Mittwoch, 31. Dezember 2025

Alle meine gelesenen Bücher in 2025

Eine Liste der Bücher und Kurz-/Geschichten die ich in 2025 gelesen/gehört und beendet habe:

Januar

01. Leonard und Paul von Rónán Hession / 320 Seiten / 5 Sterne / Rezension
02. Ghost Mountain von Rónán Hession / 352 Seiten / 2 Sterne / Rezension
03. London Heist 1-3 von Jonna McKay / 380 Seiten / 4 Sterne / Rezension
04. London Heist 4-5 von Jonna McKay / 286 Seiten / 2,5 Sterne / Rezension
05. Siddhartha von Hermann Hesse / 128 Seiten / 4,5 Sterne / Rezension
06. Das unvollendete Bildnis von Agatha Christie / 256 Seiten / 4 Sterne / Rezension
07. Views von Marc-Uwe Kling / 272 Seiten / 2,5 Sterne / Rezension
08. Und ich ... Anthologie / 272 Seiten / 4 Sterne / Rezension
09. Frauen, die Kaffee lieben von Ulla Fölsing / 128 Seiten / 4 Sterne / Rezension
10. Von Home Sapiens und anderen Problemen von Tenja Tales / 108 Seiten / 3,5 Sterne / Rezension

Februar

11. 7 Sorten Schnee von Juri Pavlovic / 618 Seiten / 4 Sterne / Rezension
12. Der Dienstagabend-Klub von Agatha Christie / 256 Seiten / 4,5 Sterne / Rezension
13. Die Vegetarierin von Han Kang / 190 Seiten / 4,5 Sterne / Rezension
14. Die Traumnovelle von Arthur Schnitzler / 93 Seiten / 2,5 Sterne / Rezension
15. Das Vorkommnis von Julia Schoch / 192 Seiten / 4,5 Sterne / Rezension
16. Jack Taylor liegt falsch von Ken Bruen / 240 Seiten / 4 Sterne / Rezension
17. Die Fünfzehnjährigen von Edna O´Brien / 288 Seiten / 4,5 Sterne / Rezension
18. Nachtlichter von Amy Liprot / 352 Seiten / 4,5 Sterne / Rezension

März

19. Tragödie in drei Akten von Agatha Christie / 240 Seiten / 3,5 Sterne / Rezension
20. Miss Merkel: Mord in der Uckermark von David Safier / 320 Seiten / 4 Sterne / Rezension
21. Nest von Rosin O´Donnell / 416 Seiten / 5 Sterne / Rezension
22. Jack Taylor fährt zur Hölle von Ken Bruen / 304 Seiten / 4 Sterne / Rezension
23. Die Schachnovelle von Stefan Zweig / 112 Seiten / 2,5 Sterne / Rezension
24. Der Kruzifix-Killer von Chris Carter / 480 Seiten / 4 Sterne / Rezension  

April

25. Alle Farben meines Lebens von Cecelia Ahern / 368 Seiten / 5 Sterne / Rezension
26. Der letzte Joker von Agatha Christie / 272 Seiten / 4 Sterne / Rezension
27. Trümmer von Simona Turini / 118 Seiten / 3,5 Sterne / Rezension
28. Wenn sie wüsste von Freida McFadden / 400 Seiten / 2 Sterne / Rezension
29. Der Spuk von Rainier Asylum von Ambrose Ibsen / 300 Seiten / 3 Sterne / Rezension
30. Mitternachtsschwimmer von Roisin Maguire / 352 Seiten / 4 Sterne / Rezension
31. Ein Drama für Jack Taylor / 240 Seiten / 4 Sterne / 240 Seiten / Rezension

Mai

32. Das Reich der Vampire von Jay Kristoff / 1.024 Seiten / 4 Sterne / Rezension
33. Mit offenen Karten von Agatha Christie / 256 Seiten / 4 Sterne / Rezension
34. Jack Taylor und der verlorene Sohn von Ken Bruen / 304 Seiten / 4 Sterne / Rezension
35. Was das Leben uns gibt von Billy O´Callaghan / 240 Seiten / 5 Sterne / Rezension
36. Welt in Trümmern von Simona Turini  / 132 Seiten / 4 Sterne / Rezension 

Juni

37. Das krumme Haus von Agatha Christie / 256 Seiten / 3,5 Sterne / Rezension
38. Miss Merkel: Mord auf dem Friedhof von David Safier / 352 Seiten / 3,5 Sterne / Rezension
39. Jack Taylor auf dem Kreuzweg von Ken Bruen / 256 Seiten / 4,5 Sterne / Rezension
40. Love to Share von Beth O´Leary / 496 Seiten / 4,5 Sterne / Rezension
41. Zur See von Dörte Hansen / 256 Seiten / 5 Sterne / Rezension

Juli

42. Der Spuk von Winslow Manor von Ambrose Ibsen / 272 Seiten / 3 Sterne / Rezension
43. Der Fluch von Ashburn House von Darcy Coates / 400 Seiten / 4 Sterne / Rezension
44. Der Mary Shelley-Club von Goldy Moldavsky / 448 Seiten / 3,5 Sterne / Rezension
45. Unsichtbare Frauen von Caroline Criado-Perez / 496 Seiten / 3 Sterne / Rezension
46. Mord in Mesopotamien von Agatha Christie / 288 Seiten / 4 Sterne / Rezension
47. Das Versprechen eines Sommertags von Elena Sonnberg / 448 Seiten 3,5 Sterne / Rezension
48. Die Bibliothek meines Großvaters von Masateru Konishi / 336 Seiten / 4,5 Sterne / Rezension

August

49. Sunny spells-occasional Showers von Christopf Fechler / 198 Seiten / 3 Sterne / Rezension
50. Die Dinge. Eine Geschichte der Frauen in 100 Objekten von Annabelle Hirsch / 416 Seiten / 3,5 Sterne / Rezension
51. Bowies Bücher von John O´Connell / 384 Seiten / 3,5 Sterne / Rezension
52. Das Geheimnis der Schnallenschuhe von Agatha Christie / 272 Seiten / 3 Sterne / Rezension
53. Zugvögel von Charlotte McConaghy / 416 Seiten / 5 Sterne / Rezension
54. Piper House: Painting Trust von Phillippa Penn / 356 Seiten / 5 Sterne / Rezension
55. Ein Arzt für jede Welle von Reinhard Friedl / 256 Seiten / 5 Sterne / Rezension
56. Miss Merkel: Mord auf hoher See von David Safier / 320 Seiten / 3,5 Sterne / Rezension
57. Kleine Dinge wie diese von Claire Keegan / 112 Seiten / 5 Sterne / Rezension
58. Glennkill von Leonie Swann / 384 Seiten / 2 Sterne / Rezension
59. Das Flüstern der Feigenbäume von Elif Shafak / 512 Seiten / 5 Sterne / Rezension

September

60. Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft von Fiona Sironic / 208 Seiten / 4,5 Sterne / Rezension
61. Und Federn überll von Nava Ebrahimi / 353 Seiten / 4,5 Sterne / Rezension
62. Wachs von Christine Wunnicke / 185 Seite / 3 Sterne / Rezension
63. Rom sehen und nicht sterben von Peter Wawerzinek / 224 Seiten / 4,5 Sterne / Rezension
64. e von Jehona Kicaj / 176 Seiten / 4,5 Sterne / Rezension
65. Im Herzen der Katze von Jina Khayyer / 253 Seiten / 5 Sterne / Rezension
66. Schwebende Lasten von Annett Gröschner / 282 Seiten / 5 Sterne / Rezension
67. Bertram´s Hotel von Agatha Christie / 256 Seiten / 2 Sterne / Rezension
68. Check & Mate: Zug um Zug zur Liebe von Ali Hazelwood / 416 Seiten / 4 Sterne / Rezension
69. Rock n Roll Zombies von Bryan Smith / 192 Seiten / 2 Sterne / Rezension
70. Aveline Jones und die Geister von Stormhaven von Phil Hickes / 192 Seiten / 3 Sterne / Rezension

Oktober

71. Hillary Teil 1 von Angel Gelique / 330 Seiten / 2 Sterne / Rezension
72. Die Asche meiner Mutter von Frank McCourt / 544 Seiten / 3,5 Sterne / Rezension
73. Kurz vor Mitternacht von Agatha Christie / 256 Seiten / 2 Sterne / Rezension
74. Quicksand House von Carlton Mellick III / 368 Seiten / 5 Sterne / Rezension
75. A wie Ada von Dikek Güngör / 112 Seiten / 3 Sterne / Rezension
76. Queer*Welten 06-2021 / 47 Seiten / 3 Sterne / Rezension
77. #Lockdownlyrik / 144 Seiten / 3 Sterne / Rezension
78. Sing, wilder Vogel, sing von Jacqueline O´Mahony / 368 Seiten / 4 Sterne / Rezension
79. All Hallows Eve von Michael Penning / 384 Seiten / 3,5 Sterne / Rezension
80. Service von Sarah Gilmartin / 320 Seiten / 4 Sterne / Rezension

November

81. Die Katze im Taubenschlag von Agatha Christie / 272 Seiten / 3 Sterne / Rezension
82. Before I met Supergirl von Rea Garvey / 336 Seiten / 5 Sterne / Rezension
83. Blutbuch von Kim de l´Horizon / 336 Seiten / 1 Stern / Rezension
84. Die Welt im Schatten so grau von Constantin Dupien / 468 Seiten / 4 Sterne / Rezension

Dezember 

85. Das Geheimnis von Sittaford von Agatha Christie / 304 Sterne / 3,5 Sterne / Rezension
86. Die Zuckerbäckerin von Cold Creek Valley von Mona Jones / 320 Seiten / 3 Sterne / Rezension 
87. Weihnachten mit Agatha Christie / 272 Seiten / 2,5 Sterne / Rezension
88. Die Akademie der Krone von Ron Carow / 312 Seiten / 4,5 Sterne / Rezension
89. Hinter verzauberten Fenster von Cornelia Funke / 192 Seiten / 2,5 Sterne / Rezension
90. Sara, die kleine Prinzessin von Frances Hodgson Burnett / 208 Seiten / 5 Sterne / Rezension

Samstag, 27. Dezember 2025

Meine Gedanken zu Sara, die kleine Prinzessin von Frances Hodgson Burnett

Format: Hardcover
Erschienen am 1. Mai 2010
im Arena Verlag
Umfang: 208 Seiten

Worum geht es:
In ihrem Londoner Internat wird die in Indien aufgewachsene Sara wegen ihres Reichtums wie eine Prinzessin behandelt. Doch als ihr Vater stirbt, ist Sara plötzlich nicht mehr als ein armes Waisenkind - und das bekommt sie mit aller Grausamkeit zu spüren. Sara muss beweisen, dass sie in ihrem Herzen eine wahre Prinzessin ist! 

