Donnerstag, 23. Mai 2019

Rezension zu Warum Jane Austen ohne Flieder nicht leben konnte von Damon Young


Allgemeines:
Format: Broschiert
Seiten: 254
Preis: 12,00 €
Erschienen am 11. Februar 2019
im btb-Verlag
Zur Verfügung gestellt durch das Bloggerportal
Vielen Dank für das Rezensionexemplar

Inhalt:
Gärten können inspirieren, beruhigen und aufrichten. Und sie haben seit jeher einen besonderen Stellenwert für Künstler. Jane Austen suchte in ihrem Cottage-Garten nach Momenten der Stille. Für Marcel Proust, der seine letzten Lebensjahre bei geschlossenen Fensterläden in seinem Schlafzimmer verbrachte, hießen drei Bonsaibäumchen Inspiration, und die als skandalös geltende französische Schriftstellerin Colette verspürte beim Anblick ihrer Rosen ein Gefühl von Frieden und Glück. Damon Young erforscht wunderbar anregend das besondere Verhältnis zwischen Schreibenden und ihren Gärten – als spazierte man mit einem sehr klugen Freund durch einen wunderschönen Garten.

Der Autor:
Damon Young ist Philosoph und Schriftsteller, derzeit ist er Honorary Fellow in Philosophie an der Universität von Melbourne. Damons Bücher wurden international veröffentlicht und in mehrere Sprachen übersetzt, er arbeitet für The Age , den Sydney Morning Herald, The Australian und BBC, wo er regelmäßiger Gast in Radiosendungen ist. Er lebt mit seiner Frau Ruth und zwei Kindern in Melbourne.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist mal wieder ein gutes Beispiel für wirklich schlechte deutsche Buchtitel bzw. dafür, wie schlecht englische Titel ins deutsche übersetzt werden.

Der Originaltitel der im Jahr 2012 erschienen Originalausgabe lautet: Philsophy in the Garden. Eleven Great Authors, and the Ideas They Discovered in Parks, Yards and Pots. Auch immer noch ein Bandwurm Titel aber eindeutig aussagekräftiger als der deutsche Titel. Ich vermute jedoch, dass man mit Jane Austen im Titel, sich eine höhere Verkaufschance und ein höheres Interesse erhofft hat. Ebenso eine Abgrenzung zu bereits ähnlichen Titeln auf dem Markt.

In diesem Buch treffen wir also nicht nur auf Jane Austen, sondern zusätzlich auch auf:
- Aristoteles
- Jane Austen
- Marcel Proust
- Virginia und Leonard Woolf
- Friedrich Nietzsche
- Colette
- Jean-Jacques Rousseau
- George Orwell
- Emily Dickinson
- Nikos Kazantzakis
- Jean-Paul Sartre
- Voltaire
- Sokrates

In der Reihenfolge.

In einem letzten Kapitel geht der Autor dann darauf ein aus welchen Werken er seine Informationen zusammengetragen hat und gibt noch weiter Leseempfehlungen zu den einzelnen Persönlichkeiten. Für mich der besten Teil im ganzen Buch. Tja ja: Das Beste kommt eben zum Schluss. ;-)

Ich fand die unterschiedlichen Autoren hier und da interessanter als die anderen, aber das ist natürlich einfach mein persönlicher Geschmack. Während sich der eine Leser über das Kapitel von Jane Austen freut, habe mich die Ausführungen zu Emily Dickenson mehr begeistert. Ebenfalls gut gefallen haben mir die Zeichnungen, die dem Buch einwenig Lockerheit bescherrten. Denn mit unter sehr anstregend war der Schreibstil und die Wortwahl. Ebenfalls für mich persönlich eher ermüdend waren die Ausführungen zu Aristoteles gleich zum Anfang des Buches, die eine Art Einführung waren in die Materie inwiefern Pflanzen und Philosphen von einander profitieren, bzw. der Autor vom Garten.

Ich glaube dieses Buch kann ein inspirierender Schatz sein aber man darf keine allzu leichte Lektüre erwarten.

Da manche Passage zwischendurch wirklich sehr anstrengend zu lesen waren und ich das Buch eigentlich nur immer wieder zur Hand genommen habe, damit ich es endlich beenden konnte und damit wenig Lesespaß aufgekommen ist, kann ich nur 3 Sterne vergeben.

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