Samstag, 27. Juni 2020

Rezension zu Aurum: Königreich des Goldes (Jahreszeiten-Tetralogie, Band 2) von Jasmin Iser


Allgemeines: 
Format: Taschenbuch
Seiten der Printausgabe: 285
Rezensionsexemplar von der Autorin
Worum geht es:
"Aurum - Königreich des Goldes" ist der zweite Band der Jahreszeiten-Tetralogie. Die Haupthandlungen jedes Buches sind abgeschlossen. Die Teile sind durch wiederkehrende Personen miteinander verknüpft.

Der magische Schleier schützte einst Aurum vor dem Untergang. Doch seine abklingende Macht droht, das Königreich endgültig zu vernichten, was nur die Krone zu verhindern vermag.

Ein Jahrhundert ist vergangen, seit die Fehde der Zwillingskönige ihren grausamen Höhepunkt erreicht hat. Aurum scheint zerstört, die Bevölkerung geflüchtet, das goldene Königreich in Schutt und Asche gelegt zu sein. Als Esther, die entflohene Prinzessin aus Glacies, den Weg des unerkannten Thronerben Corvin kreuzt, ist dieser gezwungen, seinen Gefährten Lean und Sinja die Wahrheit zu offenbaren. Er enthüllt ihnen die Geschichten seiner Familie, der Krone und eines Hexenzirkels, dessen Loyalität gefährlich schwindet. Nachdem Corvin aufgefordert wird, einen Blutschwur zu leisten, muss er sich entscheiden – für seine Verbündeten oder die Freiheit.

Alle Teile der Jahreszeiten-Tetralogie:
Glacies: Königreich der Kälte: erschienen
Aurum: Königreich des Goldes: erschienen
Sol: Königreich des Lichts: Sommer 2020
Lapis: Königreich des Todes: Herbst 2020

Die Autorin:
Die Autorin Jasmin Iser wurde 1991 in Heilbronn geboren. Während ihres Studiums im Bereich Marketing heiratete sie und zog mit ihrem Mann in die Nähe von Würzburg, wo sie bis heute lebt und arbeitet. Ihre Fantasie und Liebe zum Schreiben entwickelten sich bereits in frühester Kindheit. In ihrer Jugend erschuf sie fremde Welten, Geschichten und Charaktere, die zunächst nur für die Familie bestimmt waren. Der Tierschutz liegt der Autorin besonders am Herzen. Daher unterstützt sie den örtlichen Tierschutzverein, der in Tauberbischofsheim ein kleines Ladenlokal betreibt.

Meine Meinung:
Die erste Hälfte es Buches habe ich quasi verschlungen. Die Vorstellung der unterschiedlichen Protagonisten, die Rückblenden, Dialoge und die allgemeine Einführung hat mir unglaublich gut gefallen. Der Schreibstil der Autorin ist mir mitunter vielleicht etwas zu blumig und ausladend aber das hat mich am Anfang überhaupt nicht gestört. Die Geschichte rund um das Königreich AURUM seine Vergangenheit und sei Schicksal und die Story der eizelnen Figuren war so interessant und spannend, dass ich durch die erste Hälfte es Buches nur so geflogen bin. Aber dann gab es für mich einen Bruch. Für mich verlor die Geschichte an Geschwindigkeit. Es gab plötzlich zu viele Nebenschauplätze und für mich zu viele Figuren die eine Rolle spielten. Ein bißchen war mir das Hin und Her zwischen gut und böse, dann auch zu viel.
Ich habe mich gefreut das ein Teil der Geschichte und der Figuren aus Band wieder aufgegriffen wurde. Das war eine wirklich schöne Komponente.

AURUM ist ein würdiger zweiter Teil, ein schönes Märchen und Geschichte. Wenn dich ein blumiger Schreibstil nicht stört und du auf Märchen und Abenteuer und toll ausgearbeitetet Figuren stehst, dann machst du mit diesem Buch auf keinen Fall einen Fehler.

Ich vergebe 3 Sterne.

