Dienstag, 9. April 2019

Rezension zu ich bin (nicht) ich von Kristin Schöllkopf


Allgemeines:
Format: eBook 
Seiten der Printausgabe: 243 Seiten
Zur Verfügung gestellt? Danke an die Autorin für das Rezensionsexemplar


Zum Inhalt:
»Krankheiten sind Wellen. Manche Menschen reiten sie und kommen durchs Leben, andere ertrinken. Sicher ist man nie, aber es ist wichtig, zu kämpfen.«Emma hat eine bipolare Störung und das weiß sie. Deshalb findet sie sich mit ihren zwanzig Jahren nicht an einer Universität oder in einem Job wieder, sondern in einer psychiatrischen Klinik. Dort trifft sie Menschen, die sich ein Schicksal mit ihr teilen, und stellt sich immer wieder die eine Frage: Wer bin ich?

Die Autorin:
Kristin Schöllkopf wurde 1997 geboren und wuchs unter vielen Büchern im Süden Deutschlands auf.

Kristin schreibt nicht nur Bücher, sondern übersetzt sie auch und hat mit ihrem Blog »Wurm sucht Buch« seit mehr als zwei Jahren Spaß daran, ihre Follower an der Buchwelt teilhaben zu lassen. Neben Deutsch ist auch Englisch ihre Muttersprache. Es zieht sie immer wieder nach England, denn sie liebt London und verbringt von Herzen gerne Zeit an der Küste. Auf Trab halten sie ihre vier Hunde. Hin und wieder findet man auch Familienmitglieder und Freunde in den Texten der Autorin, allerdings wissen sie meistens nichts davon. Kristins Blick geht häufig ins Leere, während der Fortgang ihrer Geschichte wie ein Film vor ihrem inneren Auge abläuft. Diese kreative Abwesenheit verwirrt so manchen Fahrgast in der Bahn schon einmal. Glücklicherweise lässt sie sich davon nicht beirren.

Bisher hat die Schriftstellerin nur für sich selbst geschrieben. Mitte 2017 entschied sie sich dazu, ihre Werke zu publizieren und hat im Rabenwald Verlag ein Zuhause gefunden. Meistens schreibt die Studentin im Zug, im Freien oder auch bei Starbucks. Musik gehört für sie zum Schreiben dazu. Mit dem passenden Song kann sie sich noch besser in die Gefühlslage ihrer Charaktere hineinversetzen und kein Country-Song ist vor ihr sicher.

Meine Meinung:
Wenn mir jemand dieses Buch unter die Nase gehalten hätte und den Namen der Autorin zugeklebt hätte und mich nach dem lesen gefragt hätte, wer hat es geschrieben. Mein Tipp wäre nicht auf Kristin gefallen.
Ich habe zwei ihrer Thriller gelesen und beide habe mich nicht zu 100% überzeugt. Aber in diesem Buch habe ich eine andere Kristin getroffen. Und sie hat mich echt umgehauen und mich mit genommen.
Die Geschichte ist sehr gut geschrieben und der Schreibstil der Autorin so viel klarer und gefühlvoller und wahrhaftiger als in ihren anderen Bücher. In diesem Buch hatte ich das Gefühl bei Kristin zu sein und in ein Stück ihrer Seele schauen zu können.
Dieses Buch hat mich wirklich komplett überzeugt von der ersten bis zur letzten Seiten. Die Protagonistin ist eine ganz besondere und sie macht eine sehr interessante und passende Entwicklung durch. Man leidet mit ihr und freut sich mit ihr und sie ist irgendwie echt. Viel echter als viele andere Figuren die mir bisher in Büchern begegnet sind.

Ich vergebe gerne 5 Sterne.



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