Meine Gedanken:
Für mich ist diese Geschichte Kindheit pur. Ich habe die Serie sehr geliebt. Und auch den Film gerne geschaut. Und war es endlich mal Zeit auch das Buch zu lesen. Und ich fand es einfach schön auch auf diese Art nun endlich in diese Geschichte eintauchen zu können. Ich kann dieses Buch wahrscheinlich nicht objektiv bewerten weil so viele Kindheitserinnerungen damit zusammenhängen. Ich mochte es sehr. 

Dienstag, 23. Dezember 2025

Meine Gedanken zu Hinter verzauberten Fenstern von Cornelia Funke

 

Format: Taschenbuch
Erschienen am 22. September 2016
im Fischer Verlag
Umfang: 192 Seiten

Worum geht es:
Julia ist neidisch, dass ihr kleiner Bruder Olli einen mit Schokolade gefüllten Adventskalender bekommen hat und sie nur einen aus Papier. Aber das auf ihrem Kalender abgebildete Haus glitzert so silbrig und geheimnisvoll, dass Julia der Versuchung nicht widerstehen kann und das erste Fenster des Kalenderhauses öffnet. Da bemerkt Julia, dass das Haus bewohnt ist und sie die Menschen, die darin leben, besuchen kann. Das Abenteuer beginnt!

Die Autorin:
Cornelia Funke, geboren 1958, zählt zu den international erfolgreichsten und bekanntesten deutschen Kinder- und Jugendbuchautoren. Das US-Magazin »Time« wählte sie zu einem der 100 einflussreichsten Menschen des Jahres 2005, das ZDF kürte sie 2007 zu einer der 50 »Besten Deutschen Frauen«. Für ihre Bücher wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2020 für ihr Gesamtwerk. Cornelia Funke lebt in der Toskana, Italien. 

Meine Gedanken:
Leider ist bei mir der Funke nicht so übergesprungen. Ich habe viel gutes über das Buch gehört. Insbesondere von Lesenden in meinem Alter. Aber ich glaube diese Personen haben dieses Buch das erste Mal in der Kindheit gelesen. Und ich glaube so ein Buch, dass man in der Kindheit sehr geliebt hat, liebt man dann einfach weiter. Vielleicht. Keine Ahnung. Aber ich habe dieses Buch nun das erste Mal mit über 40 gelesen und mir hat es aus unterschiedlichen Gründen nicht so gut gefallen. In erster Linie ist mir jedoch der Umgang der Eltern mit ihren Kindern übel aufgestossen. Und auch der Umgang der Kindern mit ihren Eltern. Und der Umgang der Kinder untereinander. Das hat mir sehr übel aufgestossen. Und das konnte dieser magische phantastische Aspekt mit den Kalenderfenstern nicht rausreißen.

Hat mir leider nicht gefallen und konnte bei mir auch keine weihnachtliche Stimmung aufkommen lassen. 

Sonntag, 21. Dezember 2025

Meine Gedanken zu Die Akademie der Krone: Rolle 1 der Pergament-Sammlung: „Die Chroniken der Wächter" von Ron Carow

 

Format: Hardcover
Erschienen am 5. Dezember 2025
im Carow Verlag
Umfang: 312 Seiten
Werbung Rezensionsexemplar

Zur Produkt Seite des Verlages 

Worum geht es:
Der Auftakt einer epischen Fantasy-Saga im Stil japanischer Light Novels – Magie, Freundschaft und unerwartete Helden!

Feenland braucht Abenteurer, doch wer hätte gedacht, dass die nächste Generation ausgerechnet von drei grundverschiedenen Blumenelfen angeführt wird? Begleiten Sie Funny, die warmherzige und diplomatisch geschickte Fürstentochter, Lily, die freche, kampferprobte Überlebenskünstlerin mit losem Mundwerk, und Darin, das brillante, aber schüchterne Technik-Genie, bei ihren ersten Schritten an der gnadenlosen Akademie der Krone.

Zwischen knallhartem Training unter tyrannischen Ausbildern, theoretischen Prüfungen, die Lily an den Rand der Verzweiflung treiben, und ersten gefährlichen Missionen müssen die drei lernen, ihre einzigartigen Talente – elegante Defensivmagie, rohe Kampfkraft und die innovative Verbindung von Technik und Zauberei – zu vereinen. Als Gruppe »Adiuva et Protege« (Helfen und Beschützen) stellen sie sich mysteriösen Krankheiten, unheimlichen Dämonenwesen und marodierenden Monsterhorden.

Doch die größten Herausforderungen liegen oft im Kleinen: Können sie ihre Gegensätze überwinden und zu einem echten Team zusammenwachsen? Werden sie dem Druck der Akademie standhalten? Und was hat es mit den zarten Banden auf sich, die sich zwischen der strahlenden Prinzessin und dem genialen Erfinder zu knüpfen scheinen, während Lily versucht, Amor zu spielen?

»Die Akademie der Krone« ist der fesselnde erste Band der »Chroniken der Wächter«. Er verbindet rasante Fantasy-Action und spannende Abenteuer mit herzerwärmenden Slice-of-Life-Momenten und einer Prise süßer Romantik. Angereichert mit zahlreichen Illustrationen im modernen Anime-Stil, ist dieses Buch ein Muss für alle Fans von charaktergetriebenen Fantasy-Geschichten, japanischen Light Novels und Erzählungen über Freundschaft, Mut und das Über-sich-Hinauswachsen. 

Meine Gedanken:
Ein Buch welches auf jeden Fall von Innen und von Außen sehr schön ist. Von Innen kommen neben der tollen Geschichten die noch sehr schön gestalteten Illustrationen dazu.

(An dieser Stelle möchte ich euch einmal zur Seite des Verlages schicken. Dort könnt ihr nämlich einen Blick auf die Illustrationen werfen.)

Die vorliegende Geschichte der Blumenelfen hat mich aufgrund ihrer stark handlungsbasierten Erzählweise überzeugt. Es wird nicht lange drumherumgeredet oder ausschweifend die Umgebung beschrieben. Viel mehr treibt der Autor den Lesenden von Abenteuer zu Abenteuer von Aktion zu Aktion. Trotdem kommt die Charakterentwicklung natürlich nicht zu kurz. Der Autor nimmt den Lesenden mit wie sich die sehr sympathischen Protagonisten entwickeln, erwachsen werden, sich kennenlernen und zu wahren Helden werden.

Das Buch hat ein tolles Akademie Setting und die Szenen in denen der Unterricht vor kommt, in denen man die Lehrer und die Mitschüler kennenlernt neben den Hauptfiguren, zeigen schön die Entwicklung und das Potenzial der Figuren.

Ich mochte die Geschichte sehr weil sie eine tolle Mischung ist. Eine Mischung aus Fantasy, Manga, Animi und sie hat mir das Gefühl eines Pen&Paper Rollebspiels vermittelt, und auch ein bißchen ein Gefühl eines Spieles wie z.B. Baldurs Gate oder Diabolo. Denn das Abenteurer System der Akademie ist auf Level aufgebaut und während man die Entwicklung der Figuren verfolgt, hat man das Gefühl mit drin und bei ihnen direkt dabei zu sein.

Mir hat auch sehr gefallen, wie die einzelnen Abenteuer geschrieben wurden. Sie hatten für mich etwas von Quest wie man sie vielleicht kennt wenn man oben genanntes mal gespielt hat. 

Eine klare Leseempfehlung von mir. 

Montag, 15. Dezember 2025

Meine Gedanken zu Weihnachten mit Agatha Christie von Agatha Christie

 

Format: Hardcover
Erschienen am 5. Oktober 2023
im Atlantik Verlag
Umfang: 272 Seiten

Worum geht es:
Ob Miss Marple oder Hercule Poirot, ob Petrus, Maria und Josef oder Esel, Ochs und Kamel: Ihnen allen und vielen weiteren Figuren schenkt Agatha Christie in ihren Weihnachtsgeschichten einen denkwürdigen und charmanten Auftritt. Mal kriminell, mal besinnlich, oft überraschend und immer höchst unterhaltsam, laden die Geschichten der Queen of Crime zum ganz besonderen Einstimmen auf die Weihnachtszeit ein. Dieser Band versammelt sämtliche Weihnachtsgeschichten von Agatha Christie in hochwertiger Ausstattung, teilweise in neuer Übersetzung - das ideale Geschenk für Fans der legendären Autorin und für alle, die sich selbst auf eine genüssliche Lektürezeit voll Nostalgie zum Jahresausklang freuen.

Die Autorin:
Agatha Christie begründete den modernen britischen Kriminalroman und avancierte im Laufe ihres Lebens zur bekanntesten Krimiautorin aller Zeiten. Ihre beliebten Helden Hercule Poirot und Miss Marple sind - auch durch die Verfilmungen - einem Millionenpublikum bekannt. 1971 wurde sie in den Adelsstand erhoben. Agatha Christie starb 1976 im Alter von 85 Jahren.

Meine Gedanken:
Wenn ich jetzt spontan ein Wort zu diesem Buch sagen müsste um meine Meinung zusammenzufassen, dann fiele mir ganz klar nur ein Wort ein und zwar: Überflüssig.
Im vorherigen Jahr hatte ich bereits einen anderen Kurzgeschichten Band mit Kurzgeschichten von Agatha Christie gelesen und in diesem Buch wiederholen sich diese Geschichten. Es gibt noch weitere Geschichten aber selbst diese wiederholen sich widerum in anderen Kurzgeschichten Büchern von Agatha Christie aus dem Atlantik Verlag. Zudem waren nícht mal alle Geschichten wirklich weihnachtlich oder winterlich. Alles in allem war dieses Buch wiederholend und in der Zusammenstellung überflüssig. Leider eher eine Enttäuschung. 