Mittwoch, 24. Juni 2020

Rezension zu Die Mottenkönigin von Beatrice Jacoby


Allgemeines: 
Format: Taschenbuch
Seiten der Printausgabe: 288
Rezensionsexemplar von der Autorin
Worum geht es:
Im Traum reist Klarabell in das Unterbewusstsein anderer. Durch diese angesehene Gabe sieht sie eine fantastische Zukunft vor sich. Bis sie erfährt, dass sie noch vor ihrem achtzehnten Geburtstag sterben wird. Doch ein Kölner Schwarzmarkthändler für Übernatürliches bietet ihr einen letzten Ausweg. Sie soll dem Schicksal ein Schnippchen schlagen und unsterblich werden, wie er. Was sie dafür tun muss, verstößt allerdings gegen sämtliche Regeln der Traumwandler. Klarabell bleibt nicht mehr viel Zeit, um mit ihrem Gewissen zu hadern ...

Die Autorin:
1992 wurde die Autorin in München geboren, wo sie heute auch wohnt. Sie wuchs in Unterfranken auf, absolvierte in Leipzig ihre Ausbildung zur Incentive- und Eventmanagerin sowie zur Fremdsprachenkorrespondentin (Englisch) und lebte für ein Jahr im Ausland, bevor sie zurück nach Oberbayern zog. Durch Reisen und ihre Arbeit im Eventmanagement verschiedenste Menschen und Orte kennenzulernen, schenkt ihr stets Inspiration für neue Geschichten. Neben dem Schreiben ist auch das Tanzen eine ihrer Leidenschaften.

Meine Meinung:
Die Mottenkönigin ist eine der kreativsten Geschichten die ich in letzter Zeit gelesen habe. Was ist wenn Aberglaube und Mythen real werden? Was ist wenn, das was Wahrsager vorhersagen, tatsächlich passiert? Was ist wenn es Pechsträhnen und daher gesagte Verwünschungen tatsächlich der Realität entsprechen? Und was ist wenn man sich dagegen schützen kann, muss und sollte?
Das ist die Welt von Klarabell und ihren Cousinen.

Die Autorin verwebt Aberglaube und Mythos in eine sehr schöne Geschichte und hat zu dem sehr spannende und interessante Figuren erschaffen. Die Geschichte lebt von sehr vielen Kleinigkeiten, die manchmal auch nur im Nebensatz fallen. Aber die Geschichte dabei perfekt abrunden. Der Schreibstil ist dabei passend zur Geschichte sehr kreativ. Für mich persönlich war es manchmal etwas zu blumig und ausladend. Weswegen ich manche Sätze und Absätze zweimal lesen musste um deren Inhalt wirklich komplett fassen und verarbeiten zu können. Ich will nicht sagen, dass es kompliziert war aber mitunter versteckt sich so viel Inhalt in einem Absatz, dass es mitunter etwas viel war. Ich habe die Geschichte aber wirklich sehr gerne gelesen und hatte meinen Spaß dabei.

Das Ende werde ich jetzt nicht spoilern. Mir hat gefallen, dass es sich aber zum Schluss fast alles zusammengefügt hat. Auch wenn manches für mich noch offen geblieben ist. Einiges hat mich zum Schluss dann auch echt noch überrascht und anderes habe ich mir schon gedacht.

Alles in allem ein wirklich schönes und empfehlenswertes Buch.

4 Sterne.

Samstag, 6. Juni 2020

Rezension zu Bis dann, ich lieb dich von Tatjana Weichel


Allgemeines: 
Format: ebook
Seiten der Printausgabe: 274
Verlag: Rabenwald Verlag
Rezensionsexemplar vom Verlag
Worum geht es:
Zehn Jahre Ehe, doch vom gemeinsamen Lebensglück sind nur zerbrochene Träume geblieben. Als Lara ihren Mann Ben bei einer schwerwiegenden Lüge erwischt, trifft sie eine Entscheidung: Für ein halbes Jahr besteht sie auf einer Pause von der Ehe, um herauszufinden, ob sie überhaupt noch zueinander gehören. Doch während Ben ohne seine große Liebe strauchelt und sich selbst kaum erträgt, lebt Lara auf und sechs Monate sind eine lange Zeit.

Die Autorin: 
Ihr reges Interesse sowohl am gesprochenen wie am geschriebenen Wort zeichnete Tatjana bereits zu Kindertagen aus. Da überrascht es kaum, dass die gebürtige Ruhrpottlerin im Laufe der Zeit ein natürliches Talent für Form und Klang der deutschen Sprache entwickelte. Und es war dieses Talent, das sie mitten im Leben auf jenen Weg führte, den sie heute mit Leidenschaft geht. Als selbständige Lektorin und Plot-Coach unterstützt sie Schreibtalente dabei, Romane und Kurzgeschichten in literarische Schätze zu verwandeln. Einer davon ist die beliebte Black Heart-Reihe aus der Feder von Kim Leopold, die für unsere Autorin eine ganz besondere Bedeutung hat. Denn im Frühjahr 2019 machte sie ihr Debüt mit dem kleinen, aber feinen Romance - Roman "Der Sturz ins Ungewisse"; einem Spin-Off der bezaubernden Bücherserie.

