Freitag, 22. Juli 2016

Rezension zu Die Bücherfreundinnen von Jo Platt


Allgemeines:
Format: Taschenbuch
Seiten: 384
Verlag: ro ro ro
Erschienen am 21. Mai 2016
Zur Verfügung gestellt durch

Beschreibung: Quelle
Alice, Miriam, Sophie, Connie und Abigail sind die besten Freundinnen. Sie lachen zusammen und sie lesen zusammen. Einmal im Monat trifft sich ihr Buchclub. Doch eine fehlt – Lydia. Vor drei Jahren starb sie an Krebs. Ihr letzter Wunsch an die Freundinnen: Ihr Mann sollte in den Club aufgenommen werden, seitdem ist Jon bei jedem Treffen dabei. Die Freundschaft hat allen fünf geholfen, mit dem Verlust fertigzuwerden.
Nur Alice ist nicht glücklich. Eine Dating-Katastrophe jagt die nächste. Kein Mann scheint richtig zu sein für die Innenarchitektin. Ihre Freundinnen sind fest entschlossen, Alice zu ihrem Glück zu zwingen, denn sie ahnen, dass es näher liegt, als Alice sich eingestehen will.

«Die Bücherfreundinnen», der neue Roman von Jo Platt nach dem Spiegel-Bestseller «Herz über Kopf», ist ein Plädoyer für die Freundschaft und dafür, zweite Chancen im Leben zu nutzen.

Wer sind die Bücherfreundinnen?

Alice, 32, Innenarchitektin, liebt ihren Job und ihre kleine Wohnung mit Garten. Sie lässt kein Fettnäpfchen aus und überspielt gerne ihre Gefühle mit Scherzen, aber davon lassen sich ihre Freundinnen längst nicht mehr täuschen.

Miriam, seit der Uni liiert mit Craig, hat seit einiger Zeit die Sorge, nur noch als Mutter wahrgenommen zu werden, und ist zu recht nicht glücklich, wenn Craig sie in ihrem neuen Kleid unsensibel mit einer Presswurst vergleicht.

Connie, 40, neigt zur Selbstunterschätzung, in anderen sieht sie aber immer nur das Gute. Sie lässt sich aus Sicht ihrer Freundinnen zu sehr auf der Nase herumtanzen von ihrem tyrannischen dreijährigen Sohn und auch von Ehemann Greg, der nicht zu verstehen scheint, dass seine Frau auch gelegentlich selbst eine Entscheidung treffen kann.

Abigail, genannt Abs, die jüngste in der Runde, Lehrerin mit Leib und Seele, extrem begeisterungsfähig, lebt zusammen mit Pete, einem phlegmatischen, aber herzensguten Anästhesisten, der den leidenschaftlichen Ausbrüchen seiner Freundin mit bewundernswerter Ruhe begegnet.

Sophie, Alices lebensfrohe Kollegin, ihr lautes Mundwerk lässt Außenstehende manchmal ihr großes Herz übersehen. Ihre Freunde wissen aber längst, dass sie eine loyale Freundin ist und schätzen ihre Ehrlichkeit. Doch auch sie übersehen manchmal, dass hinter Sophies harter Schale ein überraschend weicher Kern steckt.

Und dann ist da noch Jon,der einzige Mann im Buchclub. Seit drei Jahren verwitwet, seine Frau Lydia war die beste Freundin von Alice und Miriam und Gründungsmitglied des Clubs.

Die Autorin:
Jo Platt wurde in Liverpool geboren und studierte Literatur. Über das ländliche Wiltshire, London und Seattle, wo sie als Lehrerin arbeitete, verschlug es sie nach St Albans, wo ihr erster Roman «Herz über Kopf» spielt, der es auf Anhieb auf die deutschen Bestsellerlisten schaffte. Heute lebt sie mit ihrem Mann und zwei Kindern in Bristol.

Meine Meinung:
Die Bücherfreundinnen von Jo Platt ist aus der Ich-Perspektive geschrieben. Und zwar einzig und allein aus der Sicht von Alice. Erst war ich etwas frustriert, dass ich schon wieder an ein Buch geraten bin, bei dem die Autorin diese Perspektive gewählt hat, aber ich war erstaunt wie wenig es mich diesmal gestört hat.
Auf über 380 Seite und in 52 Kapiteln (+Epilog) durfte ich Alice kennen lernen, die mir aufgrund ihres Namens schon irgendwie sympatisch war. Und meine Sympathie stieg und wuchs mit jeder Seite und jedem Kapitel. Endlich mal wirklich eine Hauptfigur, die ich einfach nur mochte.
Ich habe mit ihr mitgefühlt, mich mit ihr gefreut und mit ihr geweint. Sie tat mir leid und ich war stolz auf sie. Ich glaube Alice, wäre wirklich eine Freundin die jeder haben sollte. Ich wünsche mir so eine Freundin.
Kurzzeitig wird die Erzählung aus der Gegenwart von kleinen Rückblicken in die Vergangenheit unterbrochen. Diese stören überhaupt nicht und sind einerseits einfach nur schön und andererseits machten sie mich auch sehr traurig. Ein bißchen mehr davon hätte ich mir gewünscht. Ich hätte Lydia auch gerne noch etwas mehr kennen gelernt.
Die anderen Mitglieder des Buchclubs und Alice ihr Chef, lernte ich aber sehr gut kennen durch Alice ihre Augen.
Wunderbare Figuren mit viel Herz, Verstand und Humor, super toll ausgearbeitet. Es machte mir sehr viel Spaß gemeinsam mit Alice in ihre Leben einzutauchen.
Die ganze Geschichte war natürlich sehr vorhersehbar. Beim lesen der Beschreibung war mir schon klar was passiert und wer am Ende zueinander findet.
Aber trotzdem war die Geschichte dadurch nicht langweilg. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass der Klappentext nicht schon so viel verraten hätte.
Das Buch hat sich flüssig und schnell lesen lassen. Die recht kurzen Kapitel haben mir dabei auch sehr gut gefallen. Ein absolute weiter Empfehlung.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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