Mittwoch, 13. Juli 2022
Wenn das Hirn katastrophisiert …
Dienstag, 12. Juli 2022
Rezension zu Der Riss, durch den das Licht eindringt von Helen Cullen
Allgemeines:
Format: Hardcover
Erschienen am 14. Juni 2022
im Goldmann Verlag
Seiten der Printausgabe: 368
Worum geht es:
Auf einer irischen Insel bereitet sich die Familie Moone auf gemeinsame Feiertage vor. Keiner ahnt, dass ihre Mutter Maeve im Sturm aufs Meer gerudert ist, um nicht zurückzukehren. Zehn Jahre sind seither vergangen, doch die Moones haben den Verlust nie verwunden. Ihr Vater Murtagh arbeitet noch immer als Töpfer auf Inis Óg, während die vier Geschwister damit ringen, Frieden mit der Vergangenheit und Maeves Tod zu schließen. Dazu müssen sie die Geschichte enthüllen, die sich hinter der großen Liebe ihrer Eltern verbarg. Gleichzeitig fließt mit den Jahren neue Liebe in die Risse der zerbrochenen Familie. Aus den Scherben erwächst schließlich für Murtagh ein unerwartetes Glück, das nur Maeve einst erahnt hatte.
Die Autorin:
Helen Cullen ist in Irland geboren, hat Theaterwissenschaften und Englische Literaturwissenschaft studiert und lebt mittlerweile in London. Allerdings kehrt sie zum Schreiben immer wieder in ihre Heimat zurück. Ihr Debütroman »Die verlorenen Briefe des William Woolf« wurde von Lesern wie Presse gefeiert, und die Irish Times zählt die Autorin zu den aufregendsten jungen Stimmen des Landes.
Meine Meinung:
Diese Geschichte hat mich sehr mitgenommen und ging mir sehr unter die Haut. Besonders das letzte Drittel hat mich mehrfach zum Weinen gebracht. Die Geschichte ist emotional geschrieben. Der Schreibstil ist wunderschön, sehr poetisch und sehr bildhaft.
Wie im Klappentext geschrieben stirbt Maeve Moone, dies geschieht im ersten Kapitel und danach wird geschildert wie Maeves Leben bis zu diesem Punkt verlaufen ist und wie es nach ihrem Tod mit ihrer Familie weitergeht.
Das alles ist sehr ergreifend und mitreißend.
Trotz dieser doch sehr heftigen Storyline hat mir Geschichte auf ihrer ergreifende Art sehr gut gefallen. Einfach weil diese Story mich von der ersten bis zur letzten Seiten nicht los gelassen hat.
Einfache Kost ist diese Geschichte nicht. Es geht um Depressionen, Selbstmord und Trauer, Trauerbewältigung. Und auch um die Rechte der lgbtq+ Community. Eine sehr vielschichtige Geschichte, die mich mitte ins Herz getroffen hat.
Das irische Setting auf der Insel hat mir auch sehr gut gefallen.
Allgemein eine wirklich gute Geschichte. Die ich allerdings aufgrund ihrer diversen schweren Themen nur eingeschränkt weiter empfehlen kann. Bitte passt auf Euch auf.
Ich vergebe dennoch 5 Sterne.
Rezension zu Sommergold von Christina Wermescher
Allgemeines:
Format: Taschenbuch
Erschienen am 20. Juni 2022
im Drachenmond Verlag
Seiten der Printausgabe: 254
Worum geht es:
Gold glitzert unter Wasser besonders verlockend. Alaska. In die raue Schönheit und die unberührte Natur dieses Landes hat sich Hazels Vater verliebt. Sie selbst fliegt nach seinem unerwarteten Tod hingegen nur unfreiwillig dorthin. Doch Land und Leute überraschen sie, und vor allem ihr neuer Nachbar Owen ist ihr in ihrer Trauer eine echte Stütze. Von ihm lässt sich Hazel sogar mit dem allgegenwärtigen Goldfieber anstecken. Zu zweit suchen sie in der wunderschönen Beringsee nach dem begehrten Edelmetall. Und je tiefer die beiden tauchen, desto näher kommen sie sich …
Die Autorin:
Christina Wermescher entdeckte nach ihrem Studium zur Diplom-Kauffrau durch ein Auslandspraktikum ihre Liebe zu England, wo sie dann promovierte. Die Geburt ihres Sohnes bewog sie jedoch, sich voll und ganz ihrer Liebe zu Geschichten zu widmen. Diese spielen an den verschiedensten Orten der Welt. Doch Christina reist nicht nur gerne mittels ihrer Bücher, sondern auch in der Realität. Von Kuba bis Vietnam, den USA und China hat sie schon zahlreiche Orte besucht. So fühlt sie sich nicht nur in ihrer bayrischen Heimat, sondern auf der ganzen Welt zu Hause, solange ihre Familie bei ihr ist.