Meine Meinung:
Bis dann, ich lieb dich zeichnet die Geschichte eines Paares. Eines Paares was sich schon lange kennt, lange zusammen ist und schon einige Zeit verheiratet. Lara und Ben haben bereits eine Geschichte. Eine Geschichte die der Leser nicht kennt. Aber vielleicht erwartet, wenn es um das Genre Liebesroman geht. Aber in diesem Buch geht es nicht um den klischeebahafteten Storyverlauf eines typisches Liebesroman. Der Leser bekommt nicht gezeigt wie Lara und Ben sich kennenlernen und das erste Mal verlieben. Der Leser liest die Geschichte eines Paares was sich verloren hat. Die Geschichte eines Paares das schon viel erlebt hat. Höhen und Tiefen, und nun wohl in seinem tiefsten Tief steckt.
Wie geht man damit um wenn man sich verloren hat und sich trotzdem liebt? Was tut man wenn sich in der Partnerschaft selbst verloren hat und nicht mehr weiß wovon man eins geträumt hat? Und was ist wenn diese Träume nun unerreichbar erscheinen? Was tut man wenn der Alltag einen zu erdrücken scheint und die Liebe daran zuzerbrechen droht?

Lara entscheidet sich für eine Pause von der Ehe. Sechs Monate sollen Lara und Ben so leben als wären sie Single. Mit allen Vorteilen und Nachteilen.

Die Autorin hat einen angenehmen, flüssigen und gefühlsbetonten Schreibstil. Das Buch hat keine Längen und lässt sich gut lesen. Die Geschichte ist eher unaufgeregt und ruhig.

Lara und Ben sind schön ausgearbeitete Protagonisten die beide ihre Stärken und Schwächen haben. Ben hatte in der Vergangenheit berufliche Probleme, die ihn sehr prägen. Und Lara  liebt das Schreiben, aber traut sich nicht ihren Traum zu leben. Ich hatte mit beiden so meine persönlichen Probleme und fand von beiden das Verhalten nicht immer ganz sympathisch.

Neben den Hauptfiguren hat das Buch aber sehr interessante Nebenfiguren, die für mich die eigentlichen Helden der Geschichte sind.

Zum Schluss werden einige Probleme des Paares durch einen glücklichen Wink plötzlich aus dem Weg gefegt. Was für die Figuren eben eine glückliche Fügung ist, war für mich als Leser eher weniger zufriedenstellend. Ich möchte an dieser Stelle nicht spoilern. Aber genau das ist der Punkt, der mir hier eine Vergabe von 5 Sterne leider nicht möglich macht. War das ganze Buch sehr realistisch, war mir das auf einmal zu viel Zufall und irgendwie nicht ganz nachvollziehbar. Das und weil ich auch Lara und Ben eher mitunter hier und da schwierig fand, lasse mich nur, aber sehr gut gemeinte vier Sterne vergeben.

4 Sterne.

Rezension zu Der Zyklop von Jeff Strand


Allgemeines: 
Format: Taschenbuch
Seiten der Printausgabe: 407
Verlag: Festa Verlag
Rezensionsexemplar vom Verlag
Worum geht es:
Nach dem Tod seiner Frau verliert Evan komplett den Halt. Als er auf einem seiner langen, ziellosen Spaziergänge den Überfall auf eine junge Frau beobachtet, will er eingreifen. Doch die Frau braucht seine Hilfe gar nicht. Im Gegenteil: Sie ist sehr, sehr gut darin, sich selbst zu verteidigen. Harriett umgibt ein Geheimnis. Sie hat noch nie ein Handy gesehen. Sie saß noch nie in einem Auto. Und sie sagt, sie reist durch das Land, um in Arizona einen Zyklopen zu töten. Normalerweise hängt Evan nicht mit gestörten Frauen ab, die er gerade erst kennengelernt hat. Aber wäre so ein verrückter Roadtrip nicht genau der Kick, den er jetzt braucht?

