Freitag, 5. Juli 2019

Rezension zu Der Teufel im Eichhörnchen von Felicity Green



Allgemeines: 
Format: eBook

Erschienen am 01. Juli 2019
Seite der Printausgabe 348

Zur Verfügung gestellt?
Durch die Autorin

Worum geht es:
Die frisch geschiedene deutsche Schriftstellerin Lara Grimm kauft das urige kleine B&B Thistle Inn in Tarbet am Loch Lomond, um in Schottland einen Neuanfang zu wagen. Dabei hat sie keine Ahnung, dass das Haus vorher der im Besitz der ehemaligen Oberhexe des Tarbeter Zirkels war und dass der Ort von Hexen nur so wimmelt. Spätestens als ein riesiger goldener Adler in ihr Heim eindringt und sich als Gestaltwandlerin entpuppt, versteht Lara, dass ihr neues Leben noch fantastischer ist als ihre Bücher. Das Thistle Inn sollte eigentlich der neuen Oberhexe Fionna Simmonds gehören, die nicht glücklich darüber ist, dass Lara es ihr vor der Nase weggeschnappt hat. Aber Fionna hat noch größere Probleme. Ihre Hochzeit muss sie absagen, um das großes Beltane-Treffen mit allen Hexenzirkeln Großbritanniens auszurichten. Fionna ahnt, dass es ein Test ist, den sie nicht bestehen wird. Tatsächlich beginnt für sie ein wahrer Albtraum, als bei der Beltane-Feier fast alle Hexen der britischen Inseln ihre magischen Gaben verlieren. Fionna und ihre Schwestern im Bunde werden dafür verantwortlich gemacht. Fionna muss sich den Dämonen ihrer Vergangenheit stellen und ihre Selbstzweifel überwinden. Kann sie ganz ohne magische Fähigkeiten die wahren Übeltäter zur Strecke bringen und die Hexen vor einem noch größeren Unglück bewahren?

Die Autorin:
Felicity Green wurde in der Nähe von Hannover geboren und zog nach dem Abitur nach England. In Canterbury studierte sie Literatur und Schauspiel. Später tingelte Felicity mit diversen Theatergruppen durch England, Irland und Schottland, besuchte eine Schauspielschule in L. A. und trat in Indie-Filmen auf. Nachdem sie ihre eigene One-Woman-Show für das Brighton Festival geschrieben hatte, packte sie die Schreibwut. An der University of Sussex schloss sie einen MA in Kreativem Schreiben ab.
Die Liebe holte sie nach Deutschland zurück. Mit ihrem Mann Yannic, Tochter Taya und Kater Rocks lebt sie an der Schweizer Grenze. Zwei Jahre lang arbeitete Felicity Green bei Kleinverlagen in Zürich, bevor sie sich als freie Übersetzerin und Autorin selbstständig machte.



Die Reihe:
Der Teufel in der Küche ist der dritte Teil der Highland-Hexen-Krimi Reihe von Felicity Green.

1. Der Teufel im Detail (Rezension)
2. Der Teufel im Leibe (Rezension)
3. Der Teufel in der Küche (Rezension)
4. Der Teufel im Bunde (Rezension)
Der Highland Hexen Krimi Sammelband (Rezension)
5. Der Teufel im Spiel (Rezension)
6. Der Teufel im Eichhörnchen

Meine Meinung:
Von meiner Seite aus sehnsüchtig erwartet: Der sechste und finale Band der Highland Hexen Krimi Reihe von Felicity Green. Auch wenn mich diese Geschichte etwas traurig stimmt, denn es ist der letzte Teil der Reihe. Damit hat mich Felicity Green wirklich sehr überrascht, denn wenn es nach mir gegangen wäre, dann hätte die Geschichten rund um die Tarbet Hexen niemals enden dürfen. Aber nun gut, machen wir das Beste daraus. Und das hat Frau Green getan. Mit Der Teufel im Eichhörnchen hat sie sich wirklich selbst übertroffen. Waren die Bände eins bis fünf schon spannend und unvorhersehbar, so hat dieser sechste Teil nochmal alles übertroffen.


Ich hatte die ganze Zeit gar keine Idee wer hinter dem perfiden Plan gesteckt haben könnte. Wer hat fast allen britischen Hexen ihre Fähigkeiten genommen? Und warum? Die Frage hat mir noch mehr Rätsel aufgegeben.

Spannend erzählt und geschrieben von der ersten bis zur letzten Seiten. Es machte Spaß mit zu raten und sich in die Irre führen zu lassen. Gemeinsam mit den Hexen Theorien zu entwickeln und wieder zu verwerfen.
 
Ich habe mich gefreut auf alte und neue Charaktere zu treffen. Toll fand ich das meine Lieblingshexe Fionna wieder in den Vordergrund gerutscht ist und das auch mein heimlicher Liebling Birdie eine wichtige Rolle eingenommen hat. Auf wenn mich nun brennend interessiert was aus Birdie wird. Die sich ja zum Ende des Buches hin, an einem Ort befindet, der wieder viel Potenzial für eine neue Geschichte hätte.

Die neue nicht magische Figur Lara war sehr spannend und man kann nur vernuten wie viel der Autorin selbst in dieser Protagonistin steckt.


Ebenfalls bedient sich Frau Green wieder an geschichtlichen und mythologischen Hintergründen des Landes und lässt ihre neue Figur Lara recherchieren. So lernt man gleich noch was dabei wenn man das Buch liest. Ein echter Mehrwert, den ich wirklich besonders an der ganzen Reihe liebe.

Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt flüssig und ich bin mal wieder quasi einfach nur so durch die Seite geflogen.

Besonders gut hat mir auch das Gestaltwandler Thema gefallen. Die Beschreibungen und Herleitungen sind sehr interessant und man fühlt sich mittendrin in dieser Geschichte und nicht nur dabei.

Obwohl es sich um den letzten Band der Reihe handelt, lässt uns die Autorin mit einem offenen Ende zurück. Der Fall ist zwar gelöst aber das Problem nicht gänzlich beseitig. Es bleibt also zu hoffen, dass vielleicht doch noch etwas kommen wird. Die Frage ist nur was und in welcher Form.

Ich hatte wieder riesigen Spaß an der Geschichte und beende diese Rezension mit einem lachenden und einem weinenden Augen. Die Story war einfach großartig und ich vermisse die Hexen jetzt schon.

5 Sterne.

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