Samstag, 20. August 2022

Rezension zu Play with me 4-6 von Julia Will

 

Allgemeines:
Band 4
Ungeküsst
Format: Taschenbuch
Erschienen am 31. Oktober 2019
im Amrûn Verlag
Seiten der Printausgabe: 130

Worum geht es:
Mike hat eine Leidenschaft. Role-Play-Games, kurz RPGs. Und am liebsten spielt er zusammen mit Chain. Er kennt ihn schon seit eineinhalb Jahren, aber eigentlich weiß er überhaupt nichts von ihm. Selbst das geplante Treffen auf einer Convention platzt und Chains Ausrede klingt auch höchst fadenscheinig. Mike ist enttäuscht. Er hatte sich so darauf gefreut, Chain endlich live zu sehen. Stattdessen trifft er dort unverhofft auf Leon und – oh Wunder – sie verstehen sich wesentlich besser als gedacht. Sogar auf die folgende Houseparty bei Tim lässt Leon sich mitschleppen. Das einzig blöde: Je besser es mit Leon und Mike läuft, desto mehr spitzt sich die Lage zwischen Leon und Hannah zu. Ob das gut geht …


Allgemeines:
Band 5
Dance with me
Format: Taschenbuch
Erschienen am 10. Janaur 2020
im Amrûn Verlag
Seiten der Printausgabe: 138
 
Worum geht es:
Mike hat eine Leidenschaft. Role-Play-Games, kurz RPGs. Und am liebsten spielt er zusammen mit Chain. Er kennt ihn schon seit eineinhalb Jahren, aber eigentlich weiß er überhaupt nichts von ihm. Als das lange geplante Treffen auf einer Convention platzt, ist Mike natürlich mega enttäuscht. Dafür bekam er aber die Gelegenheit, Leon ein bisschen besser kennenzulernen, der auf den hundertsten Blick doch gar nicht so schlimm ist, wie bisher gedacht. Nicht so schön ist allerdings, dass Hannah sich ausgerechnet jetzt von ihm trennt. Obwohl … das heißt ja nicht, dass Mike nicht trotzdem mit ihm befreundet sein kann, oder?…
 

 
Allgemeines:
Band 5
Verbotene Früchte
Format: Taschenbuch
Erschienen am 1. Mai 2020
im Amrûn Verlag
Seiten der Printausgabe: 138
 
Worum geht es:
Mike hat eine Leidenschaft. Role-Play-Games, kurz RPGs. Und am liebsten spielt er zusammen mit Chain. Er kennt ihn schon seit eineinhalb Jahren, aber eigentlich weiß er überhaupt nichts von ihm. Mikes Enttäuschung über das geplatzte Treffen auf einer Convention lässt langsam nach, denn inzwischen hat sich in seinem Reallife so viel verändert, dass er gar nicht mehr weiß, wie er alles unter einen Hut bringen soll. Auf der einen Seite ist da Chain, der sich immer weiter rar macht, auf der anderen Seite Leon, der ja nun nicht mehr mit Hannah zusammen ist, dazu viel netter als gedacht und zu allem Überfluss … hat der Typ auch noch verdammt weiche Lippen.

Über die Autorin:
Warum den heißen Typen mit einer anderen Frau teilen, wenn man auch einfach zwei heiße Typen haben kann?' Das ist der Satz, mit dem Julia meistens auf die Frage antwortet: Warum Homoerotik? Denn: Warum auch nicht? Geboren und Aufgewachsen im schönen Bayern, direkt an der Tschechischen Grenze, als Tochter einer Bäckersfamilie, hat sie schon einiges verkauft. Brötchen, neue Frisuren oder Autos; Julia verkauft alles. Und jetzt auch ihre eigene Fantasie, mit einem kleinen, anzüglichen Lächeln auf den Lippen, direkt aus dem Kopf auf den Bildschirm. Inzwischen hat es sie dreimal quer durchs Land verschlagen, bis sie nun schlussendlich mit ihrem Kater in Düsseldorf gelandet ist. Einen Steinwurf vom Rheinufer entfernt wohnt sie nun quasi im Paradies und verkauft keine Brötchen oder Autos mehr, sondern arbeitet in einem wundervollen Team als Sachbearbeiterin in der Lohnbuchhaltung, wenn sie nicht gerade in der Bahn oder im Bus sitzt, und an ihrer nächsten Geschichte schreibt. Auf die Frage: Kommst du dir nicht komisch vor, 'sowas' in der Öffentlichkeit zu schreiben? antwortet sie mit: 'Wer mitliest, ist selbst dran schuld!