Der Autor:
Jeff Strand (geboren 1970) ist Amerikaner. Er hat viele Romane und Kurzgeschichten geschrieben, aber auch Drehbücher und Sketche für Comedy-Shows. Seine Werke sind geprägt durch einen eigenwilligen makabren Humor. Als Einflüsse auf sein eigenes Schreiben nennt er Autoren wie Douglas Adams, Richard Laymon, Dave Barry oder Jack Ketchum.

Meine Meinung:
Wohl der ungewöhnlichste aber auch einer der besten Thriller die ich bisher gelesen habe. Obwohl das Buch eher ein ruhiger Thriller ist aber mit einem konstanten Spannungsbogen, der jedoch seinen Gipfel auf den letzten 100-150 Seiten erreicht.
Ich bin ehrlich, eine gewisse Zeit dachte ich wirklich, dass die Figur Harriett einfach nur durchgeknallt ist. Es ist auch wirklich sehr phantastisch was die Frau so von sich gibt.
Das Buch lebt von seinen ungewöhnlichen und spannenden Protagonisten und von einem wilden Roadtrip quer durch Amerika. Und ebenfalls von einem unvorhersehbaren Handlungsverlauf.
Ich hatte großen Spaß mit dem Buch.

5 Sterne.

Rezension zu CHASING AFTER: past and future von Jennifer Ebbinghaus


Allgemeines: 
Format: Taschenbuch
Seiten der Printausgabe: 552
Rezensionsexemplar von der Autorin

Worum geht es:
Fünf Jahre nachdem alle Staatssysteme wie ein Kartenhaus in sich zusammen gefallen sind, hat sich die Welt verändert. Die Menschen streifen als Einzelkämpfer durch die verwahrlosten Straßen, plündern als Clan verbliebene Ressourcen oder leben wie die Protagonistin Alessandria, in einer Kolonie. Alessandria ist aus ihrem früheren Leben nur ein Mensch geblieben, der ihr etwas bedeutet, aber in der Kolonie hat sie eine neue Familie und Hoffnung auf eine Zukunft gefunden. Erneut gerät ihre Welt ins Wanken, als jemand ihren Weg kreuzt - eine Begegnung mit der sie niemals gerechnet hätte. Wird Alessandria an der Vergangenheit festhalten können, oder holt sie ihre Zukunft ein?

Die Autorin:
Jennifer Ebbinghaus ist durch und durch ein Kind der 90er, die Musik spielt bis heute in ihrem Auto rauf und runter. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Katern in einem als Fachwerkhaus getarnten Eigenheim im Oberbergischen. Mit dem ersten Band ihrer dystopischen New Adult Trilogie "CHASING AFTER" erfüllt sich die gerlernte Veranstaltungskauffrau und Wirtschaftsfachwirtin den Traum vom eigenen Buch. Die Ideen für ihre Geschichten entspringen Gesprächen, die sie zwar durchdacht, aber niemals geführt hat. Auf ihrem Instagramaccount @writedownastory könnt ihr ihren Weg als Autorin mitverfolgen.

Meine Meinung:
Dieses Buch gehört meiner Meinung nach in jeder Buchhandlung auf den Empfehlungstisch. Denn dieses Buch ist ein Beweis und ein Musterbeispiel für ein perfekt gelungenes Debüt. Man spürt die Mühe und die Arbeit auf jeder Seite und in jedem Wort der Autorin. Das Cover ist ein echter eyecatcher und passt wirklich sehr gut zum Inhalt und zur Protagonistin des Buches. Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig und lässt den Leser einfach nur so durch die Seiten fliegen. Die gewählten Worte sind im richtigen Moment spannend oder gefühlvoll und enthalten auch hier und da ebenfalls auch den richtigen Wortwitz. Es macht einfach Spaß die Sätze zu lesen und die Geschichte zu verfolgen.

Die Geschichte ist eine spannende Dystopie. Mit genau dem richtigen Hauch Liebe und Beziehungsprobleme und Freundschaft, die der Geschichte viel Handlung und Abwechslung verleiht. Die Protagonisten leben in einer Welt die wir uns wahrscheinlich nur schwer vorstellen können. Und was passiert, wenn diese neu erschaffene Welt plötzlich Risse bekommt, das könnt ihr im ersten Teil der CHASING AFTER Trilogie lesen.