Meine Meinung:
Die Geschichte hatte mich von der ersten bis zur letzten Seite fest im Griff. Mir hat das Setting in Alaska sehr gut gefallen. Besonders wie sich die Stimmung langsam entwickelt. Irgendwie passte die Gefühlsstimmung der Hauptfiguren zum Wetter und zur Umgebung. Alles fügte sich harmonisch zu einer tollen Geschichte zusammen. Das Buch war irgendwie sehr kurzweilig, aber auf jeden Fall im positiven Sinne. Mir fiel es leicht die Story in einem Rutsch durchzulesen. Es gab keine Länge und der Schreibstil der Autorin war wunderschön atmosphärisch und hat mich durch die Seiten fliegen lassen.
Es war mir ein Vergnügen etwas über die Goldsuche zu lesen und etwas übers Tauchen zu erfahren. Und ich mag Geschichte die am und im Meer spielen, das passte alles wunderbar zusammen.
Ein tolles Sommerbuch. Sehr empfehlenswert.
5 Sterne.
Samstag, 25. Juni 2022
Rezension zu Frauen, an die ich Nachts denke von Mia Kankimäki
Allgemeines:
Format: Taschenbuch
Erschienen am 16. Mai 2022
im btb Verlag
Seiten der Printausgabe: 560
Worum geht es:
Mia, Anfang vierzig, hat den Job gekündigt, die Wohnung verkauft, und während andere Familien haben und Sommerhäuser kaufen, denkt sie während zahlloser schlafloser Nächte an Frauen – und das hat nichts mit Sex zu tun, sondern mit der Suche nach dem Sinn des Lebens! Ihres Lebens! Ihre Nachtfrauen – furchtlose Entdeckerinnen, begabte Schriftstellerinnen und leidenschaftliche Künstlerinnen – sind Schutzheilige, die sie um sich versammelt, um sich den Weg weisen zu lassen. Und eines Tages beschließt sie, Ernst zu machen, die Welt zu bereisen und den Spuren ihrer Nachtfrauen wirklich zu folgen – Karen Blixen nach Tansania, Sei Shōnagon nach Japan, vergessenen Renaissance-Malerinnen nach Florenz. Denn wenn diese Frauen es vor Hunderten von Jahren in die Welt geschafft haben, warum sollte Mia das dann nicht auch können?
Die Autorin:
Mia Kankimäki, geboren 1971, hat Vergleichende Literaturwissenschaften an der Universität Helsinki studiert und als Texterin und Lektorin gearbeitet. 2010 kündigte sie ihren Job und reiste nach Japan, um ihr erstes Buch zu schreiben. »Dinge, die das Herz höher schlagen lassen« führte sie nach Kyoto, wo sie immer wieder schreibt und forscht. Ihr zweites Buch, »Frauen, an die ich nachts denke« ist von ihren Reisen auf den Spuren inspirierender historischer Frauenfiguren in Tansania, Kenia, Italien und Japan inspiriert. Ihre Bücher wurden vielfach ausgezeichnet und in 16 Sprachen übersetzt. Mia Kankimäki lebt in Helsinki, Finnland, wenn sie nicht gerade für ihr nächstes Buchprojekt auf Reisen ist.
Meine Meinung:
Ich habe gezielt eine Schwäche für Bücher im Tagebuchstil bzw. für Bücher in denen Frauen über ihre Leben berichten. Und das so ziemlich in jeder Form. Ob es nun ein Tagebuch ist oder es "nur" ums Reisen geht. Ich lese sowas gerne. Die Autorin paart hier ihre eigenen Erfahrungen die sie machte mit denen von berühmten Frauen aus der Literatur bzw. Kunst Welt.