Meine Meinung:
Einmal wieder angefangen mit der Reihe, kann man nur sehr schwer wieder damit aufhören. Besonders wenn es jetzt endlich wirdlich so richtig los geht in der Reihe. Die Beziehungen, die Irrungen und Wirrungen beginnen mit jedem Band immer mehr Spaß zu machen. Die Story wird wirklich von Band zu Band immer besser und ich bin sehr froh, dass ich diese Story nun ohne große Unterbrechungen aufsaugen kann. Ein wirklich großer und verführerischer Lesespaß.

Mit Stand bis zu Band 6 vergebe ich gerne insgesamt 5 Sterne.

Rezension zu Ein Meer aus Licht und Farben: Mein Neubeginn in Südschweden (Sehnsuchtsorte, Band 14) von Sylvia B. Lindström

 

Allgemeines:
Format: Taschenbuch
Erschienen am 4. Juni 2021
im Eden Books Verlag
Seiten der Printausgabe: 272

Worum geht es:
Nach einer schmerzlichen Trennung sieht Sylvia Brandis in Deutschland als alleinerziehende Mutter ohne Job und festen Wohnsitz einer ungewissen Zukunft entgegen. Also gibt sie ihrem Leben eine ganz neue Wendung und wandert mit ihrem dreijährigen Sohn Hauke nach Schweden aus – ein Land, das sie lediglich aus Astrid Lindgrens Kinderbüchern kennt. Ihr Sehnsuchtsort ist eine heile Welt mit einsamen Wäldern, Seen, gemütlichen Holzhäusern, mit freundlichen und toleranten Menschen. In einer solchen friedvollen Idylle soll Hauke aufwachsen. Doch der Alltag auf Öland, einer Insel im Südosten Schwedens, wo sie schließlich landet, sieht anders aus: Wer hier Fuß fassen will, darf sich für keine Arbeit zu schade sein. Und so gründet Sylvia zusammen mit einem öländischen Fischer eine kleine Firma, die Holzpferde herstellt. Sie verdingt sich zudem als Dolmetscherin, Zeitungsbotin, Aushilfskraft im ambulanten Pflegedienst, Märchenerzählerin für Kinder und Erwachsene und Spezialistin für Problempferde. Nach der Hochzeit mit Haukes »Wunschvater« ist ihr Glück allerdings noch lange nicht perfekt. Denn das Leben hat noch weitaus mehr mit Sylvia vor … 

Die Autorin:
Sylvia Brandis Lindström, geboren in Hamburg, arbeitete mit Dressurpferden, brach ihr Studium der Tiermedizin nach einigen Semestern ab und widmete sich neben der täglichen Arbeit auf einem Gestüt fortan dem Schreiben, unter anderem von Kinder- und Jugendbüchern. 1988 gewann sie beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt das Stipendium der Kärntner Industrie. 1992 zog sie nach Schweden und lebt seit 1994 auf der Insel Öland, wo sie als Physiotherapeutin für Pferde und freie Autorin tätig ist.

Meine Meinung:
Das Buch enthält eine spannende Lebensgeschichte. Sie enthält die guten und die schlechten Seiten die eine Auswanderung mit sich bringen kann. Manche Punkte sind aus heutiger Sicht sicherlicher einfacher und würden anders ablaufen, aber trotzdem ist es spannend zu lesen was die Autorin mit ihrem kleinen Sohn in Schweden erlebt hat. Mit welchen Hürden sie zu kämpfen hatte und wie sie ihren Weg gefunden hat.