Ich hatte wirklich viel Spaß mit dem Buch und möchte es Euch sehr gerne ans Herz legen. Gebt dieser jungen Debüt Roman Autorin und Selfpublisherin unbedingt eine Chance. Es lohnt sich.

5 Sterne.

Samstag, 23. Mai 2020

Rezension zu Neon Birds von Marie Grasshoff







Allgemeines: 
Format: Taschenbuch
Seiten der Printausgabe: 463
Verlag: Bastei Lübbe
Selbstgekauft

Worum geht es:
Es ist das Jahr 2101. Ein außer Kontrolle geratener technischer Virus verwandelt Menschen in hyperfunktionale Cyborgs, die dem Willen der künstlichen Intelligenz KAMI gehorchen. In Sperrzonen eingepfercht, werden sie von Supersoldaten bekämpft, die man weltweit als Stars feiert. Doch die Mauern beginnen zu bröckeln. Sekten beten KAMI als Maschinengott an. Und während der Kampf zwischen Menschheit und Technologie hin und her wogt, versuchen vier junge Erwachsene, den Untergang ihrer Zivilisation zu verhindern ...

Die Autorin:
Marie Graßhoff, kurz vor Weihnachten 1990 im märchenhaften Harz geboren, erkannte bereits im Grundschulalter, dass die Welten in ihrem Kopf zu groß waren, um sie in Gedanken zu behalten. Also begann sie damit, sie auf Papier zu bannen, Wort für Wort, bis Sterne und Galaxien an den Seiten hafteten und ordentlich im Regal verstaut werden konnten.
Nach ihrem Studium der Buchwissenschaft und Linguistik in Mainz verschlug es sie für zwei Jahre in die Agenturwelt, in der sie als Social Media Consultant die Onlineauftritte großer Unternehmen betreute. Inzwischen lebt sie als freie Grafikdesignerin und Autorin in Leipzig und erfreut sich der vielfältigen kreativen Aufgaben, die sie täglich bewältigen kann.

Meine Meinung:
Ich möchte in meiner Rezension nicht spoilern und deswegen fällt es mir aber auch nicht besonders leicht meine Meinung kundzutun.
Die Welt die die Autorin erschaffen hat, hat mir gut gefallen und auch die Figuren konnte mich überzeugen und das ganze Setting und die Geschichte machen lust auf mehr. Trotzdem habe ich für meine Verhältnis wirklich lange gebraucht um das Buch zu lesen. Ich kann gar nicht wirklich sagen woran es liegt. Vielleicht daran, dass die Handlung mit unter sehr ruhig ist und dann wieder einige Spitzen hat. Der Anfang ist sehr direkt. Für meinen Geschmack etwas zu rasant. Ich mag es lieber, wenn sich alles erst aufbaut und ich weniger hinein geworden werden. Nach diesem epischenen Anfang, wird es eben in der Handlung erst wieder ruhiger und das etwas für mich den Lesefluss gestoppt. Aber ich fand es trotzdem alles hoch interessant und ich bin sehr neugierig darauf mehr über diese Welt und die Charaktere zu erfahren, denn wie es nun mal bei einer Trilogie oft ist, ist vieles sehr offen und vage gehalten. Mich stört das weniger, da ich darauf vorbereitet und eingestellt bin.
Die Trilogie aber deswegen noch etwas Potenzial nach oben und dieser erste Teil bekommt von mir sehr gute vier Sterne und ich freue mich einfach auf noch auf viel mehr davon.

Rezension zu Krieg und Kröten von Susanne Pavlovic


Allgemeines: 
Format: Taschenbuch
Seiten der Printausgabe: 507
Verlag: Amrun Verlag
Rezensionsexemplar vom Verlag
Worum geht es:
Yuriko Mandorak Doragon Frost, Siegelmeister, Feuerbeschwörer, Freund der Kröten und Bezwinger der Schicksalsschlange, war nur mal kurz Tabak holen. Als er nach fünf Jahren in seine Heimatstadt zurückkommt, hat man ihn vergessen. Dann taucht Arkadis auf und trägt ein Zaubersiegel auf der Zunge, dessen Rätsel Yuriko nicht ergründen kann. Yuriko wird von seiner Schülerin Galina entführt – gleich mehrfach. Die neuerliche Reise soll die Lösung des Siegelrätsels erbringen und Yuriko möglichst nicht das Leben kosten. Kein einfaches Unterfangen angesichts von feindlichen Zauberinnen, wüster Wildnis und seiner wütenden zukünftigen Exfrau. Die Welt braucht einen Helden. Doch Yuriko will einfach nur zurück nach Hause.