Donnerstag, 11. Dezember 2025

Meine Gedanken zu Die Zuckerbäckerin von Cold Creek Valley von Mona Jones

 

Format: Taschenbuch
Erschienen am 14. September 2023
im dtv Verlag
Umfang: 320 Seiten

Worum geht es:
Chiara hat die elterliche Pasticceria in Hamburg zurückgelassen und ist ihrer großen Liebe Gabriel ins Cold Creek Valley gefolgt. Die beiden genießen ihr Glück in der wunderbaren Winterlandschaft Colorados. Alles scheint perfekt. Lediglich Gabriels Schwester Sarah wird mit Chiara nicht warm. Aber Chiara kümmert sich nicht darum, denn sie hat ein Ziel fest vor Augen: Sie möchte ihre eigene Konditorei eröffnen. Wirklich kein einfaches Unterfangen. Sie ist so beschäftigt, dass sie erst nach einer Weile bemerkt, dass Gabriel sich immer mehr von ihr entfernt. Im Moment ihrer größten Not ist ausgerechnet der attraktive Dave für sie da. Und das bleibt von Sarah nicht unbemerkt … 

Die Autorin:
Mona Jones ist freie Übersetzerin und lebt mit mit ihrer Familie, Katze und Pony in Karlsruhe. Ein Teil ihrer Familie ist in Golden/Colorado zu Hause. 

Meine Gedanken:
Es war eine nette Fortsetzung, die man lesen kann aber nicht muss. Eigentlich hatte die Geschichte mit Band 1 ein tolles Ende bekommen und dieser zweite Band kam inhaltlich einfach nicht an Band 1 heran. Irgendwie hat sich die Story sehr gewollt angefühlt und mitunter stark überdramatisiert. Es war ganz nett, hatte aber für mich einfach sehr viele nervige Passagen. Deswegen keine wirklich Empfehlung von mir. Es war hier und da ganz niedlich. Und das winterliche Setting ist natürlich auch ganz nett im Dezember zu lesen. Der Schreibstil der Autorin hat mir persönlich auch wieder gut gefallen. Deswegen habe ich das Buch auch beendet, aber ansonsten hat sich die Fortsetzung für mich irgendwie überflüssig angefühlt, 

Samstag, 6. Dezember 2025

Meine Gedanken zu Das Geheimnis von Sittaford von Agatha Christie

 

Format: Taschenbuch
Erschienen am 1. September 2021
im Atlantik Verlag
Umfang: 304 Seiten

Worum geht es:
Ein verschneiter Winterabend im beschaulichen Sittaford. Die Séance der Nachbarn bringt ein ganz und gar nicht beschauliches Ergebnis: Mord. Das Opfer ist auch schon bekannt. Captain Trevelyan ist ein reicher, etwas sonderbarer Mann – und zwei Stunden später tatsächlich tot. Fast alle Bewohner des Dorfes hatten mit ihm zu tun und ein jeder hätte ein Motiv. Als auch der zugereiste Neffe des Toten unter Verdacht gerät, macht sich seine eigensinnige und pfiffige Verlobte daran, den herbeigerufenen Inspector mit eigenen Ermittlungen zu unterstützen. 

Die Autorin:
Agatha Christie begründete den modernen britischen Kriminalroman und avancierte im Laufe ihres Lebens zur bekanntesten Krimiautorin aller Zeiten. Ihre beliebten Helden Hercule Poirot und Miss Marple sind - auch durch die Verfilmungen - einem Millionenpublikum bekannt. 1971 wurde sie in den Adelsstand erhoben. Agatha Christie starb 1976 im Alter von 85 Jahren.

Meine Gedanken:
Bis zum Schluss hatte ich keine Idee wer der oder die Schuldige hätte sein können. Eine wirklich sehr spannende Geschichte, die mich von der ersten bis zur letzten Seiten sehr gut unterhalten hat. Das winterliche Setting macht daraus zudem die perfekte Dezember Lektüre. Sehr gute Unterhaltung. 

Sonntag, 30. November 2025

Meine Gedanken zu Die Welt im Schatten so grau von Constantin Dupien

 

Format: Taschenbuch
Erschienen am 29. Oktober 2025
Umfang: 468 Seiten 

Worum geht es:
Zerstörte Städte, ein Leben in Hoffnungslosigkeit und ein gesichtsloser Feind. Was bleibt, wenn deine Welt in Schutt und Asche liegt und du niemandem mehr trauen kannst?
Kurz vor der völligen Vernichtung der Erde stoppen die geheimnisvollen Schatten ihre Angriffe. Wie eine stille Drohung kreisen ihre Raumschiffe und Drohnen weiterhin am Himmel.
Zurück bleiben Trümmer, zerplatzte Träume und ein perfides Überwachungsnetz, in dem jedes menschliche Miteinander fatale Konsequenzen hat.
Misstrauen ersetzt Nähe. Jedes Treffen, jede Berührung, jedes Wort zu viel könnte den Tod bedeuten.
In den Ruinen von Leipzig stellen sich Maik, Anna-Maria, Sebastian und Torben gegen das gnadenlose Regime der Schatten. In einer Welt ohne Halt kämpfen sie nicht nur um ihr eigenes Überleben, sondern auch um ihre Menschlichkeit. Doch was, wenn der größte Feind nicht aus dem All kommt, sondern aus den eigenen Reihen?
Im grauen Nebel des Untergangs verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse jeden Tag ein Stück mehr. Eine düstere Endzeit-Vision über den Zerfall der Menschheit

Der Autor:
Constantin Dupien ist Autor und Herausgeber aus Leipzig. Er schreibt vor allem über menschliche Abgründe, makabre Erlebnisse und mysteriöse Begebenheiten. Am liebsten trägt er seine Texte live vor – entweder auf der Bühne oder über seine Social Media-Kanäle. Gemeinsam mit Vincent Voss hat er den Roman "Das Vermächtnis: Ruf der Dunkelheit" geschrieben, der 2023 im Nectu Verlag erschienen ist und im Dezember 2023 bei den Planet Awards von einer Fachjury und dem Publikum als "Buch des Jahres" prämiert wurde. Die von ihm herausgegebene Mängelexemplare-Anthologiereihe, von der mittlerweile sechs Bände erschienen sind, ist mehrfach mit dem deutschen Horror-Award ausgezeichnet. Constantin Dupien ist Mitglied im Verein Phantastik-Autoren-Netzwerk (PAN). Neben Kurzgeschichten und Romanen schreibt er auch Lyrik.

Meine Gedanken:
Dieses Buch ist was für Fans von Star Trek und Babylon 5. Eine dystopische Syfy Geschichte die gespickt ist mit jede Menge Lokalkolorit. Für Leute die sich in Leipzig und Umgebung etwas auskennen, werden den einen oder anderen Schauplatz sicherlich wieder erkennen. Für mich als Hamburgerin, die öfter der sächsischen Stadt mal einen Besuch abstattet, war dies echt mal eine Abwechslung. Es muss nicht immer die amerikanische Großstadt oder Weltraum sein, wenn man eine gute Syfy Geschichte lesen möchte oder über zerstörte Städte lesen möchte.
Unterschiedliche Überschriften trennen die Zeitebenen voneinander. Diese werden widerum aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Diese beiden Komponenten sorgen für eine rasanten Erzählweise. Auch wenn ich zunächst etwas durcheinander kam und so ein paar Kapitel gebraucht habe, um wirklich gut in die Geschichte eintauchen zu können.
Die Erzählstränge sind auserzählt aber trotzdem lässt der Autor uns mit einem Ende zurück, das für meinen persönlichen Geschmack etwas zu offen ist.

Trotzdem gibt es von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung.
Denn ich hatte trotz der düsteren Atmosphäre in dieser Geschichte viel Spaß beim lesen. 

Sonntag, 23. November 2025

Meine Gedanken zu Blutbuch von Kim de l'Horizon

 

Format: Taschenbuch
Erschienen am 10. Oktober 2023
im Dumont Verlag
Umfang: 336 Seiten

Worum geht es:
Die Erzählfigur in ›Blutbuch‹ identifiziert sich weder als Mann noch als Frau. Aufgewachsen in einem Schweizer Vorort, lebt sie nun in Zürich, ist den engen Strukturen der Herkunft entkommen und fühlt sich im nonbinären Körper und in der eigenen Sexualität wohl. Doch dann erkrankt die Großmutter an Demenz, und das Ich beginnt, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen: Warum sind da nur bruchstückhafte Erinnerungen an die eigene Kindheit? Wieso vermag sich die Großmutter kaum von ihrer früh verstorbenen Schwester abzugrenzen? Und was geschah mit der Großtante, die als junge Frau verschwand? Die Erzählfigur stemmt sich gegen die Schweigekultur der Mütter und forscht nach der nicht tradierten weiblichen Blutslinie. 

Meine Gedanken:
Empfand ich den Anfang des Buches noch interessant und angenehm zu lesen und zu hören, so nahm dies immer weiter ab. Der Fokus mancher Passagen des Buches wird stark auf die Sexualität der Erzählfigur fokussiert und ist dabei schlicht vulgär geschrieben. Diese Passagen beinhalten Informationen die ich schlicht und einfach nicht wissen möchte und nicht lesen möchte. Die Abhandlung eines kompletten Kapitles über die Geschichte der Blutbuche war zu dem einfach nur langweilig zu lesen. All das konnten die sprachlich wirklich exzellent geschrieben Passagen nicht aufwiegen. Für mich war dieses Buch leider ein Flop. 