Ich hatte viel Freude mit ihrem kleinen Bericht. Ich vergebe gerne 4,5 Sterne.

Rezension zu Kein Mensch und Sara von Anna Gasthauser

 

Allgemeines:
Format: Taschenbuch
Erschienen am 20. Juli 2021
im Selfpublishing
Seiten der Printausgabe: 256

Worum geht es:I
n naher Zukunft. Die sechzehnjährige Sara ist auf sich allein gestellt. Ihr Alltag wird bestimmt von der Willkürherrschaft der KLPO, von Gewalt, Elend und Einsamkeit. Nach dem Selbstmord ihrer Tante übernimmt sie wider Willen die Verantwortung für deren VyO Jim - einen künstlichen Menschen. Geschöpfe seiner Art werden von der KLPO gejagt und getötet - ebenso wie die, die ihnen helfen. Als Sara erkennt, dass Jim weit menschlicher ist, als sie erwartet hat, beschließt sie, ihn zu schützen - und bringt sich selbst in größte Gefahr.

Die Autorin:
Anna Gasthauser hatte schon immer eine Vorliebe für mystische Geschichten, mochte Dracula, Akte X und Freddy Krüger. Von seltsamen Geschehnissen und eigenartigen Figuren handeln zumeist auch Annas Romane, die ihre Leser in eine wohlig-düstere Gänsehautstimmung versetzen. Trotzdem möchte (und kann) sich die Autorin nicht auf ein Genre festlegen. Und so geht es in ihren Geschichten zuweilen auch weniger mystisch, dafür umso romantischer zu.

Meine Meinung:
Ich mag den Schreibstil der Autorin sehr. Ihre Art zu schreiben hat die Fähigkeit einen durch die Geschichte zu führen, dass man dabei die Zeit total vergisst.
Die Geschichte von Sara und Jim ist ungewöhnlich und außergewöhnlich.
Aber leider hatte die Geschichte für mich die eine oder andere Schwäche und Passagen die mir persönlich leider nicht so gut gefallen haben.
Sara als Protagonistin und der Handlungsverlauf waren für mich nicht ganz ausgereift. Die Handlung hatte für mich den einen oder anderen Plottwist der etwas zu einfach war bzw. plötzlich. Es hatte etwas von zu sehr in den Schoss gefallen.
Es gab Momente die mir den Atem zum stocken brachten aber irgendwie ging es dann einfach weiter und die Situation wurde wieder gut.
Die Autorin hat eine tolle Dystopische Welt erschaffen, von der ich gerne mehr gelesen hätte. Aber irgendwie war es dann zu schnell vorbei, eigentlich bevor es richtig angefangen hatte. Irgendwie schade.

Leider kann ich nur 3 Sterne vergeben.

Rezension zu One Last Stop: Der letzte Halt ist erst der Anfang von Casey McQuiston

 

Allgemeines:
Format: Taschenbuch
Erschienen am 1. Juni 2021
im Droemer Knauer Verlag
Seiten der Printausgabe: 464

Worum geht es:
Zwei junge Frauen in New York, eine große Liebe und eine zauberhafte Botschaft: die neue unkonventionelle romantische Komödie von Casey McQuiston Die New Yorker Studentin August glaubt weder an Hellseherei, noch an die Art von Liebe, über die Filme gedreht werden. Und ganz sicher glaubt sie nicht, dass ihre WG voller liebenswerter Nerds daran etwas ändern wird – oder gar ihre Nachtschichten in einem Pancake House, das seit den 70er Jahren Kultstatus genießt. Doch dann ist da in der U-Bahn plötzlich Jane – die ebenso schöne wie unmögliche Jane. Um sie wiederzusehen, fährt August täglich zur selben Zeit mit der Linie Q. Und sie beginnt sich zu wundern: Jeden Tag trägt Jane dieselbe Kleidung, niemals scheint sie aus der U-Bahn auszusteigen. Nur langsam begreift August, dass sie sich für Jane auf ein unmöglich scheinendes Abenteuer einlassen muss …