(Beim lesen habe ich mich manchmal gefragt, was wohl die ursprüngliche Idee hinter diesem Buch war? Hatte die Autorin von Anfang an im Sinn, so viel zu reisen um den verstorbenen Nachtfrauen so nah zu sein? War von Anfang an geplant, ihre Erfahrungen mit denen der Frauen zu vergleichen? War dieser Tagebuchstil gemischt mit den Schilderungen der vergangenen Leben beabsichtigt? Oder hat sich all das erst mit der Rechechere und ihren Reisen ergeben? Also wenn das alles so geplant war, dann Hut ab, und wenn nicht, trotzdem)!
Mir hat auch sehr gefallen zu erfahren, wie sehr die Autorin beim Schreiben des Buches gestruggelt hat und wie schwer es ihr fiel ihre Erfahrungen und die der Nachtfrauen mit einander zu verweben.
Ihre Meinungen über die einzelnen Frauen teile ich nicht immer aber die Faszination ist schon verständlich und eben nachvollziehbar wenn man diese Art von Buch schreibt.
Ich war völlig im Bahn mit der Autorin mit diesen Frauen aus einer vergangenen Zeit und mehr als einmal schockiert darüber wie es Frauen im Detail vor hunderten von Jahren ergangen sein muss.
Dieses Buch ist für mich ein sehr faszinierendes Werk.
Ich vergebe gerne 5 Sterne
Dienstag, 21. Juni 2022
Rezension zu Ein Lied für Molly von Claudia Winter
Allgemeines:
Format: Taschenbuch
Erschienen am 16. Mai 2022
im Goldmann Verlag
Seiten der Printausgabe: 480
Worum geht es:
Die 28-jährige Bonnie Milligan lebt mit ihrem kleinen Sohn Josh in Dublin. Eines Tages entdeckt sie im Bus ein Bündel handschriftlicher Musiknoten. Spontan fasst sie den Entschluss, den Besitzer ausfindig zu machen. Ihre Nachforschungen nach dem geheimnisvollen Komponisten führen sie an die Westküste Irlands, wo sie in einem malerischen Ort am Meer auf eine Reihe eigenwilliger Charaktere stößt – und ohne es zu ahnen, auf ein lange verborgenes Familiengeheimnis. Der Schlüssel dazu scheint ein Liebeslied für eine Unbekannte zu sein, das auf magische Weise auch für Bonnies Leben eine ganz besondere Bedeutung erhält ...
Die Autorin:
Claudia Winter, geboren 1973, ist Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Neben ihren bisher im Goldmann Verlag erschienenen Büchern hat sie weitere Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und ihren beiden Hunden in einem kleinen Dorf nahe Limburg an der Lahn.
Meine Meinung:
Buchtitel, Klappentext und Cover sind leider wenig aussagekräftig was den Inhalt dieses Buches betrifft. Lässt das Cover auf einen schönen Handlungsort in einem verträumten Cottage an den Klippen Irlands hoffen, wird man leider enttäuscht. Das Cover passt so gar nicht zu der Geschichte. Sondern greift eher sehr klischeehaft das Bild von Irland auf, was die meisten deutschen Leser eben zu haben scheinen.
Beim Klappentext könnte man meinen das man eine Mutter mit einem Kind bei einem Roadtrip durch Irland begleitet. Der Ort an dem sie schlussendlich ankommen, war für meinen Geschmack auch wenig malerisch.
Und auf das Lied für Molly habe ich bis zur letzten Seite eher vergeblich gewartet. Also meine Erwartungen wurden leider gar nicht erfüllt.
Aber was habe ich bekommen auf diesen rund 480 Seiten zwischen den beiden Buchdeckeln?
Zunächst eine Geschichte auf zwei Zeitebenen (es wäre wirklich vom Vorteil gewesen, wenn dies vorher aus dem Klappentext erkennbar gewesen wäre, dann hätte ich nicht nach dem Buch gegriffen, denn das gefällt mir leider gar nicht). Dann eine Frau mit einem Kind, die eher zwangsweise aus ihrer Wohnung raus müssen und sie dann den Job verliert. Und dann trifft man noch auf einen übellaunigen Professor und eben auf dessen Vergangenheit (die zweite Zeitebene eben).
Diese drei begeben sich dann, zusammen mit einem einäugigen Kater, auf eine (kurze!) Reise mit dem Porsche des Proffessors. Von Dublin in Richtung Galway (im Normalfall eine dreistündige Fahrt). Da der Porsche aber kaputt ist dauert es etwas länger.
