Samstag, 30. März 2024

Rezension zu Zombie Zone Germany: Elegie 1 von Janika Rehak

 

 

Format: Taschenbuch
Erschienen erstmals im November 2021 und als Neuauflage am 6. März 2024
im Amrûn Verlag
Umfang: 292
Selbstgekauft

Worum geht es:
Lüneburger Heide, Mai 2020
Star-Pianist Yosh Maibach steckt in der Krise: Frau weg, Inspiration weg, die Karriere ödet ihn nur noch an. Als dann auch noch Zombies durch seinen Vorgarten laufen, schließt er sich in seinem Herrenhaus ein, ohne Absicht, es je wieder zu verlassen. Yosh hat immer für die Musik gelebt. Nun ist seine Welt verstummt. Bis eines Tages eine Gruppe unerwarteter Gäste vor seiner Tür steht.
Unsere Städte wurden Höllen.
Sie kamen über Nacht. Ihr Hunger war unstillbar. Sie fielen wie Heuschreckenschwärme über die Lebenden her. Zerrissen sie, fraßen, machten aus ihnen etwas Entsetzliches. In den Straßen herrscht verwestes Fleisch. Zwischen zerschossenen Häusern und Bombenkratern gibt es kaum noch sichere Verstecke. In Deutschland ist der Tod zu einer seltenen Gnade geworden. Hohe Stahlbetonwände sichern die Grenzen. Jagdflieger und Kampfhubschrauber dröhnen darüber. Es wird auf alles geschossen, was sich (noch) bewegt.
Deutschland wurde isoliert - steht unter Quarantäne.
Die wenigen Überlebenden haben sich zu Gruppen zusammengeschlossen, oder agieren auf eigene, verzweifelte Faust. Gefangen unter Feinden. Im eigenen Land. Doch ist der Mensch noch des Menschen Freund, wenn die Nahrung knapp wird und ein Pfad aus kaltem Blut in eine Zukunft ohne Hoffnung führt?

Die Autorin:
Autorin, Texterin, begeisterte Mama und Japan-Fan, und das ist so ziemlich alles, was man über mich wissen muss. Ich mag Märchen, Mangas, Schauergeschichten und Graphic Novels, halte Horror für eine sträflich unterschätzte Kunstform und hoffe, dass sich das alsbald ändert.

Meine Meinung:
Diese Geschichte der Zombie Zone Germany Buchreihe legt weniger Wert auf ein großes Zombie Gemetzel, sondern hatte für mich seinen Schwerpunkt auf die Figuren. Deren Entwicklung, Innenansicht und deren Vergangenheit vor der Apokalypse aber trotzdem bekommt der Leser auch einen Einblick auf Zombieland Deutschland und wie sich diese massive Veränderung auf die Lebewesen im Land auswirkt.
Für mich war dieses Buch ein Highlight weil mir die Mischung aus figurengeprägten Storyaufbau und bedrückender Atmosphäre echt gut gefallen hat.

5 Sterne

Donnerstag, 28. März 2024

Rezension zu GRABSCHWESTERN - Ein Violet-Grave-Mystery-Thriller Band 1 von Felicity Green

 

 

Format: Taschenbuch
Erschienen am 3. März 2021
im Selfpublishing
Umfang: 328
Selbstgekauft

Worum geht es:
Würdest du deine eigene geistige Gesundheit aufs Spiel setzen, um Gerechtigkeit für andere zu erlangen? Loch Laggandhu, Schottland, auf dem Gelände einer verlassenen viktorianischen Nervenheilanstalt: Grabkünstlerin Violet Grave soll dabei helfen, menschliche Überreste auf dem ausgetrockneten Grund des Sees zu identifizieren. Eigentlich hat sie die übernatürliche Gabe, vergessenen Toten eine Stimme zu verleihen. Doch diese Gebeine wollen Violet ihre Geheimnisse nicht verraten. Knochenexperte David Bennett hält Violet für völlig ungeeignet, an den Ermittlungen beteiligt zu sein. Doch während sich die beiden näherkommen, stellt sich heraus, dass Violet geradezu prädestiniert dafür ist, sich mit den Patientinnen der Irrenanstalt zu identifizieren. Ein Grab auf dem Friedhof der ehemaligen Klinik übt eine unheimliche Anziehungskraft auf Violet aus. Als ihr diese Verbindung Albträume beschert, die sie in einen gefährlichen Strudel der Zeit reißen, ist es schon zu spät, sich dagegen zu wehren. Violets eigene begrabene Vergangenheit tritt zutage, sie entfremdet sich immer mehr von ihren wenigen Freunden und am Ende fällt es ihr schwer, die schaurigen Träume von der düsteren Wirklichkeit zu unterscheiden.