Die Autorin:
Casey McQuiston wuchs im südlichen Teil Louisianas auf und entwickelte dort eine bis heute anhaltende Vorliebe für Honigkekse und Geschichten mit viel Herz entwickelte. Nach einem Journalismus-Studium arbeitete Casey McQuiston jahrelang in der Zeitschriftenbranche und fand schließlich zum Bücherschreiben. Daraus hervorgegangen sind fröhliche unkonventionelle romantische Komödien und Geschichten, mit denen man herrlich dem Alltag entfliehen kann. Casey lebt und arbeitet – immer begleitet von Mischlingshund Pepper – in Colorado.
Es waren schon immer Geschichten, die in fernen Welten spielen und die Leser auf spannende Reisen mitnehmen, die Carina Schnell am meisten fesseln konnten. Daraus hat sich auch ihre Liebe zu fremden Ländern, Sprachen und Kulturen entwickelt. Sie schrieb schon in jungen Jahren, verbrachte aber nach dem Abitur erst einmal viel Zeit im Ausland mit dem Studium mehrerer Fremdsprachen. Danach absolvierte sie einen Bachelor in Übersetzungswissenschaft an der Universität Heidelberg und einen Master im Fachübersetzen an der Universität Genf. Während sie neben dem Studium als Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache tätig war, entdeckte sie die Liebe zu ihrer Muttersprache neu und begann wieder zu schreiben. Aktuell lebt und arbeitet die gebürtige Deutsche als Literaturübersetzerin und Autorin in der Schweiz.

Meine Meinung:
Es ist schon einige Woche her, dass ich das Buch gelesen habe. Für manche Bücher brauche ich Zeit um heraus zu finden, ob mir das Buch nun gefallen hat oder nicht. Bei One Last Stop war dies mal wieder der Fall.
Ich hatte einige Start Schwierigkeiten mit der Geschichte. Der Einstieg war mir etwas zu holprig und etwas zu sehr in die Länge gezogen,
Die Hauptfigur August war für mich am Anfang auch nicht sehr greifbar und ihr schwieriges Verhältnis mit ihrer Mutter zunächst auch nicht nachvollziehbar. Aber mir war von Anfang auch klar, dass das alles irgendwie miteinander verknüpft ist.
Von Seite zur Seite fügte sich das Bild allmählich zusammen, für meinen Geschmack vielleicht etwas zu schnell.
Das Buch lebt von seinen unterschiedlichen und facettenreichen Figuren. Und von dem Schreibstil der sarkastisch und sehr humorvoll ist.
Bei dem Klappentext hätte ich zwar eher mit was anderen gerechnet und ich brauchte auch etwas Zeit um mich mit diesem Genre Mix anzufreunden aber im großen und ganzen war es eine schöne Geschichte.

Ich vergebe 4 Sterne.

Dienstag, 16. August 2022

Rezension zu Hard Liquor: Der Geschmack der Nacht. Roman (Food Universe, Band 1) von Marie Graßhoff

 

Allgemeines:
Format: Taschenbuch
Erschienen am 23. Dezember 2021
im Bastei Lübbe Verlag
Seiten der Printausgabe: 528

Zum Inahlt:
Tycho ist als Nachfahrin alter Götter übermenschlich stark. Besonders, wenn sie Alkohol trinkt. Nicht schlecht, um sich als Barkeeperin in New York gegen zwielichtige Typen zu behaupten. Damit niemand von ihrer Herkunft erfährt, muss sie selbst ihren Kindheitsfreund Logan auf Distanz halten. Doch dann taucht die gutaussehende Grayson auf und behauptet, ihr Geheimnis zu kennen. Und als Tycho kurz darauf von einer Sekte entführt wird, die ihre Kräfte für sich beanspruchen will, bleibt ihr nichts anderes übrig, als Grayson zu vertrauen ... 

