Samstag, 23. Februar 2019

Rezension zu Noémis Lied: Ein dystopisches Märchen von A.-G. Piel


Allgemeines:
Format: Taschenbuch
Seiten: 296
Erschienen am 26. Oktober 2013
im Carow Verlag
Rezensionsexemplar

Zum Inhalt:
Plötzlich waren sie da. Am Anfang nannte man sie nur „Musikräuber“.
Doch als die ersten Menschen starben und die ersten Kolonien entstanden, nannte man sie nur noch „Schänder“. Anarchie brach aus, Diktaturen folgten.
Die Welt wurde hart und kalt und grausam. Und Grau. Ohne Musik. Diese war strengstens verboten.

Ein beklemmendes Zukunftsszenario, eine Welt ohne Musik, ohne Konzerte. Undenkbar?

Meine Meinung:
Das Buch kommt als sehr dünn gedrucktes Taschenbuch mit Schutzumschlag daher. Das obere Bild zeigt das Cover unter dem Umschlag. Hier einmal zusätzlich, das Buch mit Schutzumschlag für Euch.

Was man nun schöner findet, ist schlicht und ergreifend Geschmackssache würde ich sagen. Ich lese lieber ohne Umschlag und finde das buntere Cover auch entsprechender aber das schlichtere und graue Cover passt vielleicht besser zum tristen Inhalt des Buches. Der Klappentext verrät nicht viel und so landet man in einer Welt in der Musik wahrlich verboten ist. Warum? Wird nicht wirklich aufgeklärt. Das es gefährlich ist Musik zu praktizieren wird aber bald klar. Denn es gibt die sogenannten Schänder, die von der Musik angelockt werden und dann bei deren erscheinen, erleiden die anwesenden Menschen Höllenqualen. Wer die Schänder sind und wo sie eins herkamen wird ebenfalls nichts aufgeklärt.
Allgemein wird in der Geschichte vieles als gegeben hingestellt ohne dem Leser eine Erklärung dafür zu geben. Und ich für meinen Geschmack, hätte da schon gern mehr Hintergrund wissen erhalten. So kommt die Geschichte leider so daher, als hätte sich die Autorin schlicht keine Gedanken darüber gemacht und war sich nicht im klaren wo sie eigentlich mit ihrem Plot hin will.
Die Protagonistin Noémi fand ich zwar nett und sympatisch aber für eine Figur, die die Geschichten tragen soll, war sie mir einfach zu schwach und nicht klar genug ausgearbeitet.
Besonders störent empfand ich Szenen in den die weibliche Figur vom männlichen Protaginisten gerettet werden musste.
Noémi denkt von sich selbst, dass sie erwachsen wird, das Gefühl hatte ich leider nicht. Bis zum Schluss kommt es mir so vor, als würde sie nicht damit zu recht kommen, dass sie die Figur ist in dem Buch die nun ein Abenteuer erleben und erfüllen muss.
Anton ihren Begleiter fand ich da schon klarer definiert, ohne ihn wäre das auch gnadenlos zusammen gebrochen.
Ich muss sagen, dass sich die Geschichte irgendwie dahin zog und für mich zum Schluss auch keine großen Überraschungen bereit hielt. Gefallen hat mir auf jeden Fall, dass die Geschichte in sich abgeschlossen ist und man am Ende irgendwie ein Erfolgserlebnis mit den "Helden" erlebt und auch ein kleines Liebes-Happy-End.
Ob es sich nun lohnt diese Geschichte zu lesen sei mal dahin gestellt, eine klar Empfehlung kann ich da nicht aussprechen, dafür konnte mich die Geschichte einfach nicht genug überzeugen.

Ich vergebe drei Sterne.

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