Samstag, 15. November 2025

Meine Gedanken zu Before I met Supergirl von Rea Garvey

 

Format: Hardcover
Erschienen am 30. Oktober 2025
bei Allegria
Umfang: 336 Seiten

Worum geht es:
Rea Garvey – Musiker, Songwriter, Sohn, Suchender 

Er erzählt die bewegende Geschichte seiner Herkunft: Irland. Ein Land, in dem Regen und Licht, Stolz und Zweifel, Freiheit und Tradition untrennbar verwoben sind. Vom wilden Lachen in einem überfüllten Bungalow voller Geschwister bis zu nächtlichen Techno-Ekstasen in Belfast, von Rebellionen gegen das System bis zu Momenten reiner Ehrfurcht vor dem Leben – Rea öffnet die Türen zu Erinnerungen, die ihn geformt haben – mal komisch, mal schmerzhaft, immer ehrlich. Es sind Geschichten von Verlust und Liebe, von Angst und Aufbruch, und vom unerschütterlichen Traum, Musik zum Kompass zu machen. Erzählungen über das Erwachsenwerden auf Irisch – roh, poetisch, voller Herz und so lebendig, als wäre es gerade eben erst passiert. Seine Geschichten sind eine Einladung: nachzuspüren, woher wir kommen, was uns prägt – und warum Glaube manchmal der einzige Halt ist. 

Der Autor:
Raymond Michael Garvey ist Musiker, Songwriter und Geschichtenerzähler. Geboren in Irland, fand er in Deutschland seine zweite Heimat und wurde als Frontmann der Band Reamonn bekannt. Mit seiner unverwechselbaren Stimme schrieb er Hits, die längst Teil des kollektiven Soundtracks geworden sind. Neben der Musik sucht Garvey immer wieder neue Ausdrucksformen – ob als Solokünstler, Mentor oder Autor. Seine Texte tragen dieselbe Mischung aus Melancholie, Sehnsucht und Lebensfreude, die auch seine Lieder und dieses Buch prägen. Außerdem engagiert er sich seit mehr als 20 Jahren in Projekten seiner Stiftung Saving an Angel. 

Meine Gedanken:
Für mich war dieses Buch ein Highlight. Ein Highlight aufgrund all der kleinen irischen Anekdoten die Rea Garvey mit uns teilt. Zum Beispiel drei unterschiedliche irische und gälische Übersetzungen eines Schimpfwortes. Mein Exemplar ist voll mit Unterstreichungen, Markierungen und Klebezetteln. Weil es soviele informative und interessante Stellen gab die ich immer wieder finden möchte.
Rea teilt mit den Leser:innen seinen Weg von der irischen Kleinstadt bis hin auf die Bretter die die Welt bedeuten.

Ein Buch was sicherlich nicht für jeden etwas ist. Man muss Rea Garvey schon irgendwie mögen um mit der Geschichte etwas anfangen zu können oder eine Schwäche für Irland haben mindestens.

Ich habe beides und deswegen war es ein Highlight. 

Samstag, 8. November 2025

Meine Gedanken zu Die Katze im Taubenschlag von Agatha Christie

 

Format: Taschenbuch
Erschienen am 1. November 2021
im Atlantik Verlag
Umfang: 272 Seiten

Worum geht es:
Ausgerechnet in einem exklusiven, behüteten Mädcheninternat kommt es zu sehr unschönen Zwischenfällen, angefangen mit nächtlichen Schüssen in der Turnhalle. Neiden sich die Kolleginnen etwa gegenseitig ihre Stellungen? Eine entführte Schülerin und eine ermordete Lehrerin später ist klar: Man hat es mit einem Verbrechen internationalen Formats zu tun, und es gibt nur einen, der die vielen in der Schule zusammenlaufenden Fäden entwirren kann - Hercule Poirot.

Die Autorin:
Agatha Christie begründete den modernen britischen Kriminalroman und avancierte im Laufe ihres Lebens zur bekanntesten Krimiautorin aller Zeiten. Ihre beliebten Helden Hercule Poirot und Miss Marple sind - auch durch die Verfilmungen - einem Millionenpublikum bekannt. 1971 wurde sie in den Adelsstand erhoben. Agatha Christie starb 1976 im Alter von 85 Jahren.

Meine Gedanken:
Auf die Krimis von Agatha Christie muss man lernen sich einzulassen. Hab ich zumindest das Gefühl. Denn auch wenn auf dem Cover steht "Ein Fall für Poirot" dauert es wirklich sehr lange bis der Ermittler auftaucht. Dies ist von der Autorin aber völlig beabsichtigt gewesen. Denn nach der Lektüre des Buches habe ich etwas recherchiert. Und Agatha Christie wollten den Leser:innen zunächst einmal das Internat Setting näherbringen. Und ja das hat sie sehr ausschweifend getan. Es treten viele Personen auf und es werden neben dem Internat noch weitere Schauplätze präsentiert.
Für mich gehört dieser Christie zu den Schwächeren. Aus hauptsächlich zwei Gründen. 1. Leider war der Fall komplett vorhersehbar. Die Brotkrümmel die Christie schon zu Beginn des Buches ausstreut, haben für mich leider den Schluss sofort verraten. 2. Ich mag es nicht, wenn so wenig ermittelt wird. Und Poirot ermittelt in der wenigen Zeit in der er auftritt kaum.
Trotzdem gehören die Bücher von Christie zu denen, zu denen ich immer wieder greifen würde. Denn jedes Buch ist eine Überraschungskiste. Und man weiß nie was man bekommt bzw. ja klar man bekommt immer einen Krimi, aber Christie macht es jedes Mal anders und das mag ich an ihren Büchern. 

Donnerstag, 30. Oktober 2025

Meine Gedanken zu Service von Sarah Gilmartin


Format: Hardcover
Erschienen am 29. Februar 2024
im Festa Verlag
Umfang: 384 Seiten

Worum geht es:
Als Hannah von ihrer früheren Kellnerkollegin Mel gebeten wird, als Zeugin in einem Gerichtsverfahren gegen ihren ehemaligen Chef Daniel Costello aufzutreten, lehnt sie zunächst ab. Dem renommierten Sternekoch werden sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Trotz ihrer anfänglichen Weigerung, auszusagen, kann Hannah sich ihrer Vergangenheit nicht entziehen und entscheidet sich um. Währenddessen ist Daniel fassungslos: Sein Restaurant wird geschlossen, die Anwälte sitzen ihm im Nacken, im Internet und vor der Haustür wird er attackiert. Jahrzehntelange harte Arbeit und all die Bemühungen, Anerkennung für sein Talent zu erlangen, sollen umsonst gewesen sein – wegen eines Vorfalls, an den er sich kaum erinnert. Zugleich muss seine Frau Julie, bedrängt von Journalisten und Paparazzi, der Verunsicherung nachgeben und sieht sich gezwungen, ihre Ehe und ihr ganzes Leben infrage zu stellen. All die Jahre, in denen sie versuchte, eine unterstützende Ehefrau und eine gute Mutter zu sein, geraten plötzlich ins Wanken.

Meine Gedanken:
Ich habe auf den richtigen Moment für dieses Buch gewartet. Vor der Thematik hatte ich echt etwas Respekt. Aber das Buch geht sehr gekonnt mit dem Thema um. Und zudem ist die gewählte Erzählweise spannend gewählt. Es faszinierend zu lesen wie unterschiedlich die Wahrnehmungen erzählt werden. Daniel dem die Taten vorgeworfen werden ist sich keiner Schuld bewusst auch in den Momenten wenn er sich an diese Situationen zurück erinnert. Aber Lesende denkte man nur: Ist nicht sein ernst.
Hannah die zunächst versucht immer weiter zu verdrängen und zunächst nur oberflächlich von ihrer Zeit in diesem Restaurant erzählt.
Und die Ehefrau die ihren Mann liebt aber sich selbst auch an Situationen in ihrer Ehe erinnert die sie eventuell falsch eingeschätzt hat.
Mich hat dieses Buch förmlich aufgesaugt. Die abwechselne Erzählperspektive läßt einen mitunter atemlos weiterlesen weil man eigentlich bei der vorherigen Figur bleiben möchte obwohl zwei Kapitel vorher eigentlich bei der nächsten aktuellen Perspektive bleiben wollte. Das hat die Autorin sehr gut gemacht.
Wer sich stabil genug fühlt sich mit der Thematik auseinander zu setzen dem empfehlen ich dieses Buch. 

Sonntag, 26. Oktober 2025

Meine Gedanken zu All Hallows Eve - Buch der Schatten von Michael Penning

 

Format: Taschenbuch 
Erschienen am 18. September 2025
im Festa Verlag
Umfang: 384 Seiten
Werbung Rezensionsexemplar

Worum geht es:
Alice Jacobs kommt mit ihrer kleinen Tochter Abigail am Halloween-Abend nach Salem, um dort nach ihrem vermissten Ehemann zu suchen. Bald erfährt sie von dem Fluch, der die ganze Stadt in Angst und Schrecken versetzt: 100 Jahre nach den berüchtigten Hexenprozessen soll der rachsüchtige Geist einer Frau aus der Hölle zurückgekehrt sein, um die Seelen der Kinder von Salem zu holen … Eine Frau, die man wegen Hexerei hängte, zusammen mit ihren sieben Kindern. Alice tut die alte Legende als törichten Aberglauben ab, bis Abigail von einer unheimlichen Frau aus Rauch und Nebel aus ihrem Bett gerissen wird.

Der Autor:
Michael Penning ist preisgekrönter Drehbuchautor und erfolgreicher Autor unheimlicher Geschichten »die so gruselig sind, dass sie selbst Geister erschaudern lassen«. Wenn er nicht gerade am Schreibtisch sitzt und an neuen Storys arbeitet, reist er gerne, fotografiert und braut Bier. Er lebt mit seiner Frau und seiner Tochter in Montreal.

