Format: Taschenbuch
Erschienen am 23. April 2012
im Atrium Verlag
Umfang: 200 Seiten
Worum geht es:
Fünf angekündigte Morde - und ein Gegner, der Jack Taylor das Fürchten lehrt Jack Taylor ist trocken. Außerdem hat er den Vorsatz gefasst, sich in Zukunft nicht mehr als Privatermittler zu betätigen. Da bekommt er Post: Es handelt sich um eine Todesliste, auf der zwei Polizisten, eine Nonne, ein Richter und ein Kind stehen. Unterzeichner ist ein gewisser Benedictus, der bereits angefangen hat, diese Liste abzuarbeiten: Zwei Tage zuvor ist in Galway ein Polizist auf mysteriöse Weise bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Jack wirft seinen guten Vorsatz kurzerhand über Bord und nimmt Ermittlungen auf – in deren Zuge er sich einem Gegner gegenübersieht, der ihn nicht nur wieder zur Flasche greifen lässt, sondern ihm schon sehr bald noch weit Schlimmeres abverlangt. 'Ich hatte geschworen, nicht mehr im Ermittlungsgeschäft zu sein, aber dies war persönlich, zumindest deutete der Wahnsinnige, der den Brief geschrieben hatte, das an. Ich hatte die Wahl. Ich konnte den Brief einfach ignorieren, oder … Dieses Oder war immer schon der Fluch meines Lebens gewesen.'
Der Autor:
Ken Bruen, geboren 1951 und wohnhaft in Galway, hat am Trinity College in Dublin über Metaphysik promoviert, bevor er zu schreiben begann. Er erhielt zahlreiche Preise, darunter den renommierten Shamus-Award, der ihm gleich zwei Mal verliehen wurde, 2009 den Grand prix de littérature policière und 2010 den Deutschen Krimi Preis. Nachdem Jack Taylor sich auch hierzulande größter Beliebtheit erfreut, wird die Reihe nun fürs Fernsehen verfilmt.
Meine Gedanken:
Jack
Jack
Jack
Armer Jack.
Oh man...
Der vorherige Band endete mit einem kleinen Cliffhanger. Jack gut betucht zu Geld gekommen wollte Land verlassen. Aber eine schlimme Nachricht hielt ihn zurück. Er blieb um einer Freundin in schwerer Krankheit beizustehen. Eine Heldentat? Selbstlos? Ja, irgendwie schon. Aber die Freundin dankt es ihm kaum bis gar nicht. Wäre es doch bloß gegangen.
Dieses Buch hat es echt in sich. Der Fall ist hart. Aber der Teil baut auch sehr stark auf den vorherigen auf. Wahrheiten kommen ans Licht die mich echt schwer schlucken ließen. Was für eine Wendung. Ich war zwischendurch echt etwas sprachlos. Jack nimmt es relativ gut auf. Aber oh man. Jack, Jack, Jack.
Ken Bruen war seiner Zeit vielleicht etwad voraus. Mit einer sehr wichtigen queeren Nebenfigur hat er für mich eigentlich ein schönes stimmigen Figurenkonzept erschaffen. Anders als in der Serienverfilmung. Aber gefällt mir die Entwicklung der Figur? Eher nicht. Und das ist echt der Wehrmutstropfen an dem bisherigen Verlauf der Geschichte. Mal sehen wie es weitergeht. Für mich aber trotzdem eines der besten Bücher der Reihe bisher.

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