Freitag, 31. Juli 2026

Gelesen im Juli 2026

Juli

32. Fünf, sechs, sieben, acht / Seiten 240 / Rezension
33. Vorhang / Seiten 272 / Rezension
34. I am the Blade / Seiten 608 / Rezension
35. Das Haus des Exorzisten / Seiten 368 / Rezension

Samstag, 25. Juli 2026

Meine Gedanken zu Das Haus des Exorzisten von Nick Roberts

 

Format: Taschenbuch 
Erschienen am 29. Januar 2025
im Festa Verlag
Umfang: 368 Seiten
Ein Geschenk vom Verlag 

Worum geht es:
1994 kaufen Nora und Daniel Hill ein altes Farmhaus in den Hügeln von West Virginia. Zusammen mit ihrer 15-jährigen Tochter Alice verlassen sie Ohio und ziehen aufs Land. Zunächst sind sie von der Schönheit der Landschaft begeistert und freuen sich über das ruhige Leben. Das ändert sich jedoch, als sie erfahren, dass der frühere Besitzer ein Exorzist gewesen sein soll … Sie erkunden das Haus und entdecken im Keller einen geheimen Raum mit Kisten voller alter Videos und Tagebücher. Und da ist noch der Brunnen, der mit Brettern versiegelt und mit Kruzifixen umrandet ist. Als sie den Brunnen öffnen, bricht um sie herum die Hölle los. Selbst das Verlassen der Farm kann sie jetzt nicht mehr retten.

Der Autor:
Nick Roberts stammt aus West Virginia und hat an der Marshall University promoviert. Er lebt mit seiner Familie in South Carolina und hilft Menschen bei der Bekämpfung von Suchtkrankheiten. Er hat in Kleinverlagen einige sehr erfolgreiche Horrorthriller veröffentlicht, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Für seine Fans ist er ohne Zweifel »der nächste große Autor des Horrors«.

Meine Gedanken:
Mit großen Worten und aus tiefsten Herzen wurde mir dieses Buch empfohlen und ich freute mich sehr darauf. Es war ein Geschenk von der Verlegerin vom Verlag und ich wollte es irgendwie unbedingt mögen aber leider leider war dieses Buch einfach nichts für mich.
Natürlich ist es ein Horror Roman. Und natürlich müssen die Protagonistine ein bissel blöd handeln, damit sie den Spuk nicht sofort durchschauen. Schon klar. Aber so? Nee! Dann gab es noch eine weitere Figur die Bescheid wusste und dementsprechend vorgewarnt war und auch diese Person handelt völlig wider besseren Wissens. Das war mir dann endgültig zu viel.
Ich konnte über diese Dummheit nur schwerlich hinweglesen. Es hat mich so aufgeregt.
Leider war der Schreibstil für meinen Geschmack auch nicht wirklich ausgereift und hat sich gar nicht gut lesen lassen.
Das Buch sollte mich gruseln aber ich war größtenteils nur genervt und gelangweilt und kam aus dem Kopfschütteln gar nicht raus. Das war leider so gar nichts für mich.

Freitag, 24. Juli 2026

Meine Gedanken zu I am the Blade von Marie Graßhoff

 

Format: Taschenbuch 
Erschienen am 29. Juni 2026
im bastei lübbe Verlag
Umfang: 608 Seiten

Worum geht es:
»Das Haus« entscheidet über Leben und Tod, um die Welt vor der alles verzehrenden Dunkelheit zu retten - und Seren ist die Assassine, die von ihm geschickt wird, um zu richten. Als sie den Rebellen Vale tötet, wird seine Seele zur mächtigsten Waffe in ihrem Besitz. Doch er lässt sich nicht einfach bändigen. Seren will seine Kraft, Vale will ihren Tod. Als ein Verrat das Haus erschüttert, müssen sie sich entscheiden: einander vernichten oder Seite an Seite überleben? Doch in dem Netz aus Lügen, Gewalt und Verrat wächst etwas zwischen ihnen, das ebenso gefährlich sein könnte wie die Dunkelheit selbst. 

Die Autorin:
Marie Graßhoff, geboren 1990 in Halberstadt im Harz, studierte in Mainz Buchwissenschaft und Linguistik. Anschließend arbeitete sie als Social-Media-Managerin bei einer großen Agentur. Mittlerweile ist sie als Autorin und Grafikdesignerin tätig und lebt in Leipzig. Ihre Bücher wurden für mehrere Preise nominiert, u. a. stand sie zweimal auf der Shortlist des Phantastik-Preises SERAPH. Bereits zweimal gewann sie den LOVELYBOOKS LESERPREIS. 