Meine Gedanken:
Das perfekte Buch für den Oktober. Es ist gruselig. Es ist spannend geschrieben. Und es ist sehr atmisphärisch. Aber leider ab einen gewissen Punkt etwas vorhersehbar. Bzw. für mich haben sich die Zusammenhänge etwas zu schnell erschlossen. Und dann kommt bei mir oft das Gefühl auf, dass die Geschichte für mich nicht schnell genug voran geht und sich passagenweise langatmig anfühlt. Ich möchte dann gerne in die Seiten greifen und die Figuren mit der Nase drauf stossen.
Aber tatsächlich hat mich diese gruselige atmosphärische Stimmung dran bleiben lassen und das auch gerne. Wahrscheinlich war dies aber auch der Fall weil ich das Buch zur perfekten Zeit gelesen haben, das Wetter passte zum Buch, meine Stimmung passte zum Buch. Es war schlicht der perfekte Moment.
Es gibt Passagen in diesem Buch, da konnte ich gar nicht schnell genug lesen. Was dieses Buch auch zu einem Pageturner machte. Ich würde dieses Buch auch auf jeden Fall weiterempfehlen. Das Buch ist düster und geisterhaft. Und hält auch die eine oder andere Überraschung bereit. Lest es. 

Dienstag, 21. Oktober 2025

Meine Gedanken zu Sing, wilder Vogel, sing von Jacqueline O´Mahony

 

Format: Taschenbuch 
Erschienen am 25. September 2ß24
im Diogenes Verlag
Umfang: 368 Seiten

Worum geht es:
Die junge Honora war schon immer eine Außenseiterin in ihrem Dorf an der irischen Westküste. Es ist das Jahr 1849. Als die Hungersnot ihre Gemeinschaft mit brutaler Wucht trifft, schöpft sie genau aus ihrem Anderssein die Kraft zu überleben. Nachdem sie alles verloren hat, bricht sie auf nach Amerika, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Honora gibt nicht auf, ehe sie ihre Freiheit findet – und jemanden, der sie als das erkennt, was sie ist.

Die Autorin:
Jacqueline O’Mahony, geboren 1972 in Cork, Irland, begann schon früh zu schreiben und wurde mit 14 Jahren von der Zeitung ›Irish Examiner‹ als »Young Irish Writer of the Year« ausgezeichnet. Nach Studienjahren in Irland, Italien und den USA hat sie als Stylistin und Journalistin für ›Vogue‹ und andere Medien gearbeitet und 2015 an der City University ihren Master in Creative Writing absolviert. Sie wurde bereits für diverse Preise nominiert und lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in London.

Meine Gedanken:
Die Geschichte in Irland die Honora erlebt beruht auf einer wahren Begebenheit. Und genau dieser Aspekt hat mich so gefesselt und dran bleiben lassen. Denn wenn ich ehrlich bin, hat es die Autorin sehr oft geschafft mich zu verlieren. In solchen Situationen lese ich oft die Danksagung oder das Nachwort. Und hoffe zu finden warum die Autorin dieses Buch geschrieben hat oder was sie inspiriert hat. Und das hat mich dran bleiben lassen.
Die fiktionale Geschichte die auf wahren Begebenheiten beruht hat mich dann doch echt sehr berührt und emotional gecatcht.
Aber leider leider gibt es in diesem Buch eine für mich total unnötige brutale Szene die mir das Buch ein Stück weit verdorben hat. Unnötig weil brutal. Unnötig weil die Protagonistin auch ohne diese Szene keine Chance gehabt hätte anders zu handeln.
Mich haben die Zusammenhänge sehr fasziniert und die Figur Honorar ist sehr speziel.
Das Stück irische Geschichte hat mich natürlich auch sehr interessiert. Und Bücher aus Irland bei denen man nebenbei ein Stück Geschichte erfährt lese ich wirklich gern.
Ohne diese Szene wäre das Buch wahrscheinlich auch ein Highlight gewesen.

Hat mir echt gut gefallen, auch wenn es mich hier und da etwas geärgert und verloren hat. 

Donnerstag, 16. Oktober 2025

Meine Gedanken zu #Lockdownlyrik: 100 Gedichte von 100 Autor:innen

 

Format: Taschenbuch 
Erschienen am 12. März 2021
im Trabanten Verlag
Umfang: 144 Seiten

Zum Inhalt:
Dieser Gedichtband liest sich wie das kollektive Tagebuch einer Gesellschaft im Pandemiealltag. Mitten im zweiten Lockdown ruft der junge Berliner Lyriker Fabian Leonhard dazu auf, Gedichte zu schreiben. Die gesammelten Texte erzählen von Ängsten, Hoffnungen und der Sehnsucht nach Normalität. Lyrisch fein-geschliffen oder unmittelbar und roh, melancholisch oder mit Witz. Die 100 besten Texte wurden von einer Jury in dieses Buch gewählt. Auch ein paar bekannte Autor:innen wie Sibylle Berg, Thomas Gsella, Ulrike Almut Sandig und Hubertus Koch sind dabei.

Meine Gedanken:
Ich habe damals die Entstehung dieses Buches über Instagram verfolgt. Sehr viele Menschen haben Gedichte eingereicht. Manche mit viel Erfahrung im Schreiben, andere mit wenig Erfahrung im Schreiben. Und daraus wurde dieses Buch zusammen gestellt. Und man merkt beim lesen starkt diese Unterschiede in der Qualität der Gedichte. Dem entsprechend ist Lesegenuß ein ständiges Auf und Ab. Kann man gelesen haben, muss man aber wirklich nicht. 

Dienstag, 14. Oktober 2025

Meine Gedanken zu Queer*Welten 06-2021

 

Format: Taschenbuch 
Erschienen am 21. Juli 2021
im Achje Verlag
Umfang: 47 Seiten

Worum geht es:
Queer*Welten ist ein halbjährlich erscheinendes queerfeministisches Science-Fiction- und Fantasy-Magazin, das sich zum Ziel gesetzt hat, Kurzgeschichten, Gedichte, Illustrationen und Essaybeiträge zu veröffentlichen, die marginalisierte Erfahrungen und die Geschichten Marginalisierter in einem phantastischen Rahmen sichtbar machen. Außerdem beinhaltet es einen Queertalsbericht mit Rezensionen, Lesetipps, Veranstaltungshinweisen und mehr.

In dieser Ausgabe:
Mutter Finsternis von Nora Bendzko (Kurzgeschichte)
Die gayte Fee von Janus Reihmann (Kurzgeschichte)
Schimmer im Staub von Miou Sascha Hilgenböcker (Kurzgeschichte)
Wovon träumen Androiden? Von Queer*Science Fiction! von Aiki Mira (Essay)
Queertalsbericht

Meine Gedanken:
Für mich tatsächlich die bisher schwächste Ausgabe. Leider haben mir die Kurzgeschichte dieses Mal nicht so gut gefallen und ich habe auch tatsächlich nicht alles zu Ende gelesen. Aber es kann ja nicht immer alles gefallen. Ich bin trotzdem gespannt auf die nächste Ausgabe. 

Montag, 13. Oktober 2025

Meine Gedanekn zu A wie Ada von Dilek Güngör

 

Format: Hardcover
Erschienen am 24. Januar 2024
im Verbrecher Verlag
Umfang: 112 Seiten

Worum geht es:
In der Sprache ihrer Eltern heißt Ada Insel. Ada denkt, auch sie wäre eine einsame Insel. Der Umgang mit anderen Menschen ist ihr oft unangenehm; wann sie sich wie verhalten soll, kann sie schwer einschätzen. Ada will geliebt werden, nicht von allen, unbedingt aber von den anderen. Poetisch und humorvoll erkundet Dilek Güngör in »A wie Ada« die Beziehungen ihrer Protagonistin, angefangen bei deren Kindergarten- und Schulfreundschaften bis hin zu ihren eigenen Kindern und ihrem Mann. In Miniaturen lernen wir eine stolze wie auch verletzliche Frau kennen, deren zwiespältige Sehnsucht nach Innig keit und Verbundenheit niemandem fremd ist.

Die Autorin:
DILEK GÜNGÖR, geboren 1972 in Schwäbisch Gmünd, ist Journalistin und Schriftstellerin. Ihre gesammelten Zeitungskolumnen erschienen in den Bänden »Unter uns« und »Ganz schön deutsch«. 2007 veröffentlichte sie ihren ersten Roman »Das Geheimnis meiner türkischen Großmutter«. 2019 erschien im Verbrecher Verlag »Ich bin Özlem«. Ihr Roman »Vater und ich« wurde 2021 für den Deutschen Buchpreis nominiert. Die Autorin lebt und schreibt in Berlin.

Meine Gedanken:
Nicht das was ich erwartet habe. In sehr kurzen Passagen und Fragmenten lernen wir Ada kennen. Für mich aber im allgemeinen zu kurz. Ich kam Ada nicht nahe und wenn dann wurde ich durch das nächste Fragment wieder herausgerissen. Ich fand es leider auch weder poetisch noch humorvoll. Viel mehr hat mir jede Emotion gefehlt. Irgendwie hab ich wohl schlicht nicht verstanden was mir die Autorin eventuell mitteilen wollte. Auf jeden Fall ist mir ihre Protagonist gar nicht näher gekommen. Sehr schade. 

Samstag, 11. Oktober 2025

Meine Gedanken zu Quicksand House von Carlton Mellick III

 

Format: Hardcover 
im Festa Verlag
Umfang: 368 Seiten

Worum geht es:
Die Kinder sehnen sich nach der liebevollen Umarmung ihrer Mutter. Aber dieser Tag scheint nie zu kommen. Tick ​​und Polly haben ihre Eltern noch nie gesehen. Sie leben mit ihnen in demselben zerfallenen Gebäude, aber aus irgendeinem Grund haben ihre Eltern sie niemals besucht. Als die Maschinen, die sie mit Nahrung und Wasser versorgen, nicht mehr funktionieren, müssen die Geschwister ihr Zimmer zum ersten Mal verlassen. Der Rest des Hauses ist viel größer, als sie sich das vorgestellt haben. Die labyrinthartigen Gänge sind dunkel und voller Schatten, in denen seltsame Kreaturen lauern. Je tiefer Tick und Polly in das Haus vordringen, umso mehr verwirrende Geheimnisse offenbaren sich … 

Worum geht es:
Dieses Buch war schlicht und ergreifend ein geiler Ritt. So bizarr. Ein anderes Wort fällt mir dazu nicht ein. Es war unglaublich bizarr und gut. Die Geschichte hat mich von der ersten bis zur letzten Seite sehr gur unterhalten. Ich habe die Story verschlungen und bin tief eingetaucht.
Witzig und irgendwie durchgeknallt. Aber lest es am besten selbst. ;-) 

Freitag, 10. Oktober 2025

Gedanken zu Kurz vor Mitternacht von Agatha Christie

 

Format: Taschenbuch 
Erschienen am 14. März 2018
im Atlanktik Verlag
Umfang: 256 Seiten

Worum geht es:
Beim gemeinsamen Dinner während des Sommers in Gull‘s Point dreht sich das Tischgespräch um das Rechtssystem, Mord und Gerechtigkeit. In der Nacht darauf stirbt Rechtsanwalt Rever an einem vermeintlichen Herzinfarkt – oder hat jemand nachgeholfen? Superintendent Battle muss sich in seinem fünften und letzten Fall durch ein Geflecht an Hinweisen kämpfen, um den Täter unter den Gästen ausfindig zu machen. 