Die Autorin:
Susanne Pavlovic ist Jahrgang 1972 und studierte Germanistin. Sie hat als Pferdepflegerin, Deutschlehrerin und Telefonfee gearbeitet, bevor sie den Schritt in die Selbständigkeit als Autorin wagte. Ihre Fantasyromane veröffentlicht sie im Amrûn Verlag.

Meine Meinung:
Gut gefallen hat mir der Weltenbau der Geschichte. Diese fantastische Welt mit seiner Magie, seinen Wesen und seiner Andersartigkeit hat mir gut gefallen. Auch wie unterschiedlich die Menschen je nach Kontinent sind, fand ich sehr spannend. Die unterschiedlichen Figuren und ihren Eigenarten fand ich spannend und abwechslungreich. Jede Figur war detailiert gezeichnet und hatte ihre Stärken und Schwächen und eben ihre Besonderheiten. Die Dialoge war rasant, lustig und hatten ihren eigenen Stil. Und auch die Sprachweise und Ausdruchsweise der Charaktere waren besonders und für jede persönlich abgestimmt.
Auch die Reise die die Protagonisten war spannend. Die Aufgabe und der tatsächliche Hauptplot fand ich faszinierend und ansprechend. Die Fähigkeiten des Protagonisten fand ich auch spannend und haben mir gut gefallen. Das Rätsel was zu lösen galt, war geheimnisvoll und ich wollte wirklich die ganze Zeit wissen, was nun die Auflösung ist.
Tja und nur deswegen habe ich auch weiter gelesen, denn nun kommt leider ein ganz großes Aber. Mal abgesehen von den oben genannten Punkten, konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen. Es war mitunter sehr langatmig und das leider immer wieder. Und auch wenn der Protagonist an sich eine spannende Figur ist, ist es leider sehy unsympathisch gewesen. Seine Ausdrucksweise und wie er mit gewissen Personen umgegangen ist, war für mich ein großes No-Go. Hinzu kamen seitenlange Kampfszene die mich überhaupt nicht abgeholt haben.
Der Verlauf der Geschichte wird am Ende auch aufgelöst. Es gibt einen mini Cliffhanger, denn es wird nächstes Jahr sehr wahrscheinlich einen weiteren Teil geben. Mit der Auflösung des Rätsel war ich leider auch nicht sonderlich glücklich. War das Buch an vielen Stellen für mich viel zu ausführlich, wurde bei der Auflösung einfach abgekürzt und ich als Leser gar nicht mitgenommen. Das fand ich sehr schade. Und so kann ich nur 3 Sterne am Ende vergeben.

Freitag, 8. Mai 2020

Rezension zu Zornesblind von Martin Krist

Allgemeines: 
Format: eBook
Seiten der Printausgabe: 404
Rezensionsexemplar von der Autor

Worum geht es:
DÜSTER. SPANNEND. ERBARMUNGSLOS.
Kommissar Kalkbrenner wird zu einer übel zugerichteten Frauenleiche in der U-Bahnstation Potsdamer Platz gerufen. Was nach einem Milieumord ausschaut, entpuppt sich schon bald als Auftakt einer grausigen Mordserie. Kalkbrenner und seinem Team wird klar: In den alten Bunkern und U-Bahn-Tunneln unter Berlin lauert ein mörderisches Geheimnis! Der erste Fall für Kommissar Kalkbrenner.

Der Autor:
Martin Krist, geboren 1971, lebt in Berlin. Er arbeitete viele Jahre als leitender Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften. Seit 1997 ist er als Schriftsteller tätig. Nach mehr als 30 Sachbüchern, darunter Biografien über die Hamburger Kiez-Ikone Tattoo-Theo, die Punk-Diva Nina Hagen, den Rap-Rüpel Sido, die Grunge-Ikone Kurt Cobain und den gewaltlosen Rebell Mahatma Gandhi, schreibt er seit 2005 Krimis und Thriller.