Am Ziel angekommen, könnte man nun meinen, das die Suche nach dem Besitzer der handschriftlichen Noten nun so richtig in Gang kommt, aber Fehlanzeige...
Ich möchte an dieser Stelle nicht spoilern, deswegen belasse ich es hierbei. Auch wenn dadurch nicht ganz rüber kommt, was mich eigentlich so enttäuscht hat.
Im großen und ganzen ist das Buch geschrieben. Der Schreibstil der Autorin ist nicht ganz so meins und bei manchen Formulierungen habe ich auch manchmal etwas Zucken müssen. Ich lese zu meist Bücher aus Irland. Die entweder dort spielen und dann häufig von deutschen Autor:innen geschrieben sind und aber auch vor allem irische Schriftsteller:innen und da merkt man natürlich immer einen Unterschied. Und im großen und ganzen waren die irischen Begrifflichkeiten oder eben die fehlenden auch okay und haben nicht gestört. Aber Endeffekt hätte das Buch überall spielen können. Für mich kam der IrlandVibe nicht rüber. Es fehlte mir das Gefühl, die Emotionen die ich eigentlich spüre wenn ich ein Buch lese, das eben in Irland spielt.
Mir fehlte auch die Weiterentwicklung der Figuren. Für mich haben die keine große Veränderung durchlebt vom ersten Auftritt bis zum letzten Auftritt in der Geschichte.
Insgesamt habe ich die Beendigung dieses Buch auf sechs Wochen ausgedehnt und das sagt leider ja schon alles aus. Die Geschichte konnte mich nicht mitreißen. Leider. Sehr schade.
Auch das Ende war für mich nicht überzeugend und der Epilog hat mir noch weniger gefallen. Die letzten Sätze vom letzten Kapitel waren okay. Aber was dann noch kam... naja lassen wir es. Einigen wir uns darauf, dass mir das Buch leider nicht besonders gut gefallen hat.
Ich vergebe 2,5 Sterne.
Montag, 20. Juni 2022
Rezension zu Ein unvollkommener Ehemann von Sheila O`Flanagan
Allgemeines:
Format: Taschenbuch
Erschienen am 16. Mai 2022
im Insel Verlag Verlag
Seiten der Printausgabe: 447
Worum geht es:
Roxy und Dave sind seit zwanzig Jahren ein glückliches Paar, zwei fröhliche Kinder scheinen das Familienleben perfekt zu machen. Als Roxys Vater stirbt, eilt sie zu ihrer Mutter, um ihr in der schweren Zeit beizustehen. Aber als sie am Tag nach der Beerdigung nach Hause kommt, erwischt sie ihren Ehemann in flagranti mit der Nachbarin. Mit einem Schlag steht alles in Frage, was Roxy bislang für die Grundfesten ihres Lebens hielt.
Jetzt muss sie Entscheidungen treffen, die ihr Leben komplett verändern werden: Soll sie Dave verzeihen und ihrer Ehe noch eine Chance geben? Oder allein einen Neuanfang wagen? Schließlich hat sie sich lange genug nur um die Anderen gekümmert. Und der neue Job als Chauffeurin macht nicht nur Spaß, sondern führt auch zu reizvollen Begegnungen …
Die Autorin:
Sheila O’Flanaganarbeitete viele Jahre sehr erfolgreich als Börsenmaklerin in Dublin, bevor sie ihre Lust am Schreiben entdeckte. Mittlerweile hat sie zahlreiche Romane veröffentlicht und ist in England und Irland eine gefeierte Bestsellerautorin. Nebenbei schreibt sie eine wöchentliche Kolumne in der Irish Times.
Meine Meinung:
Ich sage selten etwas zum Cover aber dieses Mal muss es sein: Es ist eines der unpassenden Cover, die ich jemals gesehen habe. Nicht mal das Auto stimmt. Man könnte meinen, man würde eine Geschichte bekommen, die mit einem Roadtrip an der Küste Irland etwas zu tun hat, aber davon sind wir weit entfernt.