Die Autorin:
Felicity Green schreibt Urban Fantasy und Paranormal Mystery-Serien für Leserinnen, die Mythen und Magie, unerwartete Wendungen, Gänsehaut und große Gefühle lieben. Felicity wurde in der Nähe von Hannover geboren und zog nach dem Abitur nach England. In Canterbury studierte sie Literatur und Schauspiel. Später tingelte Felicity mit diversen Theatergruppen durch England, Irland und Schottland eine Inspiration für die Schauplätze ihrer Romane. An der University of Sussex schloss sie einen MA in Kreativem Schreiben ab. Mit ihrem Mann Yannic, Tochter Taya und Kater Rocks lebt sie jetzt an der Schweizer Grenze.

Meine Meinung:
Ich habe viele Bücher der Autorin vor Jahre mal sehr geliebt und sehr gerne gelesen. Unteranderem ist von ihr eine meine liebsten Buchreihen. Aber ich weiß nicht ob die mir heute noch genauso gut gefallen würde. Nach der letzten Lektüre bezweifle ich das irgendwie.
Dieser Mystery Thriller hat mich leider sehr gelangweilt. Null Spannung. Endlose Dialoge. Endlose Monologe. Für mich mit absolut unverständliche Wendungen. Und einfach zu viele Entscheidungen der Protagonistin die in mir ein sehr unangenehmes Fremdscham Gefühl ausgelöst haben.
Ich habe das Buch als Hörbuch gehört, ansonsten hätte ich es auch schon nach wenigen Seite abgebrochen.

Das war nichts, 2 Sterne.

Montag, 25. März 2024

Rezension zu Der Wald von Eleanor Catton

 

Format: Hardcover
Erschienen am 13. März 2024
im btb Verlag
Umfang: 512
Übersetzt von Meredith Barth und Melanie Walz
Rezensionsexemplar vom Verlag

Worum geht es:
Mira Bunting ist die Gründerin einer Guerilla-Gardening-Gruppe namens Birnam Wood.Das Kollektiv pflanzt und erntet, wo es niemand bemerkt: an Straßenrändern, in vergessenen Parks, vernachlässigten Hinterhöfen. Seit Jahren kämpft die Gruppe darum, Birnam Wood langfristig rentabel zu machen. Dann eröffnet sich eine Möglichkeit: Ein Erdrutsch hat den Pass zu einem Naturschutzgebiet abgeschnitten, die Umweltkatastrophe hat auch eine große, scheinbar verlassene Farm eingeschlossen. Als Mira sich das Grundstück auf eigene Faust ansehen will, wird sie dort von Robert Lemoine überrascht. Der mysteriöse amerikanische Milliardär ist fasziniert von Mira und schlägt ihr vor, das Land zu bewirtschaften. Ein Handel, der Folgen haben wird. Wer ist Lemoine wirklich? Kann die Gruppe ihm vertrauen, während die Ideale von Birnam Wood auf die Probe gestellt werden? Können sie sich selbst trauen?

Die Autorin:
Eleanor Catton erhielt 2013 für ihren Roman »Die Gestirne« den renommierten Booker-Preis. Zuvor erschien ihr Roman »Anatomie des Erwachens«. Als Drehbuchautorin adaptierte sie »Die Gestirne« als TV-Serie und Jane Austens »Emma« als Kinofilm. Geboren in Kanada und aufgewachsen in Neuseeland, lebt sie nun in Cambridge, England. »Der Wald« ist ihr dritter Roman.

Meine Meinung:
Ihr habt den Klappentext gelesen? Dann könnt ihr Euch die ersten rund 150 Seiten sparen. Mehr passiert nicht.
Was mich persönlich sehr gestört hat, es gibt keine Kapitel. Und ganz plötzlich von einem Absatz zum nächsten kommt eine andere Perspektive. Das ist verwirrend und hat meinen Lesefluss extrem gestört.
Das Buch war für mich sehr langweilig und hat dazu ein Ende was aus dem Nichts kommt und jede Spannung endgültig im Keim erstickt hat.

