Freitag, 8. Mai 2020

Rezension zu Zornesblind von Martin Krist

Allgemeines: 
Format: eBook
Seiten der Printausgabe: 404
Rezensionsexemplar von der Autor

Worum geht es:
DÜSTER. SPANNEND. ERBARMUNGSLOS.
Kommissar Kalkbrenner wird zu einer übel zugerichteten Frauenleiche in der U-Bahnstation Potsdamer Platz gerufen. Was nach einem Milieumord ausschaut, entpuppt sich schon bald als Auftakt einer grausigen Mordserie. Kalkbrenner und seinem Team wird klar: In den alten Bunkern und U-Bahn-Tunneln unter Berlin lauert ein mörderisches Geheimnis! Der erste Fall für Kommissar Kalkbrenner.

Der Autor:
Martin Krist, geboren 1971, lebt in Berlin. Er arbeitete viele Jahre als leitender Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften. Seit 1997 ist er als Schriftsteller tätig. Nach mehr als 30 Sachbüchern, darunter Biografien über die Hamburger Kiez-Ikone Tattoo-Theo, die Punk-Diva Nina Hagen, den Rap-Rüpel Sido, die Grunge-Ikone Kurt Cobain und den gewaltlosen Rebell Mahatma Gandhi, schreibt er seit 2005 Krimis und Thriller.

Meine Meinung:
Da ist sie endlich. Die Neuauflage des ersten Falls von Kommissar Kalkbrenner. Mit Spannung und höchster Neugierde bin ich in das Buch gestartet, da ich bereits einen späteren Kalkbrenner gelesen hatte, war ich extrem neugierig, wie nun alles begann. Und eines wurde mir auf jeden Fall bestätigt, es ist nicht schlimm, die Fälle nicht in chronologischer Reihenfolge zu lesen.

Der Anfang des Buches hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte beginnt spannend. Die Figuren haben tiefen, handeln nachvollziehbar und haben einen tollen Background, auch wenn sie mitunter echt abgerockte Charaktere sind. Die Idee der Geschichte finde ich spannend. Es gibt wieder mehrere Handlungsstränge. Die nach und nach ineinandergreifen und miteinander erst richtig Sinn ergeben. Das ist meiner Meinung nach auch die große Stärke des Autors.

Die Idee die Geschichte auch unter Berlin anzusiedeln fand ich sehr spannend und es war ein faszinierender Schauplatz. Die Passagen habe ich mir sehr gut gefallen.

Womit ich in dieser Geschichte so meine Probleme hatte, war das fehlende Tempo, was mit dem Verlauf der Geschichte immer mehr abnahm. Zwar entflammte die Spannung auch immer wieder und nahm auch richtig an Fahrt auf. Aber leider wird die Haupthandlung auch immer wieder unterbrochen und das nahm die Spannung wieder raus. Leider wurden auch die Dialoge immer wieder durchbrochen, was das Tempo auch raus nahm. Ich hätte mir hier und da wirklich mehr Tempo gewünscht.

Die Geschichte war gut, aber wenn es mein erster Kalkbrenner gewesen wäre, weiß ich nicht ob noch einen weiteren Fall gelesen hätte.

Das Buch ist empfehlenswert aber für mich auch kein Thriller. Klar es gibt einige Morde und es wird mitunter auch richtig blutig und abartig, aber es geht doch eher in Richtung Roman oder vielleicht einen Krimi.

Abschließendes Fazit: Nachdem mich der Anfang extrem mitgerissen hat und meine Erwartungen dadurch sehr groß waren, konnte mich die Geschichte im Verlauf leider nicht richtig mitreißen. Die Protagonisten und die Storyline hat aber großes Potenzial und ist für echte Kalkbrenner Fans natürlich ein großes Muß. Ich kann jedoch nicht mehr als 3 Sterne vergeben.

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