Meine Meinung:
Da ist sie endlich. Die Neuauflage des ersten Falls von Kommissar Kalkbrenner. Mit Spannung und höchster Neugierde bin ich in das Buch gestartet, da ich bereits einen späteren Kalkbrenner gelesen hatte, war ich extrem neugierig, wie nun alles begann. Und eines wurde mir auf jeden Fall bestätigt, es ist nicht schlimm, die Fälle nicht in chronologischer Reihenfolge zu lesen.

Der Anfang des Buches hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte beginnt spannend. Die Figuren haben tiefen, handeln nachvollziehbar und haben einen tollen Background, auch wenn sie mitunter echt abgerockte Charaktere sind. Die Idee der Geschichte finde ich spannend. Es gibt wieder mehrere Handlungsstränge. Die nach und nach ineinandergreifen und miteinander erst richtig Sinn ergeben. Das ist meiner Meinung nach auch die große Stärke des Autors.

Die Idee die Geschichte auch unter Berlin anzusiedeln fand ich sehr spannend und es war ein faszinierender Schauplatz. Die Passagen habe ich mir sehr gut gefallen.

Womit ich in dieser Geschichte so meine Probleme hatte, war das fehlende Tempo, was mit dem Verlauf der Geschichte immer mehr abnahm. Zwar entflammte die Spannung auch immer wieder und nahm auch richtig an Fahrt auf. Aber leider wird die Haupthandlung auch immer wieder unterbrochen und das nahm die Spannung wieder raus. Leider wurden auch die Dialoge immer wieder durchbrochen, was das Tempo auch raus nahm. Ich hätte mir hier und da wirklich mehr Tempo gewünscht.

Die Geschichte war gut, aber wenn es mein erster Kalkbrenner gewesen wäre, weiß ich nicht ob noch einen weiteren Fall gelesen hätte.

Das Buch ist empfehlenswert aber für mich auch kein Thriller. Klar es gibt einige Morde und es wird mitunter auch richtig blutig und abartig, aber es geht doch eher in Richtung Roman oder vielleicht einen Krimi.

Abschließendes Fazit: Nachdem mich der Anfang extrem mitgerissen hat und meine Erwartungen dadurch sehr groß waren, konnte mich die Geschichte im Verlauf leider nicht richtig mitreißen. Die Protagonisten und die Storyline hat aber großes Potenzial und ist für echte Kalkbrenner Fans natürlich ein großes Muß. Ich kann jedoch nicht mehr als 3 Sterne vergeben.

Rezension zu Ich lebe noch von Kate Alice Marshall

Allgemeines: 
Format: Hardcover
Seiten der Printausgabe: 383
Verlag: Festa Verlag
Rezensionsexemplar vom Verlag

Worum geht es:
An manchen Tagen scheint es, als wolle die Wildnis sie zerstören, aber Jess ist stärker als sie es sich je vorgestellt hat. Nachdem ihre Mutter bei einem Autounfall gestorben ist, reist die 16-jährige Jess in die einsamen Wälder Kanadas, um für ein Jahr bei ihrem Vater, an den sie sich kaum erinnert, zu leben. Eines Tages stürmen mehrere bewaffnete Männer die Holzhütte und nehmen ihren Vater gefangen. Jess beobachtet aus einem Versteck, wie ihr Vater verhört und ohne Mitleid erschossen wird. Dann verbrennen die Mörder die Hütte und fliegen mit einem kleinen Flugzeug davon. Nun ist Jess der Wildnis schutzlos ausgeliefert. Und der eisige Winter naht. Sie und Bo, der Hund ihres Vaters, brauchen Nahrung, Wärme und eine Zuflucht. Jeder Fehler kann tödlich sein. Aber noch lebt Jess …

Die Autorin:
Kate Alice Marshall begann schon mit dem Schreiben, als sie gerade erst einen Stift halten konnte. Seither hat sie nie damit aufgehört. Kate lebt mit ihrem Mann, einem Baby, dem Hund Vonnegut und einer Katze im Nordwesten Amerikas. Im Sommer fährt sie gerne mit dem Kajak durch die Meeresbuchten und zeltet am Strand. I AM STILL ALIVE erschien 2018 und wurde sofort in mehrere Sprachen übersetzt. 2019 folgte der unheimliche Roman RULES OF VANISHING. Universal Pictures plant I AM STILL ALIVE mit Ben Affleck zu verfilmen.

