Mittwoch, 21. Januar 2026

Meine Gedanken zu Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat von Annett Gröschner & Peggy Mädler & Wenke Seemann

 

Format: Taschenbuch
Erschienen am 10. Dezember 2025
im btb Verlag
Umfang: 320 Seiten

WERBUNG: Rezensionsexemplar vom Blogger Portal 

Worum geht es:
Drei Freundinnen, ein Küchentisch, vor den Fenstern die Nacht: Annett Gröschner, Peggy Mädler und Wenke Seemann reden. Über sich als „Ostfrauen“, was auch immer diese Schublade bedeutet, über das Glück krummer Lebensläufe, über die Gegenwart mit ihrer sich ständig reindrängelnden Vergangenheit. Es wird getrunken, gelacht und gerungen, es geht um Erinnerungsfetzen und Widersprüche, um die Vielschichtigkeit von Prägungen und um mit den Jahren fremd gewordene Ideale. Im japanischen Volksglauben gibt es Geister, die aus achtlos weggeworfenen Dingen geboren werden – »wie sähe der Dinggeist der DDR aus?«, fragen die drei. Ihr Buch ist dem Erinnern und dem Sich-neu-Erfinden gegenüber so gewitzt und warmherzig, wie es jede große Gesellschaftsdiskussion verdient.

Die Autorinnen:

ANNETT GRÖSCHNER, geboren 1964 in Magdeburg, lebt seit 1983 als Schriftstellerin in Berlin. Bekannt wurde sie vor allem mit ihren Romanen »Moskauer Eis« (2000) und »Walpurgistag« (2011) sowie dem gemeinsam mit Peggy Mädler und Wenke Seemann verfassten Bestseller »Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat« (2024). Zuletzt erschien ihr Roman »Schwebende Lasten« (2025), mit dem sie für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde. Annett Gröschner wurde vielfach ausgezeichnet: mit dem Brandenburger Lotto Literaturpreis (für Walpurgistag), mit dem Großen Kunstpreis Berlin (Fontanepreis), dem Klopstock-Preis und dem Mainzer Stadtschreiber Literaturpreis von ZDF, 3sat und der Landeshauptstadt Mainz. 

PEGGY MÄDLER, geboren 1976 in Dresden, lebt seit 1994 in Berlin und ist Autorin und Dramaturgin. Für ihren zweiten Roman »Wohin wir gehen« erhielt sie 2019 den Fontane-Literaturpreis der Fontanestadt Neuruppin und des Landes Brandenburg.

WENKE SEEMANN, geboren 1978 in Rostock, lebt seit 2000 in Berlin und ist freie Künstlerin und Sozialwissenschaftlerin. Ihre Arbeiten waren u.a. in der Kunsthalle Rostock, dem Albertinum Dresden und dem Sprengel Museum Hannover zu sehen.

Meine Gedanken:
Zunächst habe ich dieses Buch sehr interessiert gelesen. Aufmachung fand ich spannend. Denn das Buch ist aufgebaut wie ein Gespräch unter Freundinnen. Ein bißchen wie im Interview Stil. Es wird schnell klar, dass eine Tonbandaufnahme lief und die thematischen Abende aufgezeichnet wurde und daraus wurde dieses reportagemässige Buch. Den Aufbau fand ich zunächst gut und bin schnell durch die Seite geflogen mit einigen Ausnahmen allerdings. Es gibt immer mal wieder Fußnote. Diese bringen Informationen ein die wahrscheinlich nicht in den Aufnahmen vorkamen und im Kontext hinzugefügt wurden. Das hat mich immer wieder rausgebracht. Zudem waren diese Fußzeilen sehr klein gedruckt, der gesamte Druck des Taschenbuchs ist klein und dann noch die Fußnote halb so groß wie der sonstige Fließtext, machte das lesen oft sehr unangenehm. Das fliest nicht in meine inhaltliche Bewertung mit ein aber nichst desto trotz, war es unangenehm zu lesen.
Inhaltlich wird es nach und nach auch leider langweiliger. Zudem wird auch erwähnt, dass immer wieder Alkohol und Zigaretten konsumiert werden. Wobei ich mich frage, was hat das mit dem Thema zu tun? Ich habe es nicht verstanden und diese ständige Erwähnung der Drogen war nervig und eben für mich überflüssig.
Leider hat mich das Buch schlussendlich mehr gelangweilt als unterhalten. Inhaltlich wird auch immer mal wieder um den zukünftigen Buchtitel diskutiert und was soll ich sagen, jeder andere hätte besser gepasst. Denn wenn eines nicht passiert, denn, das ein idealer Staat gegründet wird.

Von mir keine Empfehlung.

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