Die Autorin:
Marie Graßhoff, geboren 1990 in Halberstadt im Harz, studierte in Mainz Buchwissenschaft und Linguistik. Anschließend arbeitete sie einige Jahre als Social-Media-Managerin bei einer großen Agentur. Mittlerweile ist sie als freiberufliche Autorin und Grafikdesignerin tätig und lebt in Leipzig.

Rezension:
Der Auftakt der Food Universe Reihe hat mir wirklich außerordentlich gut gefallen. Ich hatte großen Spaß mit Tycho und empfand ihre Entwicklung als sehr spannend. Sie ist nicht perfekt. Und genau das macht sie so sympathisch. Die Nebenfiguren fand ich auch sehr interessant. Das Universum, dass die Autorin geschaffen hat ist sehr vielversprechend und ich freue mich bereits jetzt schon auf die nächste Geschichte. Die Story konnte mich an einigen Stellen sehr überraschen und einige Twists hatte ich so nicht kommen sehen, was den Lesespaß gleich noch verdoppelt hat. Ich mag den direkten Schreibstil der Autorin, der mich einfachso durch die Geschichten fliegen lassen hat.

Eine echt gelungene Geschichte. Gerne 5 Sterne.

Rezension zu Sequenzen der Wirklichkeit von Marie Döling


Allgemeines:
Format: Taschenbuch
Erschienen am 6. April 2021
im Kampenwand Verlag
Seiten der Printausgabe: 98

Zum Inhalt:
72 Gedichte treffen auf 10 Kurz- und Kürzestgeschichten, Aphorismen treffen auf Strophen, Reime auf Verswaisen. Doch jedes Wort in diesem Buch hat etwas mit dem nächsten gemein: Es ist zeitgenössisch und hinterfragt, was zu oft als selbstverständlich genommen wird. Im Vordergrund stets die Wirklichkeit, die Themen wie Selbstreflexion, Moral, Zwischenmenschlichkeit, Umwelt und Nachhaltigkeit eine Fläche bietet, sie einfängt und poetisch in vier Sequenzen miteinander verknüpft.
Nur du, ich und die Wirklichkeit.
Bist du bereit? 

Die Autorin:
Autorin Marie Döling
Marie Döling ist Lyrikerin mit Leib und Seele. Bereits in ihrer frühen Jugend setzte sich die 1995 geborene Schriftstellerin mit dieser Kunstform auseinander und entwickelte aus diesem Interesse heraus eine echte Leidenschaft für das Schreiben. Seitdem legt sie in ihren Gedichten und Geschichten den Fokus vor allem auf aktuelle sowie zeitgenössische Themen. 

Rezension:
Ebenso wie Sequenzen der Wörtlichkeit enthält dieses feine Buch wundervolle Kurzprosa Texte und Geschichten die die Fähigkeit haben den Leser mitten ins Herz zu treffen und auf eine Weise zu berühren, die das gelesene auf ewig unvergessen machen.

Eine klare Empfehlung und gerne 5 Sterne.

 

Rezension zu Sequenzen der Wörtlichkeit von Marie Döling


Allgemeines:
Format: Taschenbuch
Erschienen am 6. November 2020
im Kampenwand Verlag
Seiten der Printausgabe: 112

Zum Inhalt:
Sequenzen der Wörtlichkeit
57 Gedichte treffen auf 17 Kurz- und Kürzestgeschichten, Aphorismen treffen auf Strophen, Reime auf Verswaisen. Doch jedes Wort in diesem Buch hat etwas mit dem nächsten gemein: Es ist zeitgenössisch und hinterfragt, was zu oft als selbstverständlich genommen wird. Im Vordergrund stets die Wörtlichkeit, die Themen wie Selbstfindung, Identität, Menschlichkeit und Umbrüchen eine Fläche bietet, sie einfängt und poetisch miteinander verknüpft. 

Die Autorin:
Autorin Marie Döling
Marie Döling ist Lyrikerin mit Leib und Seele. Bereits in ihrer frühen Jugend setzte sich die 1995 geborene Schriftstellerin mit dieser Kunstform auseinander und entwickelte aus diesem Interesse heraus eine echte Leidenschaft für das Schreiben. Seitdem legt sie in ihren Gedichten und Geschichten den Fokus vor allem auf aktuelle sowie zeitgenössische Themen. 