Ebenso sage ich sage ich selten etwas zum Titel des Buches, aber auch das muss ich dieses Mal leider machen: Der Titel passt nicht zum Buch. Ja der Ehemann geht fremd. Aber erstens, ist das Wort unvollkommen die Untertreibung des Jahrhunderst und zweitens, geht es doch in dem Buch umso viel mehr. Auch wenn der Klappentext, das auch nicht hergibt weil auch der ist für den Inhalt der Geschichte, echt irgendwie unpassend.
Warum habe ich trotzdem nach dem Buch gegriffen? Ich lese gerne Storys die in Irland spielen. Und das tut diese Geschichte und der zweite Grund war die Autorin.
Ich hatte zudem in die Leseprobe reingelesen und mir sagte der Schreibstil zu und der Anfang ließ mich vermuten, dass ich auf eine weibliche Hauptfigur treffe, die sich nicht von ihrem untreuen Ehemann um den Finger wickeln lässt.
Tja, was soll ich sagen? Meine Erwartungen wurden nicht ganz erfüllt.
Der Schreibstil der Autorin hat mir aber wirklich gut gefallen, sonst wäre ich auch nicht bis zur letzten Seiten dran geblieben.
Aber das wars, dann leider auch schon.
Diese Story hatte für mich keine wirkliche Story und auf diese fast 450 Seiten passiert mir persönlich einfach zu wenig.
Das Buch hatte so seine kleine wenigen Highlights aber diese immer wieder abgedriftet.
Ich hätte zum Beispiel viel lieber eine Geschichte über Roxys Mutter gelesen, die so hinter den Seiten abgelaufen ist und wahrhscheinlich um einiges spannender gewesen wäre.
Irgendwie schade. Ich hatte bis zur letzten Seite gehofft, dass noch irgendwas passiert was mich begeistert aber auch die Auflösung fühlte sich am Ende irgendwie überflüssig an.
Ich hatte keine große Freude an dem Buch und hab mich zum Schluss dann auch nur noch durchgequält.
Schade.
Ich tue es wirklich nur sehr ungern, aber ich kann nicht mehr als zwei Sterne vergeben.
Montag, 25. April 2022
Rezension zu Das Schneemädchen von Rene Denfeld
Allgemeines:
Format: Hardcover
Erschienen am 29. März 2022
im Festa Verlag
Seiten der Printausgabe: 347
Worum geht es:
Vor drei Jahren, als ihre Familie nach einem Weihnachtsbaum in den frostigen Wäldern von Oregon suchte, verschwand Madison Culver. Drei Jahre - und immer noch keine Spur von der damals Fünfjährigen.
Ist sie tot? Doch eine Leiche hat man bisher nicht finden können.
Madisons Eltern wenden sich in ihrer Verzweiflung an die »Kinderfinderin« Naomi, eine Privatermittlerin mit dem unheimlichen Talent, Vermisste aufzuspüren. Da sie in ihrer Kindheit selbst einmal verschleppt wurde, kann sie sich besonders gut in solche Fälle hineinversetzen.
Während Naomi nach und nach die schrecklichen Tatsachen im Fall Madison aufdeckt, durchdringen Scherben eines dunklen Traums ihre Erinnerung …
Die Autorin:
Bevor Rene Denfeld als Autorin arbeitete, war sie als Ermittlerin für eine Pflichtverteidigung tätig und untersuchte Hunderte der schlimmsten Verbrechen – darunter auch der berühmte Fall der »Central Park Five«. In einigen Prozessen bewahrte sie Menschen vor der Todesstrafe.2017 wurde sie von der New York Times als Heldin des Jahres ausgezeichnet.Rene lebt mit ihren Adoptivkindern in Portland, Oregon, und setzt sich auch weiterhin für soziale Gerechtigkeit ein.Sie schrieb die von der Presse hoch gelobten Bestseller The Enchanted, The Child Finder (Das Schneemädchen) und The Butterfly Girl.
Meine Meinung:
Das Schneemädchen von Rene Denfeld ist ein echter Pageturner, ein Must Read von der ersten bis zur letzten Seite und so viel mehr als ein Thriller. Das Buch hat spannende, traurige, romantische und märchenhafte Elemente und ein allumfassendes Gefühl: Hoffnung.
Zwei starke Erzählstimmen tragen die Geschichten, erst getrennt und nach und nach kommen die Paraellen ans Licht.