Meine Gedanken:
Einer der spannendsten Plots die ich dieses Jahr gelesen habe. Aber auch eines der Bücher, bei denen es mir am schwestern fällt, es zu beschreiben. Eigentlich möchte ich nichts zum Inhalt verraten weil ich der Meinung bin, ihr solltet des unbedingt selbst lesen. Weil die Story wirklich grandios ist.
Der Weltbenbau ist für mich absolut outstanding. Allein sich vorzustellen wie "Das Haus" aussieht und wirkt fand ich fast unmöglich. Aber ich liebs, dass die Autorin wirklich viele tolle Illustrationen von sich selbst erstellt zu ihren eigenen Bücher zur Verfügung stellt. Diese müsste ich eigentlich nochmal ganz allein herausstellen und eine separtate Sternevergabe verteilen.
Die Idee, dass die Opfer der Protagonistin (und auch von weiteren Figuren) zu Waffen in einem Lager in ihrem Inneren werden und sie diese dann in die Welt projezieren kann um damit widerum kämpfen zu können fand ich sehr spannend und fast nicht vorstellbar. Die größe dieses Lagers hat meine Vorstellungskraft fast überstiegen. Irgendwie musste ich an eine Szene in der Matrix denken und dadurch wurde es dann doch möglich und umso faszinierender zu lesen.
Der Prolog war im ersten Moment nur krass und mit dem weiterlesen der Geschichte ergab er immer mehr und mehr Sinn.
Diese allumfassende Dunkelheit konnte ich mir hingegen schon vorstellen. In meiner Vorstellung wie eine schwarze verschlingene Kraft die alles auffrisst und zerstört. Der beklemmend und angsteinflössend. Die Welt und der Plot haben mich schon überzeugt. Und zum Glück waren auch die Figuren ganz nach meinem Geschmack.
Der Verrat am "Haus" war für mich persönlich allerdings etwas zu klar. Ich hatte sehr schnell einen Verdacht und diese bestätigte sich auch. Das ist so der einzige Punkt den ich einwenig für mich persönlich kritisiere, obwohl Kritik hier sehr barsch klingt. Vom Ding her war es der Ausgang der logisch war und auch perfekt zum Plot passte aber ich wäre gerne später erst daraufgestossen oder gänzlich überrascht wurden.
Dieses Buch erhält von mir aber eine hundertprozentige weiterempfehlung. Wenn ihr eine starke Dark-Fantasy Story lesen wollte, seid ihr hier auf jeden Fall richtig. 

Mittwoch, 8. Juli 2026

Meine Gedanken zu Vorhang von Agatha Christie

 

Format: Taschenbuch 
Erschienen am 1. April 2020
im Atlantik Verlag
Umfang: 272 Seiten

Worum geht es:
Poirot, inzwischen von Arthritis gezeichnet und gelähmt, bittet seinen alten Freund Captain Hastings, zu ihm auf den Landsitz Styles mit seiner illustren Gesellschaft zu kommen. Einst haben die beiden hier ihren ersten gemeinsamen Fall gelöst. Nun soll Hastings sich an Poirots Stelle an die Fersen eines Serienmörders heften, dessen Identität Poirot zwar längst klar ist, für dessen Überführung ihm jedoch die Beweise fehlen. Und so betitelt er den Täter auch Hastings gegenüber nur als »X«. Dass X wieder zuschlägt, ist für Poirot nur eine Frage der Zeit. Aber wird es Hastings gelingen, seinem alten Freund zu helfen und dem Mörder zuvorzukommen? 

Die Autorin:
Agatha Christie begründete den modernen britischen Kriminalroman und avancierte im Laufe ihres Lebens zur bekanntesten Krimiautorin aller Zeiten. Ihre beliebten Helden Hercule Poirot und Miss Marple sind - auch durch die Verfilmungen - einem Millionenpublikum bekannt. 1971 wurde sie in den Adelsstand erhoben. Agatha Christie starb 1976 im Alter von 85 Jahren. 

Meine Gedanken:
Irgendwie bin ich sehr sentimental an dieses Buch herangegangen. Der letzte Fall von Poirot. Ich war mir sicher, dass mich das nicht kalt lassen würde. Und so war es auch. Der schwer kranke Poirot der gar nicht mehr in der Lage ist selbst zu ermittlen, das war schon irgendwie traurig. Dementsprechend gibt es auch nicht so viel Poirot Szenen in dem Buch. Die die es gibt sind briliant. Hastings selbst ist nun wirklich nicht die hellsten Kerze auf der Torte und ich frag mich wirklich, warum Poirot ausgerechnet ihn ruft. Natürlich gibt es dafür einige logische Gründe und auch Zusammenhänge zu älteren Büchern, aber die Figur Hastings an sich kann es eigentlich nicht sein.
Der Fall war schon sehr interessant und die Lösung war für mich nicht ersichtlich und das sind ja die besseren Christies für mich. Aber leider hatte die Geschichte viele Längen und war deswegen mehreinheitlich langweilig.
Aber der emotionale Aspekt überwog hier eindeutig. Und deswegen mochte ich das schon sehr. 