Rezension:
Die Autorin geht mit den Worten um als wäre es kostbare und sehr zerbrechliche Gegenstände. Sie nimmt die Buchstaben und formt daraus nie dagewesene Konstruktionen. Sie paart Wörter auf eine gefühlvolle Weise. Die daraus entstehenden Sätze berühren und treffen den Leser tief im Herzen.
Mir haben ihre Geschichten und Gedichte sehr gut gefallen. Eine klare Leseempfehlung und von Herzen 5 Sterne.

Mittwoch, 13. Juli 2022

Wenn das Hirn katastrophisiert …

 

Kennt ihr das: ihr zögert ein Telefonat hinaus weil Euch die Ungewissheit lieber ist, als die mögliche schlechte Nachricht, die alles verändern könnte?

Mein Vater wurde gestern in die Notaufnahme eingeliefert. Schwere Atemnot. Er ist schwerer Asthmatiker. Hatte bereits Corona und hat nun ne Grippe (alle Tests waren vorher negativ). Jetzt hat er eine Lungenentzündung.

Er hat sich so furchtbar angehört am Telefon, gestern. Und konnte mir dementsprechend, wegen der Atemnot, nicht genau sagen was er hat bzw. wie es um ihn steht. Also will ich heute im Krankenhaus anrufen und fragen.

Aber was ist wenn sie sagen, dass… oder, dass… Meine Depression katastrophisiert. Mein Kopf denkt sich Horrorszenarien aus. Meine Fantasie beauftragt schon das Beerdigungsinstitut. Meine Welt bricht schon zusammen und ich bin überfordert….

Und ich fühle mich so allein. Ich fühle mich so allein gelassen damit. Und ich weiß einfach nicht was ich tun soll… 😢

Bisher ist niemand ran gegangen im Krankenhaus… was meine Welt nicht in Ordnung bringt 😥

….

#reallife #realtalk #dasleben #zeilenwerft #mehrrealitätaufinstagram #angst #depression 😥


Dienstag, 12. Juli 2022

Rezension zu Der Riss, durch den das Licht eindringt von Helen Cullen

 

Allgemeines:
Format: Hardcover
Erschienen am 14. Juni 2022
im Goldmann Verlag
Seiten der Printausgabe: 368

Worum geht es:
Auf einer irischen Insel bereitet sich die Familie Moone auf gemeinsame Feiertage vor. Keiner ahnt, dass ihre Mutter Maeve im Sturm aufs Meer gerudert ist, um nicht zurückzukehren. Zehn Jahre sind seither vergangen, doch die Moones haben den Verlust nie verwunden. Ihr Vater Murtagh arbeitet noch immer als Töpfer auf Inis Óg, während die vier Geschwister damit ringen, Frieden mit der Vergangenheit und Maeves Tod zu schließen. Dazu müssen sie die Geschichte enthüllen, die sich hinter der großen Liebe ihrer Eltern verbarg. Gleichzeitig fließt mit den Jahren neue Liebe in die Risse der zerbrochenen Familie. Aus den Scherben erwächst schließlich für Murtagh ein unerwartetes Glück, das nur Maeve einst erahnt hatte.

Die Autorin:
Helen Cullen ist in Irland geboren, hat Theaterwissenschaften und Englische Literaturwissenschaft studiert und lebt mittlerweile in London. Allerdings kehrt sie zum Schreiben immer wieder in ihre Heimat zurück. Ihr Debütroman »Die verlorenen Briefe des William Woolf« wurde von Lesern wie Presse gefeiert, und die Irish Times zählt die Autorin zu den aufregendsten jungen Stimmen des Landes.