Die Autorin:
Agatha Christie begründete den modernen britischen Kriminalroman und avancierte im Laufe ihres Lebens zur bekanntesten Krimiautorin aller Zeiten. Ihre beliebten Helden Hercule Poirot und Miss Marple sind - auch durch die Verfilmungen - einem Millionenpublikum bekannt. 1971 wurde sie in den Adelsstand erhoben. Agatha Christie starb 1976 im Alter von 85 Jahren. 

Meine Gedanken:
Leider sehr vorhersehbar und daher tendenziell eher langweilig. Die wenige Ermittlung die man lesen kann ist sehr oberflächlich und fast schon überflüssig, denn ist doch schnell klar wer es war und wieso. Für mich einer der schlechteren Christie. 

Dienstag, 7. Oktober 2025

Meine Gedanken zu Die Asche meiner Mutter von Frank McCourt

 

Format: Taschenbuch 
Erschienen am 1. Juli 1998
im btb Verlag
Umfang: 544 Seiten

Klappentext:
»Natürlich hatte ich eine unglückliche Kindheit; eine glückliche Kindheit lohnt sich ja kaum. Schlimmer als die normale unglückliche Kindheit ist die unglückliche irische Kindheit, und noch schlimmer ist die unglückliche irische katholische Kindheit.« Frank McCourts Erinnerungen an seine Jugend in den dreißiger und vierziger Jahren gehören zum Schrecklichsten und zugleich Schönsten, was je über Irland und die irische Seele geschrieben wurde. »Jede dieser 500 Seiten bedeuten ein neues Abenteuer.« Süddeutsche Zeitung » Die Asche meiner Mutter ist so gut - sie verdient eine Fortsetzung.« New York Times 

Der Autor:
Frank McCourt wurde 1930 in Brooklyn in New York als Kind irischer Einwanderer geboren, wuchs in Limerick in Irland auf und kehrte 1949 nach Amerika zurück. Dreißig Jahre lang hat er an New Yorker High Schools unterrichtet. Für sein erstes Buch, "Die Asche meiner Mutter", 1996 erschienen, erhielt er den Pulitzerpreis, den National Book Critics Circle Award und den L.A. Times Book Award. Frank McCourt verstarb im Juli 2009. 

Meine Gedanken:
Ein Junge erzählt die Geschichte seiner Familie, von sich selbst, von Amerika und von Irland. Der Junge in dem Buch ist der Autor und die Familie in dem Buch ist die Familie des Autors. Das Leid, der Schmerz, die Entbehrung und all das Grauen was wir lesen ist tatsächlich passiert. Aber der Autor schafft es mit seinem humorvollen Schreibstil, dass es dem Lesenenden nicht durchgehend schlecht geht beim Lesen sondern, dass man auch ab und an mal schmunzeln muss. Ansonsten wäre diese Geschichte auch kaum zu ertragen gewesen.
Dieses Buch ist auch ein Stück irische Geschichte. Es zeigt das raue Irland. Das arme Irland. Das von Leid gebeutelte und geprüfte Irland durch die Engländer. Deswegen kann dieses Buch mitunter auch echt wütend machen.
Für mich schwierig zu lesen war aber eher die pupertierenden Gedanken dieses Jungen. Je älter er worde umso mehr ging es um sexualität und das war nervig. Aber das gehört wohl zum heranwachsen dazu. Auch dies versuchte der Autor in seinen humorvollen Stil zu verpacken, aber in diesen Teilen der Geschichte konnte mich der Humor nicht erreichen.
Was das Lesen auch leichter machte war, dass man eben weiß was auf diesem Jungen schlussendlich wurde. Es ist seinen Weg gegangen und er konnte viele Jahre später dieses Buch schreiben. Er hat überlebt und aus ihm ist noch was geworden. Und das war irgendwie schön zu wissen bei all dem Leid das ihm und seiner Familie widerfahren ist.  

Sonntag, 5. Oktober 2025

Meine Gedanken zu Die Geschichte der Hillary von Angel Gelique

 

Format: Taschenbuch 
im Festa Verlag
Umfang: 330 Seiten

Worum geht es:
Gefangen gehalten von mehreren Ärzten, die ihr einreden, dass alles nur zu ihrem Besten sei, hat die 15-jährige Hillary keinerlei Erinnerungen an ihre Vergangenheit. Doch Hillary ist alles andere als ein unschuldiges Mädchen. Hillary Greyson ist die brutalste Serienmörderin aller Zeiten. Nun müssen auch ihre Ärzte erleben, was es heißt, in das Visier einer Psychopathin zu geraten, noch dazu einer, die alles abschlachtet, was ihr in die Quere kommt ...  

Meine Gedanken:
Bis etwa zur Hälfte des Buchs war ich voll in der Geschichte und dachte so, dass könnte endlich mal ein Festa Extrem sein, was mich voll und ganz begeistert. Aber dann ging es bergab. Von Seite zur Seite wurde es langweiliger. Was schlicht daran lag, dass die Autorin sich immer mehr wiederholte mit was die Protagonistin tut. Und da können die Szenen noch so brutal sein. Wenn Brutalität sich wiederholt schockt es nicht mehr sondern schläfert mich ein.
Die Geschichte von Hillary interessiert mich gar nicht mehr und ich werde in der Reihe nicht weiterlesen, 

Dienstag, 30. September 2025

Meine Gedanken zu Aveline Jones und die Geister von Stormhaven von Phil Hickes

 

Format: Hardcover 
Erschienen am 22. September 2020
im Arena Verlag
Umfang: 192 Seiten

Worum geht es:
Der Wind pfeift durch die Ritzen und jede Diele knarzt: Avelines neues Zuhause ist ihr auf den ersten Blick gar nicht geheuer. Dass die Einwohner des stürmischen Küstenörtchens überall Vogelscheuchen aufstellen, macht es nicht besser. Einfach. Nur. Gruselig! Avelines einzige Rettung ist Mr Liebermans verwunschener Buchladen, der sofort zum Stöbern einlädt - denn sie liebt schaurige Geschichten und Bücher über alles. Aber schon bald steht die schauerlichste Nacht des Jahres bevor. Und an Halloween werden längst vergessene Legenden in Stormhaven sehr viel lebendiger, als Aveline lieb ist ...  

Der Autor:
Phil Hickes ist ein waschechter Brite, lebt aber inzwischen in den USA. Er studierte englische Literatur und arbeitet tagsüber als Werbetexter. Seine Leidenschaft galt schon immer dem Schreiben – besonders liebt er Geschichten über Geister und alles Gruselige, das sich im Dunkel der Nacht abspielt. „Aveline Jones“ ist seine erste Buchreihe für Kinder.

Meine Gedanken:
Ich glaube ich bin an dieses Buch mit viel zu hohen Erwartungen ran gegangen. Ich hatte so viele gute und sehr begeisterte Stimme gehört, dass ich ein echtes Highlight erwartet habe. Aber diese Erwartungen konnte dieses Buch einfach nicht erfüllen.
Ja, es ist eine Gruselgeschichte, die mich aber nicht gruseln konnte. Ich fand die Geschichte ziemlich langatmig. Die Protagonistin ein bißchen anstrengend.
Sie ist ein junges Mädchen und dieses Buch hat mir eben wieder einmal gezeigt, dass ich junge Protagonisten nicht mag bzw. wenig mit ihnen anfangen kann.
Das Vorgehen, das Verhalten passt zum Alter, keine Frage, aber ich lese es einfach nicht gern.

Ich vergebe trotz allem 3 Sterne. Die Geschichte ist gut und okay, aber mehr eben nicht für mich. 

Sonntag, 28. September 2025

Meine Gedanken zu Rock-and-Roll-Zombies aus der Besserungsanstalt von Bryan Smith

 

Format: Taschenbuch 
im Festa Verlag
Umfang: 192 Seiten

Worum geht es:
Vergewaltigung, Folter und Gehirnwäsche stehen in einer Besserungsanstalt in Southern Illinois auf dem Stundenplan. Statt Jugendliche im Auftrag bibeltreuer Eltern von ihrer Heavy-Metal-Sucht zu befreien, treiben hinter der biederen Fassade zahlreiche kranke Gestalten ihr Unwesen. Eine Direktorin etwa, deren lesbische S/M-Spielchen ständig außer Kontrolle geraten, ein Hausmeister, der sich als Totengräber verdingen muss, um hinterher die Überreste zu beseitigen, und ein Schließer, dem seine Gier nach Sex zum Verhängnis wird. Und dann gibt sich nach einem Kometeneinschlag auch noch eine Horde mordlustiger Zombies die Ehre … Sexploitation, Anspielungen an die Popkultur der 70er und 80er und jede Menge Rock and Roll. Bryan Smith hat den Zombieroman neu erfunden!

Meine Gedanken:
Puh … das war nichts.

Warnung: Die Rezension könnte Spoilern! Sorry.