Die Geschichte schockt ohne zu Explizit werden und ist wirklich sehr spannend geschrieben. Besonders der Schluss hat das Potenzial einem das Atmen vergessen zu lassen.
Viele Überraschungen, starke Wendungen und Figuren die sehr außergewöhnlich sind.
Ein unglaublich sehr gut geschriebenes Buch. Für mich eines der besten Bücher aus dem Hause Festa.
5 Sterne
Rezension zu With you I dream von Justine Pust
Format: Taschenbuch
Erschienen am 1. April 2022
im Knaur Verlag
Seiten der Printausgabe:349
Worum geht es:
Manchmal muss alles in Scherben liegen, damit du neu beginnen kannst
Mit »With you I dream« startet Justine Pust ihre New-Adult-Reihe »Belmont Bay«, die im wild-romantischen Idaho spielt.
Hals über Kopf verlässt die Studentin Mia New York, um einer toxischen Beziehung zu entkommen. Bei ihrer Adoptivschwester in der Kleinstadt Belmont Bay in Idaho, umgeben von glitzernden Seen und den Rocky Mountains, will sie zur Ruhe kommen. Stattdessen beschert ihr der mürrische, aber irritierend gutaussehende Conner bald ziemliches Herzklopfen. Doch je näher Mia Conner kommt, desto größer werden ihre Zweifel: Ist sie wirklich schon wieder bereit, sich jemandem zu öffnen? Und was verheimlicht ihr Conner, das ihn immer wieder in die endlosen Wälder Idahos zieht?
Dramatisch, berührend und hoffnungsvoll erzählt die New-Adult-Liebesgeschichte vom Mut, sein Leben in die eigenen Hände zu nehmen und wie die Liebe dabei helfen kann.
Die Autorin:
Justine Pust ist ein typisches Küstenmädchen, tanzt am liebsten zu Songs aus den 80ern und verliert sich oft in mitreißenden Geschichten. Das Schreiben hat sie schon früh für sich entdeckt, und ihre Lesesucht teilt sie begeistert auf ihrem Instagram-Kanal @justine_thereadingmermaid. Wenn sich die Autorin nicht gerade in Büchern verliert, arbeitet sie im sozialen Bereich oder führt Hunde aus.
Meine Meinung:
Die Kleinstadt Belmont Bay ist schön beschrieben. Jeder kennt jeden und es gibt keine Geheimnisse. Als Mia an dem Ort eintrifft steht das große Theaterfest bevor und deswegen steckt die Stadt bereits in den Vorbereitungen für das große Ereignis.
Die vielen kleinen Andeutungen im Bezug auf Shakespeare waren ok, vielleicht etwas zu viel. Ich habe Shakespeare nicht gelesen und fand es daher etwas too much. Ich war dann einfach immer raus aus dem Lesefluss.
Der Schreibstil der Autorin war mir etwas zu einfach aber ich war sehr begeistert von der vorsichtigen Wortwahl. Ebenso merkt man, dass die Autorin mit Sensitv Readern zusammen gearbeitet und sich wirklich viel Mühe gegeben hat, sich sehr korrekt auszudrücken. Dadurch ging aber hier und da eventuell das Gefühl flöten. Es kann auch andere Gründe haben, aber ich habe die Geschichte gelesen und es hat mich einfach nicht richtig getoucht. Es gab auch sehr emotionale Szenen, die mich auch mitten ins Herz getroffen haben, aber ich wurde zu oft rausgerissen.
Das Buch behandelt auf jeden Fall wichtige Themen und empfehle die Triggerwarnung am Ende des Buches zu lesen, wenn man mit bestimmten Themen ein Problem hat. Aber trotzdem bleibt vieles irgendwie oberflächlich.
Mir hat die Geschichte gut gefallen und ich habe sie auch gern gelesen aber so richtig vom Hocker gehauen hat sie mich nicht.