Meine Meinung:
Diese Geschichte hat mich sehr mitgenommen und ging mir sehr unter die Haut. Besonders das letzte Drittel hat mich mehrfach zum Weinen gebracht. Die Geschichte ist emotional geschrieben. Der Schreibstil ist wunderschön, sehr poetisch und sehr bildhaft.
Wie im Klappentext geschrieben stirbt Maeve Moone, dies geschieht im ersten Kapitel und danach wird geschildert wie Maeves Leben bis zu diesem Punkt verlaufen ist und wie es nach ihrem Tod mit ihrer Familie weitergeht.
Das alles ist sehr ergreifend und mitreißend.
Trotz dieser doch sehr heftigen Storyline hat mir Geschichte auf ihrer ergreifende Art sehr gut gefallen. Einfach weil diese Story mich von der ersten bis zur letzten Seiten nicht los gelassen hat.

Einfache Kost ist diese Geschichte nicht. Es geht um Depressionen, Selbstmord und Trauer, Trauerbewältigung. Und auch um die Rechte der lgbtq+ Community. Eine sehr vielschichtige Geschichte, die mich mitte ins Herz getroffen hat.

Das irische Setting auf der Insel hat mir auch sehr gut gefallen.

Allgemein eine wirklich gute Geschichte. Die ich allerdings aufgrund ihrer diversen schweren Themen nur eingeschränkt weiter empfehlen kann. Bitte passt auf Euch auf.

Ich vergebe dennoch 5 Sterne.

Rezension zu Sommergold von Christina Wermescher

 

Allgemeines:
Format: Taschenbuch
Erschienen am 20. Juni 2022
im Drachenmond Verlag
Seiten der Printausgabe: 254

Worum geht es:
Gold glitzert unter Wasser besonders verlockend. Alaska. In die raue Schönheit und die unberührte Natur dieses Landes hat sich Hazels Vater verliebt. Sie selbst fliegt nach seinem unerwarteten Tod hingegen nur unfreiwillig dorthin. Doch Land und Leute überraschen sie, und vor allem ihr neuer Nachbar Owen ist ihr in ihrer Trauer eine echte Stütze. Von ihm lässt sich Hazel sogar mit dem allgegenwärtigen Goldfieber anstecken. Zu zweit suchen sie in der wunderschönen Beringsee nach dem begehrten Edelmetall. Und je tiefer die beiden tauchen, desto näher kommen sie sich …

Die Autorin:
Christina Wermescher entdeckte nach ihrem Studium zur Diplom-Kauffrau durch ein Auslandspraktikum ihre Liebe zu England, wo sie dann promovierte. Die Geburt ihres Sohnes bewog sie jedoch, sich voll und ganz ihrer Liebe zu Geschichten zu widmen. Diese spielen an den verschiedensten Orten der Welt. Doch Christina reist nicht nur gerne mittels ihrer Bücher, sondern auch in der Realität. Von Kuba bis Vietnam, den USA und China hat sie schon zahlreiche Orte besucht. So fühlt sie sich nicht nur in ihrer bayrischen Heimat, sondern auf der ganzen Welt zu Hause, solange ihre Familie bei ihr ist.

Meine Meinung:
Die Geschichte hatte mich von der ersten bis zur letzten Seite fest im Griff. Mir hat das Setting in Alaska sehr gut gefallen. Besonders wie sich die Stimmung langsam entwickelt. Irgendwie passte die Gefühlsstimmung der Hauptfiguren zum Wetter und zur Umgebung. Alles fügte sich harmonisch zu einer tollen Geschichte zusammen. Das Buch war irgendwie sehr kurzweilig, aber auf jeden Fall im positiven Sinne. Mir fiel es leicht die Story in einem Rutsch durchzulesen. Es gab keine Länge und der Schreibstil der Autorin war wunderschön atmosphärisch und hat mich durch die Seiten fliegen lassen.
Es war mir ein Vergnügen etwas über die Goldsuche zu lesen und etwas übers Tauchen zu erfahren. Und ich mag Geschichte die am und im Meer spielen, das passte alles wunderbar zusammen.

Ein tolles Sommerbuch. Sehr empfehlenswert.
5 Sterne.