Meine Meinung:
Jess ist 16 Jahre alt und somit eine noch sehr junge Protagonistin. Aber mit ihren jungen Jahren hat sie bereits einige Schicksalsschläge erlebt und das lässt sie schnell erwachsen werden. Ihre schnelle und starke Entwicklung ist nachvollziehbar und unausweichlich an die Storyline gebunden.
Die Erzählung der Geschichte ist sehr interessant. Die Protagonistin erzählt zu nächst abwechselnd. Ein Teil der Geschichte spielte Davor und der andere Danach. Im Verlauf des Buches konzentriert sich die Story aber auf das Danach. Das Davor ist aber wichtig um zu wissen und um zu verstehen was Danach geschieht.
Der Schreibstil ist sehr eindringlich, flüssig und packend. Und auch wenn die Handlung die meiste Zeit quasi allein von Jess getragen wird, hält der Spannungsbogen von Anfang bis zum Schluss an. Die Geschichte braucht nicht mehr Personen.
Der heimliche Star ist jedoch der Hund Bo, der seine ganz eigene Geschichte hat und trägt.
Ich war wirklich gefesselt von diesem Buch und wenn es am Ende nicht ein oder zwei Punkte gegeben hätten, die mir den Spaß am lesen genommen haben, dann hätte ich auch sehr gerne fünf Sterne vergeben aber so gibt es wirklich sehr gut gemeinte vier Sterne und eine ausdrückliche Weiterempfehlung.

Rezension zu Dublin Krimi: Verrat von Ariana Lambert


Allgemeines: 
Format: Taschenbuch
Seiten der Printausgabe: 165
Verlag: Brighton Verlag
Rezensionsexemplar von der Autorin
Worum geht es:
Ein verschwundenes Kind. Viele rätselhafte Spuren. Sie kennt die Lösung. Oder nicht? Ein besonderer Auftrag für die erfahrene Anwältin Anna Schwarz: sie soll die Fahndung nach einem vermissten Kind unterstützen. Die Suche führt sie nach Dublin. Gemeinsam mit der irischen Polizei verfolgt sie geheimnisvolle Spuren. Jede scheint ins Nichts zu führen. Doch Annas Gespür führt sie wieder und wieder in dieselbe Richtung. Kann sie die Rätsel lösen? Holt ihre eigene, dunkle Vergangenheit sie ein? Oder ist sie selbst Ziel einer Intrige?

Die Autorin:
Ariana Lambert war mehr als zwölf Jahre als Rechtsanwältin tätig. Schließlich hängte sie ihre Robe an den sprichwörtlichen Nagel und widmet sich heute ausschließlich dem Schreiben. Mord und Totschlag spielen heute nur noch in ihren Büchern eine Rolle. Sie schreibt hauptsächlich Krimis, aber auch Kurzgeschichten und Liebesgeschichten. Sie lebt mit Mann und Sohn in ihrer Heimat im Spreewald und der neuen Wahlheimat in Dublin. In ihrem Roman-Debüt "Dublin-Krimi: Verrat" spiegelt sich ihre Liebe zu der irischen Metropole wieder.

Meine Meinung:
Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil und hat sich einen interessanten Plot ausgedachte, der für mich allerdings wenige Überraschungen bereit hielt und die Wendungen recht vorhersehbar waren. Ich habe sehr großes Potenzial in der Storyline und vorallem in der sehr spannenden Protagonisten gesehen, aber leider hat die Autorin dieses nicht vollständig ausgeschöpft, meiner Meinung nach.
Sehr hatte ich mich auch auf den Schauplatz Irland gefreut, was bei ihr ja vorherein schon einen kleinen Pluspunkt gibt aber, wenn ich ehrlich bin, war in diesem Fall der Schauplatz eher austauschbar. Leider hat mir auch die Darstellung gewisser Begebenheiten und Menschen nicht so gut gefallen.
Die Vergangenheit der Protagonisten ist krass und ihr Background eigentlich wirklich extrem spannend. Allerdings haben mir die Verknüpfungen mit der Gegenwart nicht gut gefallen und erschienen mir auch erzwungen und als wären sie nur dafür da Rückblende einzubauen, die für mich die Geschichten leider nicht richtig voran gebracht haben und immer wieder das Tempo aus der Geschichte genommen haben.
Das Ende passte gut zum Verlauf der Geschichte und war nachvollziehbar.

Leider hat mich das Buch alles in allem nicht wirklich packen können aber das ist reine Geschmackssache. Ich vergebe dennoch nur 3 Sterne.
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