Das war nichts. 2 Sterne.

Samstag, 16. März 2024

Rezension zu Das Korsett von Laura Purcell

 

Buchreihe: Festa Must Read
Format: Hardcover in der Festa-Lederoptik mit Lesebändchen
Erschienen am 8. November 2021
im Festa Verlag
Umfang: 528
Übersetzt von Eva Brunner
Selbstgekauft

Worum geht es:
Als ihre gemeinnützige Arbeit Dorothea Truelove zum Oakgate-Gefängnis führt, freut sie sich über die Gelegenheit, die Theorie der Phrenologie zu erforschen. Kann die Form des Schädels eines Menschen ein Licht auf seine dunkelsten Wesenszüge werfen?
Doch als Dorothea die junge Schneiderin Ruth Butterham trifft, stellt sie sich ganz andere Fragen: Ist es möglich, mit Nadel und Faden zu töten? Denn Ruth schreibt ihre Verbrechen einer übernatürlichen Kraft zu, die ihren Stichen innewohnt. Die Geschichte, die sie über ihre tödlichen Kreationen zu erzählen hat – von Bitterkeit und Verrat, von Tod und Kleidern – wird Dorotheas Glauben an die Wissenschaft erschüttern. Ist Ruth verrückt? Nur ein Opfer? Oder eine eiskalte Mörderin?
Geheimnisvoll und quälend intensiv. Der neue viktorianische Thriller von Laura Purcell schildert, wie beängstigend es war, in dieser Zeit zu leben. 

Die Autorin:
Laura Purcell ist fasziniert von der finsteren Seite der königlichen Geschichte. Ihre unheimlichen, historischen Romane haben ihr schnell viele Fans beschert und den Ruf eingebracht, die »neue Königin der Geisterhaus-Geschichten« zu sein. Laura lebt mit ihrem Mann und ihren Meerschweinchen in Colchester, der ältesten bekannten Stadt Englands. Sie arbeitete in der Kommunalverwaltung, in der Finanzbranche und in einer Buchhandlung, bevor sie Vollzeitautorin wurde.

Meine Meinung:
Wenn ich ein Buch öfter zur Seite lege und sich das Lesen über mehrere Tage zieht, ist das meistens schon ein schlechtes Zeichen. So war es auch bei Das Korsett von Laura Purcell. Ich wurde nicht warm mit dem Buch. Die Autorin zeichnet zwei sehr starke Frauenfiguren in einer Zeit in der Frauen nun mal nicht so viel zu melden hatten. Dafür haben wir schon eine sehr emanzipierte Hauptfigur mit Dorothea. Aber mit ihr, genauso wie in dem ersten Buch von Laura Purcell das ich gelesen hatte Die stillen Gefährten, wurde ich nicht richtig warm und sie konnte mich emotional nicht erreichen. Ruth fand ich schon klarer und hatte viel Mitgefühl mit ihr. Auch muss ich sagen, dass das Thema mit der Phrenologie für mich nicht so interessant war und in der Geschichte eigentlich irgendwie unterging, ich würde behaupten, dass die Geschichte bzw. das Buch auch ohne diesen Aspekt gut funktioniert hätte und vielleicht sogar etwas spannender und dadurch weniger langsatmiger gewesen wäre.
Und das Ende, ja keine Ahnung was ich davon halten soll. Ich habe nur eine Frage: Was soll das?

Deswegen nur 3 Sterne und keine wirklich Empfehlung von mir.

Dienstag, 5. März 2024

Rezension zu demon´s diaries Dämonische Kurzgeschichten 2 von C. C. Holister

 


Format: Taschenbuch
Erschienen am 21. November 2018 im Selfpublishing
Seitenanzahl: 182

Worum geht es:
Es sind zuweilen düstere Zeiten für die beiden Dämoninnen Cay und Mia, und zwar nicht nur im Schlund des Höllenkraters. Verschwundene Handys, vermasselte Dates und widerspenstige Vertragspartner zählen da noch zu den leichteren Herausforderungen. Nur was tun, wenn man plötzlich einem psychopathischen Dämonenmörder gegenübersteht? Oder den seltsamen Ausgeburten von Mias Hirn? Aber immerhin gibt es Kaffee. 

