 1965 in Nürnberg geboren, studierte englische und amerikanische Literatur sowie Geschichte und publiziert seit Beginn der neunziger Jahre. Er ist eiin SPIEGEL-Bestsellerautor und wurde für sein literarisches Werk vielfach ausgezeichnet. In seinen Romanen und Erzählungen wahrt er "bemerkenswert die Balance zwischen Anspruch und Unterhaltung", wie die Süddeutsche Zeitung schreibt.
Neben seiner literarischen Tätigkeit moderiert er die Sendung "Aus dem FF - das Feiertagsfeuilleton" auf Bayern 2, organisiert zahlreiche literarische Veranstaltungen wie etwa die jährlichen Parklesungen im idyllischen Fürther Stadtpark mit Krimiautoren und Freiluftklavieren, Sopranistinnen und Schauspielern. Als Dramatiker arbeitet er vor allem im musikalischen Bereich: neben dem gefeierten Musical "The Famous Door on Swing Street" (2020) hat er mit dem Komponisten Thilo Wolf bereits eine Reihe Musicals geschrieben, die unter anderem mit dem Deutschen Musical Theaterpreis ausgezeichnet wurden.
Seine beiden neuesten Romane "Alte Sorten" und "Der große Sommer" (beide DuMont) sind SPIEGEL-Bestseller.
Meine Gedanken:
Leider konnte dieses Buch meine Erwartungen nicht erfüllen. Aber zuerst zum positiven. Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Auch gut gefallen hat mir ein Nebenstrang in der Erzählung. Anton hat eine Tanzschule und da taucht eines Tages ein Mädchen auf und diesem nimmt er sich an. Und das fand ich wirklich herzerwärmend. Aber ansonsten ist leider absolut gar nichts herzerwärmend an Anton. Von so einem unsympathischen Protagonisten habe ich selten gelesen.
Besonders freute ich mich auf den Part in Irland. Irgendwie hatte ich eine Vater Tochter Reise erwartet. Wo sie sich versöhnen und wieder einander näher kommen ABER Pustekuchen. Ziemlich schnell gehen Vater und Tochter getrennte Wege. Und als Leserin war ich wieder allein mit diesem unsympathischen Mann. Der absolut nicht zu schätzen wusste, in welch schönem Land er sich gerade befindet.
Ich hatte immer wieder darauf gewartet, dass Anton endlich eine Entwicklung bekommt aber er steht still, in seiner festgefahrenen Art. Er ist sich selbst am wichtigsten und mitunter nicht zu ertragen.
Seine Ex Frau findet auch eine Rolle in diesem Buch. Ich fand sie auch nett kennenzulernen. Die Tochter blieb blass und zu ihr fand ich kaum einen Zugang.
Es gibt in der Familie ein Ereignis, dass die Eheleute eben zu Ex-Eheleute machte und auch das wurde mehrfach durchgekaut. Und trug nicht zum Lesevergnügen bei.
Leider hat mir dieses Buch im Großen und Ganzen nicht besonders gut gefallen.

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