Beim Kauf wurde mir gesagt, dass dieses Buch eher weniger Extrem ist als die anderen Bücher der Festa Extrem Reihe aus dem Festa Verlag und das stimmt auf jeden Fall. Und war für mich auch ein zusätzliches Kaufangebot. Denn ganz ehrlich, ich bin nicht der größte Fan der Extrem Reihe. Weil mir die Bücher bisher (zumindest die die ich bisher gelesen habe) oft zu eklig im Bezug auf se*uelle Hinsicht waren. Einfach etwas zu pervers. Und ich hatte nun irgendwie gedacht, dass mir sowas bei einem Zombie Extrem Band erspart bleibt und besonders eben unter dem Punkt, dass es nicht so extrem sein soll. Aber leider nein. Auch eine Verge*altigung blieb mir nicht erspart. Wenn das Buch wenigstens noch ein gutes Ende gehabt hätte … Aber nein … Das kam für mich sogar irgendwie so dahin geklirrt vor. So nichts Halbes und nichts Ganzes. Ja was soll ich sagen. Ich war einfach nur enttäuscht von dieser Geschichte. Hat mir kaum bis gar nicht gefallen. 

Freitag, 26. September 2025

Meine Gedanken zu Check & Mate – Zug um Zug zur Liebe von Ali Hazelwood

 

Format: Taschenbuch 
Erschienen am 15. November 2023
im Heyne Verlag
Umfang: 416 Seiten

Worum geht es:
Mallory Greenleaf hat sich geschworen, nie wieder Schach zu spielen. Denn das Spiel, das sie jahrelang geliebt hat, hat ihr zu viel genommen. Doch als ihre beste Freundin sie überredet, bei einem Wohltätigkeitsturnier einzuspringen, kann Mallory nicht ablehnen. Ein letztes Mal spielt sie – und besiegt versehentlich den amtierenden Weltmeister Nolan Sawyer. Nolan, der Schach auf ein ganz neues Level gehoben hat. Nolan, der dafür bekannt ist, dass er mit Niederlagen nicht gut umgehen kann. Nolan, der wahnsinnig gut aussieht. Mallory tut das Erste, was ihr in den Sinn kommt: Sie läuft weg. Doch Nolan spürt sie auf und lässt nicht locker. Er will unbedingt erneut gegen Mallory spielen. Doch sie kann nicht riskieren, sich noch einmal ins Schachspielen zu verlieben. Und in Nolan schon gar nicht …  

Die Autorin:
Ali Hazelwood ist die Autorin des internationalen Bestsellers »The Love Hypothesis« (»Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe«) und Verfasserin von Fachartikeln über Hirnforschung, die leider nicht immer ein Happy End vorweisen können. Ursprünglich stammt sie aus Italien und lebte in Deutschland und Japan, bevor sie in die USA zog, um in Neurowissenschaften zu promovieren. Seit Kurzem ist sie Professorin, was ihr eine Heidenangst einjagt. Wenn Ali nicht arbeitet, geht sie joggen, isst Cake Pops oder sieht sich Science-Fiction-Filme an.

Meine Gedanken:
Das Buch hat mir erstaunlich gut gefallen. Die Geschichte um Mallory, ihre Schwestern und ihre Mutter fand ich sehr gefühlvoll erzählt. Und der Charakter Nolan war sehr interessant angelegt. Ebenso fand ich es schön zu lesen wie Mallory und Nolan sich kennenlernen und wie Mallory wieder mehr zu sich und ihrer Leidenschaft findet.
Ab und an ist sie aber eben doch die typische 18-jährigen, während sie aber in anderen Momenten total erwachsen ist. Und dieser Widerspruch war mit unter leider etwas anstrengend in der Geschichte zu ertragen und zu lesen. Zum Glück waren diese Passagen aber immer recht kurz gehalten.

Deswegen kein Highlight aber sehr gute 4 Sterne 

Donnerstag, 18. September 2025

Meine Gedanken zu Bertram's Hotel: Ein Fall für Miss Marple von Agatha Christie

 

Format: Taschenbuch 
Erschienen am 4. September 2015
im Atlanktik Verlag
Umfang: 256 Seiten

Worum geht es:
Bertram’s Hotel im Herzen Londons - hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Genau das Richtige für Miss Marple, die sich in viktorianischem Ambiente und bei bestem Service den verdienten Urlaub gönnt. Schon bald ist es mit der Ruhe jedoch vorbei. Als einer der vornehmen Gäste spurlos verschwindet, will niemand etwas gesehen haben. Das aber ist erst der Beginn einer ganzen Reihe von Verbrechen ... 

Die Autorin:
Agatha Christie begründete den modernen britischen Kriminalroman und avancierte im Laufe ihres Lebens zur bekanntesten Krimiautorin aller Zeiten. Ihre beliebten Helden Hercule Poirot und Miss Marple sind - auch durch die Verfilmungen - einem Millionenpublikum bekannt. 1971 wurde sie in den Adelsstand erhoben. Agatha Christie starb 1976 im Alter von 85 Jahren. 

Meine Gedanken:

Bertram‘s Hotel: Ein Fall für Miss Marple. Bitte wo ist das ein Fall für Miss Marple?

Meine Erwartungen wurde in keiner Weise erfüllt. Nicht mal annähernd. Es war mein erster „Fall für Miss Marple“ aber sie ist im besten Fall eine Randfigur, eine kleine Mini Nebenfigur. Die vielleicht hier und da was aufschnappt weil sie zufällig zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Aber selbst diese Szenen spielen eine der Art untergeordnete Rolle, dass sie fast schon überflüssig erscheinen. 250 Seiten aber höchstens 50 Seiten davon füllt Miss Marple aus. Ansonsten ist es ein guter Krimi. Der Ermittler leistet gute Arbeit und ich wäre niemals auf die Lösung gekommen. Aber unter dem Gesichtspunkt, dass es eine Miss Marple Geschichte sein soll, bin ich schlicht und ergreifend enttäuscht. Wenn alle Miss Marple Bücher so sind, möchte die eigentlich nicht gerne lesen. 

Sonntag, 14. September 2025

Meine Gedanken zu Schwebende Lasten von Annett Gröschner

 

Format: Hardcover
Erschienen am 21. März2025
im C. H. Beck Verlag
Umfang: 282 Seiten

Worum geht es:
Nicht weniger als ein ganzes Leben erzählt Annett Gröschner mit der Geschichte der Blumenbinderin und Kranfahrerin Hanna Krause – mit einer Wucht und Poesie, wie sie nur dort entstehen können, wo die Literatur wirklichkeitssatt ist.

Hanna Krause war Blumenbinderin, bevor das Leben sie zur Kranführerin machte. Sie hat zwei Revolutionen, zwei Diktaturen, einen Aufstand, zwei Weltkriege und zwei Niederlagen, zwei Demokratien, den Kaiser und andere Führer, gute und schlechte Zeiten erlebt, hat sechs Kinder geboren und zwei davon nicht begraben können, was ihr naheging bis zum Lebensende. Hatte später, nachdem ihr Blumenladen längst Geschichte war, von einem Kran in der Halle eines Schwermaschinenbaubetriebes in Magdeburg einen guten Überblick auf die Beziehungen der Menschen zehn Meter unter ihr und starb rechtzeitig, bevor sie die Welt nicht mehr verstand. Hanna Krause blieb bis zu ihrem Tod eine, die das Leben nimmt, wie es kommt. Ihr einziges Credo: anständig bleiben. Annett Gröschners Roman erzählt die Geschichte eines Jahrhunderts in einem einzigen Leben und gibt, mit Hanna, denen ein Gesicht, die zu oft unsichtbar bleiben. Ein Roman über das Ende des Industriezeitalters und seiner Heldinnen im Osten Deutschlands – und über eine gewöhnliche Frau in diesem unfassbaren 20. Jahrhundert.

Die Autorin:
Annett Gröschner, geboren 1964 in Magdeburg, lebt seit 1983 als Schriftstellerin in Berlin. Bekannt wurde sie vor allem mit ihren Romanen "Moskauer Eis" (2000) und "Walpurgistag" (2011). Zuletzt erschien bei Hanser ihr gemeinsam mit Peggy Mädler und Wenke Seemann verfasster Bestseller "Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat" (2024). Annett Gröschner wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Großen Kunstpreis Berlin (Fontanepreis), dem Klopstock-Preis und dem Mainzer Stadtschreiber Literaturpreis von ZDF, 3sat und der Landeshauptstadt Mainz.

Meine Gedanken:
Das Buch erzählt die Geschichte einer starken Frau. Sie steht in der jungen Blüte ihres Lebens als wir Leser sie kennenlernen dürfen. Sie trifft eine Entscheidung die ihr weiteres Leben komplett bestimmen wird. Sie heiratet, bekommt Kinder, lebt ihren Traum und dann kommt der Krieg.
Jedes Kapitel startet mit einer Erläuterung, meist zu Blumen aber einige wenige Male auch zu Insekten oder anderen. Und diese haben dann auch einen Auftritt im folgenden Kapitel aber oft nicht nur in einem Kapitel, es gibt immer mal wieder Hinweise auf Fauna und Flora. Das mochte ich persönlich sehr.
Konnte ich mit Hannah immer mitfühlen oder ihre Entscheidungen und Taten nachvollziehen? Nein, eigentlich nicht. Manchmal kam einfach nur Mitleid in mir auf und dann aber auch wieder Mitgefühl. Kalt hat mich dieses Buch auf keiner Seite gelassen.
Die Geschichte hat mich dazu angeregt die Zeit in der sie spielt und hier und da auch etwas nachzurecherchieren weil ich manches auch einfach nicht glauben wollte, vielleicht auch nicht wahr haben wollte. Aber dieses Buch ist sehr geschichtsgetreu. Erzählt von den Vorkriegsjahren, den Kriegsjahren und den Nachkriegsjahren im Osten von Deutschland und eben von einer Frau und Mutter und wie diese oft ihren Mann steht. Sie kämpft für sich und ihre Familie, mitunter wie eine Löwin und dann ist sie auch wieder ganz leise und kurz vorm aufgeben, aber sie tut es niemals.
Mich hat dieses Buch sehr beeindruckt und mir hat es extrem gut gefallen. 