Die Autorin:
Vor nicht ganz einem Zweifünfteljahrhundert erblickte Cathryn C. Holister nahe dem Teutoburger Wald das Licht der Welt. Ihre erste Kurzgeschichte verfasste sie mit fünf Jahren am Telexgerät des Familienunternehmens, wobei die Sekretärin die Publikation an sämtliche Geschäftspartner ihres Großvaters in letzter Minute verhinderte. Trotz dieses Rückschlags schrieb sie weiter, wagte sich aber erst während ihres Kunstgeschichtsstudiums wieder ans Publizieren. Inspiriert von ihren Lieblingsdämonen schrieb sie die Kurzgeschichtenreihe „Demon’s Diaries“, weigerte sich aber bis dato beharrlich, ihre Seele gegen Reichtum und Ruhm einzutauschen.

Meine Meinung:
Was soll ich sagen? Ich liebs. Ich liebe die Kurzgeschichten von, mit und über Cay und Mia. Witzig. Lustig. Kurzweilig. Jede für sich betrachtet war ein großer Lesespaß. Und danach hatte ich große Lust auch den Roman (Inferno für Anfänger) nochmal zu lesen. Und das Hörbuch zu den Kurzgeschichten zu hören (dieses beinhaltet je zwei Storys aus jedem Demons´s Diaries Band, in einer überarbeiteten Fassung), zu meiner Schande hab ich dieses tatsächlich noch nicht komplett gehört und der erste Kurzgeschichten Band fehlt mir auch noch. Und den Nachfolgeband zum Roman, Inferno, Chaos und Komplotte, muss auch noch endlich gelesen werden. Ach ihr seht schon, ein sehr süchtigmachendes Universum. :-D

Da kann man auch einfach mal 5 Sterne vergeben.

Samstag, 2. März 2024

Rezension zu Die stillen Gefährten von Laura Purcell


Buchreihe: Festa Must Read
Format: Hardcover in der Festa-Lederoptik mit Lesebändchen
Erschienen am 2. Februar 2021
im Festa Verlag
Umfang: 448
Übersetzt von Eva Brunner
Selbstgekauft

Worum geht es:
Einige Türen sind aus einem bestimmten Grund verschlossen ... 

England, 1866: Als Elsie den reichen Erben Rupert Bainbridge heiratet, glaubt sie, nun ein Leben im Luxus vor sich zu haben. Doch nur wenige Wochen nach ihrer Hochzeit ist sie bereits verwitwet. Und dazu schwanger. Elsie bezieht das alte Landgut ihres verstorbenen Mannes. Da ihre neuen Diener ihr gegenüber äußerst reserviert sind, hat Elsie nur die ungeschickte Cousine ihres Mannes zur Gesellschaft. Zumindest glaubt sie das. Doch in ihrem neuen Zuhause existiert ein verschlossener Raum. Als sich dessen Tür für sie öffnet, findet sie ein 200 Jahre altes Tagebuch und eine beunruhigende, lebensgroße Holzfigur – eine stille Gefährtin ... 

Die Autorin:
Laura Purcell ist fasziniert von der finsteren Seite der königlichen Geschichte. Ihre unheimlichen, historischen Romane haben ihr schnell viele Fans beschert und den Ruf eingebracht, die »neue Königin der Geisterhaus-Geschichten« zu sein. Laura lebt mit ihrem Mann und ihren Meerschweinchen in Colchester, der ältesten bekannten Stadt Englands. Sie arbeitete in der Kommunalverwaltung, in der Finanzbranche und in einer Buchhandlung, bevor sie Vollzeitautorin wurde.

Meine Meinung:
Die Stillen Gefährten von Laura Purcell ist für mich eine der besten Geistergeschichten, die ich je gelesen habe und ohne zu viel verraten, es ist wirklich eine Geistergeschichte. Was ja so manches andere Buch, auf dem Ghost-Story draufsteht, nicht von sich behaupten kann, wenn man mich fragt. Aber selbst das weiter zu erläutern würde Die Stillen Gefährten schon sehr spoilern.
Nicht so gefallen hat mir Elsie, vielleicht war es Absicht von der Autorin, aber wenn ich die Hauptfigur nicht mag bzw. mit ihr nicht richtig warm werde, schmälert das leider etwas mein Lesevergnügen. Ich fand sie sehr ruppig und eben nicht sympathisch.

Deswegen vergebe ich 4 Sterne.