Freitag, 3. Juli 2026

Meine Gedanken zu Fünf, sechs, sieben acht von Ewald Arenz

 

Format: Hardcover
Erschienen am 16. Juni 2026
im DUMONT Verlag
Umfang: 288 Seiten
Rezensionsverlag vom Verlag

Worum geht es:
Anton, 60 Jahre alt, ist Stepptänzer. Ja, er ist nicht mehr so schnell wie früher, aber mit seiner Erfahrung und Ausdruckskraft tanzt er – noch – allen davon. Wer sollte ihm also die Stelle als Choreograf an einer Theaterbühne streitig machen? Doch die neue Intendantin sieht das anders – und engagiert ausgerechnet Emma, Antons Tochter. Anton ist verletzt, wütend, traurig und zugleich stolz auf seine Tochter. Zeigen kann er ihr das nicht. Die Absage spült etwas in ihm hoch, das er nicht länger verdrängen kann: das Gefühl des Älterwerdens. Plötzlich spürt er die eigene Endlichkeit und fragt sich, ob er sein Leben richtig gelebt hat. Eine Frage, die ihn wieder an eine alte große Liebe denken lässt. Jo war damals einfach spurlos verschwunden. Hätte er mit ihr ein besseres Leben gelebt? Es ist Emma, die auf Jos Spur stößt. Mit ihr reist er nach Irland. Alte Konflikte zwischen Vater und Tochter brechen wieder auf. Für Anton wird es eine Reise zu sich selbst und er begreift: Zu Ende ist es erst, wenn es zu Ende ist. Bis dahin will das Leben gelebt werden. 

Der Autor:
Ewald Arenz wurde 1965 in Nürnberg geboren, studierte englische und amerikanische Literatur sowie Geschichte und publiziert seit Beginn der neunziger Jahre. Er ist eiin SPIEGEL-Bestsellerautor und wurde für sein literarisches Werk vielfach ausgezeichnet. In seinen Romanen und Erzählungen wahrt er "bemerkenswert die Balance zwischen Anspruch und Unterhaltung", wie die Süddeutsche Zeitung schreibt.
Neben seiner literarischen Tätigkeit moderiert er die Sendung "Aus dem FF - das Feiertagsfeuilleton" auf Bayern 2, organisiert zahlreiche literarische Veranstaltungen wie etwa die jährlichen Parklesungen im idyllischen Fürther Stadtpark mit Krimiautoren und Freiluftklavieren, Sopranistinnen und Schauspielern. Als Dramatiker arbeitet er vor allem im musikalischen Bereich: neben dem gefeierten Musical "The Famous Door on Swing Street" (2020) hat er mit dem Komponisten Thilo Wolf bereits eine Reihe Musicals geschrieben, die unter anderem mit dem Deutschen Musical Theaterpreis ausgezeichnet wurden. Seine beiden neuesten Romane "Alte Sorten" und "Der große Sommer" (beide DuMont) sind SPIEGEL-Bestseller.

Meine Gedanken:
Leider konnte dieses Buch meine Erwartungen nicht erfüllen. Aber zuerst zum positiven. Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Auch gut gefallen hat mir ein Nebenstrang in der Erzählung. Anton hat eine Tanzschule und da taucht eines Tages ein Mädchen auf und diesem nimmt er sich an. Und das fand ich wirklich herzerwärmend. Aber ansonsten ist leider absolut gar nichts herzerwärmend an Anton. Von so einem unsympathischen Protagonisten habe ich selten gelesen.
Besonders freute ich mich auf den Part in Irland. Irgendwie hatte ich eine Vater Tochter Reise erwartet. Wo sie sich versöhnen und wieder einander näher kommen ABER Pustekuchen. Ziemlich schnell gehen Vater und Tochter getrennte Wege. Und als Leserin war ich wieder allein mit diesem unsympathischen Mann. Der absolut nicht zu schätzen wusste, in welch schönem Land er sich gerade befindet.
Ich hatte immer wieder darauf gewartet, dass Anton endlich eine Entwicklung bekommt aber er steht still, in seiner festgefahrenen Art. Er ist sich selbst am wichtigsten und mitunter nicht zu ertragen.
Seine Ex Frau findet auch eine Rolle in diesem Buch. Ich fand sie auch nett kennenzulernen. Die Tochter blieb blass und zu ihr fand ich kaum einen Zugang.
Es gibt in der Familie ein Ereignis, dass die Eheleute eben zu Ex-Eheleute machte und auch das wurde mehrfach durchgekaut. Und trug nicht zum Lesevergnügen bei.
Leider hat mir dieses Buch im Großen und Ganzen nicht besonders gut gefallen.