Samstag, 13. September 2025

Meine Gedanken zu Im Herzen der Katze von Jina Khayyer

 

Format: Hardcover
Erschienen am 20. Juli 2025
im Suhrkamp Verlag
Umfang: 253 Seiten

Worum geht es:
Es ist Nacht in Südfrankreich. Jina sitzt an ihrem Schreibtisch, das Telefon in der Hand. Im Sekundentakt aktualisiert sich ihr Instagram-Feed. Sie liest: »Jina Mahsa Amini wurde in Teheran von der Sittenpolizei ins Koma geprügelt.« Im nächsten Moment begreift sie: Die junge Frau, die so heißt wie sie, ist tot. Im Feed folgen die Bilder: der Protestzug Tausender Menschen auf den Straßen, Mädchen und Frauen, die ihre Haare unverdeckt tragen, darunter auch Jinas Schwester Roya und ihre Nichte Nika. Was als Versuch beginnt, die Gegenwart zu begreifen, wird zur Reise in die Vergangenheit. Denn die Ereignisse wecken in Jina Erinnerungen an ihre eigenen Aufenthalte im Iran: an die Gastfreundschaft der Menschen, den reich gedeckten Tisch der Tanten, die Begegnungen im Sammeltaxi, den Roadtrip zu Zarathustras Feuertempel in Yazd – und an eine geheime Liebe. Aber auch an die Proteste während der Grünen Bewegung 2009, an denen Jina teilnahm und die zur einschneidenden Lebenserfahrung wurden.

Die Autorin:
Jina Khayyer ist Schriftstellerin, Dichterin, Malerin und Journalistin. In Deutschland geboren, iranischer Abstammung lebt und arbeitet sie seit 2006 in Paris und in der Provence. Sie ist Autorin für die Zeitschriften The Gentlewoman, Fantastic Man und Apartamento. Zuletzt wurden ihre Gedichte und Zeichnungen in der Kunsthalle Baden-Baden im Rahmen der Gruppenausstellung SEA AND FOG (2024) ausgestellt. Im Herzen der Katze ist ihr Romandebüt.

Meine Gedanken:
Drei Generationen von Frauen im Iran, anhand dieser Frau wird eine Geschichte erzählt von Feminismus, Emanzipation und dem starken Drang nach Freiheit. Aber auch die Suche nach Liebe und der große Drang nach Selbstbestimmung sowie die Zusammengehörigkeit und die Zugehörigkeit zur Familie sind Zentraleaspkekte in dieser Geschichte.

Mich hatte diese Geschichte schlicht umgehauen.

Zunächst war ich vom Verlauf der Geschichte verwirrt. Starten wir in dem Jahr als dieser brutale und tödliche Angriff auf Jina Mahsa Amini geschah, wechselt die Geschichte in eine Zeitebene einige Jahre zuvor. Die Protagonistin Jina besucht zum ersten Mal ihr Heimatland und ihre dort lebende Schwester mit ihrer Familie. Und sie lernt weitere Verwandte kennen. Jina ist in Deutschland aufgewachsen und muss sich mit den Regeln die für Frauen in ihrem Heimatland gelten zunächst zu recht finden und sich selbst somit komplett verstellen. Zum Schluss des Buchs wechselt die Geschichte dann wieder zurück.

Die Geschichte der Frauen hat mich unglaublich berührt. Die Geschehnisse haben mein Herz zutiefst getroffen. Bei einer Szene war es dann einfach zu viel. Ich konnte nicht mehr weiterlesen und musste erstmal weinen. Ich spüre sofort wieder die Tränen wenn ich an diese Passagen im Buch denken. Das bebt noch alles in mir nach.

Für mich ein sehr berührendes Highlight. 

Donnerstag, 11. September 2025

Meine Gedanken zu ë von Jehona Kicaj

 

Format: Hardcover
Erschienen am 23. Juli 2025
im Wallstein Verlag
Umfang: 176 Seiten

Worum geht es:
Ein stilles und zugleich sprachmächtiges Buch, das vom Verlust der Heimat durch Krieg, von Schmerz und Sprachverlust erzählt. In diesem ergreifenden Debüt findet die Autorin eine großartige eigene Sprache. Der ungewöhnliche Titel »ë« steht für einen Buchstaben, der in der albanischen Sprache eine wichtige Funktion hat, obwohl er meist gar nicht ausgesprochen wird. Als Kind von Geflüchteten aus dem Kosovo ist die Erzählerin auf der Suche nach Sprache und Stimme. Sie wächst in Deutschland auf, geht in den Kindergarten, zur Schule und auf die Universität, sucht nach Verständnis, aber stößt immer wieder auf Zuschreibungen, Ahnungslosigkeit und Ignoranz. Als der Kosovokrieg Ende der 90er-Jahre wütet, erlebt sie ihn aus sicherer Entfernung. Doch auch in der Diaspora sind Krieg und Tod präsent – sie werden nur anders erlebt als vor Ort. Der Roman »ë« erzählt von dem in Deutschland kaum bekannten Kosovokrieg und erinnert an das Leid von Familien, die ihre Heimat verloren haben, deren ermordete Angehörige anonym verscharrt wurden und bis heute verschollen oder nicht identifiziert sind. Eine Vergangenheit, die nicht vergehen kann, weil sie buchstäblich in jeder Faser des Körpers steckt, wird von Jehona Kicaj im wahrsten Wortsinn zur Sprache gebracht.

Die Autorin:
Jehona Kicaj, geb. 1991 in Kosovo und aufgewachsen in Göttingen, studierte Philosophie, Germanistik und Neuere Deutsche Literaturwissenschaft in Hannover. Nach wissenschaftlichen Publikationen erscheinen von ihr seit 2020 auch literarische Texte. Sie ist Mitherausgeberin der Anthologie »„Und so blieb man eben für immer“. Gastarbeiter:innen und ihre Kinder« (2023). Der Roman »ë« ist ihr Debüt.

Meine Gedanken:
Mir fehlen ein wenig die Worte nach diesem Buch. Es ist ein Buch das Wissen vermittelt. Wissen von dem man sich mitunter überrollt fühlen kann und einem eben auch die Sprache verschlägt. Mich hat das Buch sehr berührt. Zunächst hatte ich diesen Titel von der Longlist nicht wirklich auf dem Schirm aber die Leseprobe hat mich nach wenigen Sätze völlig überzeugt und ich wollte einfach mehr von dieser Sprache der Autorin lesen.
Zu sagen, dass ich mich in ihr wiedergefunden habe, wäre übertrieben, aber ich kenne das Leiden des Knirschens. Allein das Knirschen verursacht schon Streß und wenn der Streß vorher schon da ist, macht es nur noch schlimmer. Dieses Leiden ist ein Sinnbild für die Geschichte der Protagonistin. Manchmal hätte ich ihr gerne zugerufen, sprich, finde deine Worte, sprich sie aus. Macht dich frei, rede drüber. Versteck dich nicht ... und so weiter.
Sehr berührend erzählt. Und trotz der Sprachlosigkeit so sprachgewaltig und zu dem informativ. Mir hat das Buch sehr gut gefallen.

Dienstag, 9. September 2025

Meine Gedanken zu Rom sehen und nicht sterben von Peter Wawerzinek

 

Format: Hardcover
Erschienen am 5. September 2025
im Penguin Verlag
Umfang: 224 Seiten

Worum geht es:
Ein Frühjahr in Rom, Peter Wawerzinek ist Stipendiat in der Villa Massimo. Er durchstreift die Stadt, sammelt Inspiration für seinen neuen Roman, eine Fülle von Eindrücken bietet sich ihm dar, Schönheit, Chaos, eine vibrierende Lebendigkeit: Verheißungen für die kommende Zeit. Doch dann wird der Aufenthalt getrübt, die Pandemie macht den Spaziergängen einen Strich durch die Rechnung, die Technik versagt, und alles entstandene Textmaterial ist verloren. Peter Wawerzinek zieht nach Trastevere um, beschließt, über Pasolini zu schreiben. Etwas scheint aber nach wie vor nicht zu stimmen: kalte, weiße Fingerkuppen in der schönsten Frühlingssonne. Es ist sein Körper, der nicht mehr ins Bild passen will. Ein Besuch beim Berliner Hausarzt bringt schließlich die Diagnose: Es ist Krebs. Doch auch die Konfrontation mit dem Tod lässt ihn nicht aufgeben. Es zieht ihn wieder nach Rom, zur Intensität der ewigen Stadt – und dem Beginn des Wegs zurück ins Leben.

Der Autor:
Peter Wawerzinek wurde unter dem Namen Peter Runkel 1954 in Rostock geboren. Er wuchs in verschiedenen Heimen und bei verschiedenen Pflegefamilien auf. Seit 1988 betätigt er sich neben vielem anderen als freier Schriftsteller, Regisseur, Hörspielautor und Sänger. Peter Wawerzinek hat zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen erhalten, u.a. Berliner Kritikerpreis für Literatur (1991), Hörspielpreis der Berliner Akademie der Künste (1993), Ingeborg-Bachmann-Preis und den gleichnamigen Publikumspreis (2010), Shortlist Deutscher Buchpreis (2010), Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung (2024).

Meine Gedanken:
Ganz unerwartet habe ich hier einen Biefroman vorgefunden. Denn der Ich-Erzähler, erzählt dass, was ihm widerfahren ist, einer Person, der er einen Brief schreibt. So kommt dieses Buch gänzlich ohne Kapitel aus und das muss man schon mal mögen. Meins ist es jetzt nicht so wirklich. Aber das ist auch der einzige Kritikpunkt den ich habe.
Dieses wirklich sehr persönliches Buch hat mich sehr ergriffen und mitgerissen. Auch die Pandemie spielt zwar kurz eine Rolle aber diese ist klein bzw. genau passend verwoben. Ich lese immer noch nicht gern über die Pandemie und war deswegen zunächst skeptisch was dieses Buch betrifft aber die Dosis war genau richtig, zumindest für mich.
Schonungslos aber ebenso poetisch erzählt der Autor über diese Zeit in seinem Leben und was die mit ihm gemacht hat. Was dem Leser hier hilft und nicht mit verzweifeln lässt, ist wohl, dass der Autor noch da sein muss weil sonst hätte er uns ja seine Geschichte nicht erzählen können.
Sehr persönlich und hoffnungsvoll, mich hat die Geschichte sehr berührt.