3 Sterne
Rezension zu Keep on Dreaming von Kira Minttu
Allgemeines:
Format: Taschenbuch
Erschienen am 1. Dezember 2016
im Amrûn Verlag
Seiten der Printausgabe: 275
Worum geht es:
Woher soll ich wissen, was ich will, wenn der eine nicht mit mir redet und der andere gar nicht da ist? Eigentlich wollte Katinka mit Keep on Dreaming nur ein Interview für ihren Musikblog machen. Aber dann bringt dieser verfluchte Kuss, der keiner war, alles durcheinander. Und James McMillan, der sexy Frontmann der Band, kann ziemlich überzeugend sein. Wenn Katinka nur ebensogut wüsste, was sie will …
Die Autorin:
Kira Minttu war Herausgeberin einer Musikfachzeitschrift, studierte Pädagogik und arbeitete als freie Texterin, wenn sie nicht gerade reiselustig die Welt erkundete. Ob New York, wo sie einige Zeit lebte, Barcelona, Lissabon, Bangkok oder Berlin – sie kann beinahe jeder Stadt etwas abgewinnen. Kira Minttu veröffentlich auch unter dem Namen Kira Mohn im endlichkyss Verlag.
Meine Meinung:
Ich mag den leichten Schreibstil von Kira sehr. Man fliegt einfach nur so durch die Geschichte. Ich mochte vor allem die Idee der Geschichte. Ich mochte die musikalischen Vibes und die Geschichte um den Blog. Ich mochte auch die Verbindung von Katinka zu ihrer Familie und ihren Freunden. Das hatte alles zusammen eine echt gute Dynamik.
Der Kritikpunkt den ich hab ist allerdings James. Ich hatte etwas Probleme mit dem Altersunterschied, das hinterließ beim lesen eine leichte Bitternote.
Deswegen kann ich nur 4 Sterne vergeben.
Rezension zu Die große Liebe kann mich mal von Sophia Money-Coutts
Allgemeines:
Format: Taschenbuch
Erschienen am 8. März 2022
im Penguin Verlag
Seiten der Printausgabe: 537
Worum geht es:
Einsam ist Florence auf gar keinen Fall. Sie ist zwar schon ziemlich lange Single – ok, eigentlich hatte sie noch nie eine Beziehung, wenn es jemand ganz genau wissen will. Aber ihr Job in einem quirligen Londoner Buchladen hält sie ziemlich auf Trab, und nach Feierabend leistet ihr der geliebte, aber übergewichtige Kater Gesellschaft. Florence ist mehr als zufrieden mit ihrem Leben, vielen Dank auch! Nur ihre nervige Stiefmutter sieht Optimierungsbedarf und schickt sie zu einem Liebes-Coach. Als erste Übung muss sie eine Liste schreiben mit all den Eigenschaften, die ihr Traummann in sich vereinen soll. Florence kann so eine Liste keinesfalls ernst nehmen: Jemand, der Katzen mag, einen Oberkörper hat wie James Bond und gleichzeitig bei ihrer nervigen Zähl-Marotte die Augen zudrückt? Unmöglich! Bis sie sich ein paar Tage später ungläubig die Augen reibt: Ein gutaussehender junger Mann betritt den Buchladen, der wie von Zauberhand alle Kriterien auf der Liste erfüllt. Zudem ist er adlig und besitzt ein schickes Herrenhaus auf dem Land. Kann das wahr sein?
Die Autorin:
Sophia Money-Coutts ist Tochter eines englischen Barons. Ihre Familie führt die Privatbank »Coutts« – wo unter anderem die Queen ihr Geld anlegt. Sophia ist erfahrene Royal- und Promi-Redakteurin: Sie arbeitete für den »Evening Standard« und die »Daily Mail« und lebte zwei Jahre lang in Abu Dhabi. Heute schreibt sie freiberuflich und ist auch in Deutschland als Expertin für Adelsthemen gefragt – so gab sie »Stern« und »Gala« Interviews zum Megxit. Nach »Kann ich jetzt bitte mein Herz zurückhaben?« und »Darf ich dich jetzt behalten?« ist dies ihr neuer Roman in deutscher Sprache.
Meine Meinung:
Ich habe das Buch gerne gelesen auch wenn es hier und da etwas in die Länge gezogen war, aber so hatte ich doch großen Spaß mit dem Buch. Die Protagonistin und die Nebenfiguren mochte ich und es hat viel Freude bereitet deren Story zu verfolgen.
Es ist eine typische Liebesgeschichte ohne große oder viele Überraschungen aber man bekommt genau das was man kauft. Die Frage ist ja nicht, ob sie sich bekommen, sondern das wie und welche Katastrophen zwischendurch passieren. Und an eben diesen Katastrophen hatte ich großes Vergnügen.
Ich vergebe 4 Sterne









